26. Mai 2012 14:15 | |||||
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Mitglied seit: 13.10.2006
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Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs
Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.
Mit der Bitte um Ihr Verständnis,
Das Team von Kleine Zeitung Digital
Wer kennt das nicht? Das Handy läutet. Blick aufs Display. Nummer
unterdrückt. Hm, abheben? Eigentlich will man gerade nicht gestört werden, aber die Neugier ist stärker. Am anderen Ende der Leitung eine mehr oder weniger freundliche Stimme, die ungebeten Kontakt aufnimmt und etwas von einem will: Sie gehört einem Call-Center-Agent.
Was tun? Gleich abwürgen? Der arme Mensch am Ende der Leitung will ja auch nur seinen Job machen. Also kurz reinhören, was es diesmal ist - vielleicht nur eine Umfrage, die man schnell beantwortet hat. Gewinnspiel? Lose kaufen? Oder andere Produkte? Da werd ich schnell ungeduldig und mit mir vermutlich Tausende andere.
Aber bei vielen Menschen muss das System funktionieren, denn es steckt unglaublich viel Geld im Telefonverkauf und er wird auch in Österreich immer häufiger. In Deutschland haben diese Anrufe überhand genommen und es gab immer mehr Beschwerden wegen unseriöser Praktiken. Daher gelten in unserem Nachbarland seit Jahresbeginn schärfere gesetzliche Regelungen. Die Rufnummer des Anrufers muss seit Jänner angezeigt werden, sonst drohen hohe Bußgelder.
Telefonverkäufer müssen den Kunden auch darüber aufklären, dass
er ein 14-tägiges Rücktrittsrecht vom Vertrag hat. Das ändert aber noch immer nichts daran, dass sich viele Menschen schon von den Anrufen an sich gestört fühlen. In der Schweiz gibt es zwar eine Liste, auf die man sich eintragen lassen kann, wenn man diese Verkaufsanrufe nicht wünscht. Aber kann es Aufgabe des Kunden sein, selbst aktiv zu werden, wenn man seine Ruhe haben möchte? Auch Argumente wie: Man muss ja nicht ans Telefon gehen, wenn man nicht gestört werden will, führen in eine Grundsatzdiskussion. Schließlich gibt es ja kein rotes Lämpchen am Telefon, das sagt "ich bin ein Marketinganruf" und kein Notfall.
Lösungsansatz der Call-Center-Betreiber: Ein Ehrenkodex könnte
dazu führen, dass die Branche einen besseren Ruf genießt. Der Telefonverkäufer solle zum Beispiel ein "Nein" sofort akzeptieren. Das unterschreibe ich sofort. Und die schlechten Arbeitsbedingungen der Call-Center-Mitarbeiter sollten verbessert werden, denn bessere Arbeitsbedingungen würden auch die Qualität der Anrufe fördern. Ganz ehrlich: Bessere Arbeitsbedingungen für die Telefonisten wären natürlich wichtig, aber es liegt garantiert nicht an ihrer Qualität, dass ich auf solche ungebetenen Anrufe auch in Zukunft gern verzichten kann.
Nora Kanzler