26. Mai 2012 14:15 | |||||
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Mitglied seit: 13.10.2006
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Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs
Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.
Mit der Bitte um Ihr Verständnis,
Das Team von Kleine Zeitung Digital
Barack Obama hat die US-Wahlen gewonnen - und viele munkeln,
dass das Internet nicht gerade eine kleine Rolle dabei gespielt hat. Denn kein Politiker vor ihm hat es so glänzend verstanden, sich über die große Web-Gemeinde Unterstützer zu suchen und spezielle Zielgruppen anzusprechen. Die Altersgruppe der 18 - 29-jährigen Amerikaner nutzt zum Beispiel mittlerweile das Internet an erster Stelle für politische Informationen. Facebook leistete sich daher auch wie alle großen Webmarken von Yahoo bis zu YouTube eine eigene US-Wahl-Nachrichtenseite. Die eigentlichen News darauf kamen zwar von ABC, aber wichtiger war für die User, zu diskutieren und Gleichgesinnte zu finden.
"MySpace politics" nannte ein US-Magazin Obamas Kampagne und sah einen deutlichen Zusammenhang mit Silicon Valley. Bei
den Gründern von Google, YouTube und Facebook war der Präsidentenkandidat von Anfang an besonders gut angekommen. Seine vermeintlichen Nachteile kannten sie alle aus eigener Erfahrung: jung, unerfahren, mehr Ideen als Geld. Also spendeten sie nicht nur Geld, sondern auch Know-how. Eine Million Menschen hatte sich schließlich auf Obamas Webseite registrieren lassen, in seinem Facebook-Profil hatte er ebenso über eine Million Unterstützer.
Die neuen Medien wurden auch bestens vernetzt eingesetzt.
Bei seinen Stadionauftritten rief Barack die Leute dazu auf, ihre Handys hochzuhalten und fünf Ziffern einzugeben - schon wurden ihre Telefonnummern an die Obama-Zentrale übermittelt und in die riesige Datenbank eingespeichert, die wiederum auf der Obama-Webseite für eingetragene User abrufbar war. Jeder konnte dann mögliche Wähler durchtelefonieren und um deren Unterstützung für den neuen Präsidenten buhlen.
Darüber hinaus bekamen Fans mehrmals die Woche E-Mails von Obama. Und zwar nicht irgendwie, sondern höchst persönlich formuliert. Man erfuhr "exklusiv", was Barack Stunden später im Fernsehen verkündete, bekam Videos der letzten inspirierenden Auftritte gemailt und konnte lesen, was die gegnerische Partei gerade an Unwahrheiten verbreitet hatte. Oder es begann mit "Zusammen können wir Geschichte schreiben" - wer konnte das schon bisher von sich behaupten? Und immer endeten diese Mitteilungen mit einem "Thank You" und "Barack". Man kennt einander schließlich ... Und wer trotzdem Angst hatte, eine Botschaft zu versäumen, der konnte unter der Nummer 62262 (O-B-A-M-A) zusätzliche SMS-Updates abonnieren.
Das waren natürlich alles nur kleine Stückchen eines großen Wahlkampfes und Social Networks entscheiden auch im gut vernetzten Amerika NOCH keine Wahlen. Aber Obamas Fans hoffen schon, dass ihr neuer Präsident nun auch im Weißen Haus weniger Zeit mit Lobbyisten verbringen muss, sondern im neuen Stil über Internet-Plattformen dem Kongress Druck machen kann.
Nora Kanzler