26. Mai 2012 14:17 | |||||
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Mitglied seit: 13.10.2006
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Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs
Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.
Mit der Bitte um Ihr Verständnis,
Das Team von Kleine Zeitung Digital
Wer jemals einen Medizinstudenten bei seinen ersten großen Prüfungen begleitet hat, kann ein Lied davon
singen: Je mehr man sich mit Krankheiten beschäftigt, desto kranker fühlt man sich. Jedes noch so kleine Symptom kann schließlich ein erstes Anzeichen für eine schwere Krankheit sein. Die durch das Internet nun jedem zugänglichen Informationen ließen die Zahl der eingebildeten Kranken in den letzten Jahren eklatant ansteigen. Wer schon zur Hypochondrie neigt, erhält im Handumdrehen passende Belege für seinen Krankheitsverdacht: Bauchschmerzen deuten dann auf ein Magengeschwür hin, und ein Kribbeln in den Fingern wird zum ersten Anzeichen von Multipler Sklerose.
User "grauni04" bringt das Thema in einem Forum flapsig auf den Punkt: "ich mein, x hat starken husten und fieber und haut diese symptome bei google rein und 50 sek. später hat er die diagnose auf lungenkrebs im endstadium ... ist das noch normal? dass keiner mehr zum arzt geht und so viele auf diese "internet-ärzte" alias foren-user hören???"
US-Forscher haben für dieses Phänomen
schon ein neues Fachwort erfunden: die „Cyberchondrie“. Seinen Studien zufolge ist der Hypochonder von heute meist ein „Cyberchonder“. Betroffene tun nichts anderes mehr, als im Internet ihre Symptome zu prüfen. So leidet nach Angeben der Weltgesundheitsorganisation leidet bereits jeder 14. Deutsche heute schon unter solchen Krankheitsängsten.
Auch Microsoft-Forscher haben untersucht, wie die Suche nach medizinischen Informationen im Web unbegründete Ängste auslösen kann. Hier wird nämlich die Wirkung nicht zuletzt dadurch verstärkt, dass sich Angaben zu seltenen, ernsten Krankheiten viel häufiger finden, als es ihrem Auftreten in der Realität eigentlich entsprechen würde.
In Gesundheitsforen beraten häufig überhaupt Laien Laien unter
dem Motto "ich will dir ja keine Angst machen, aber ..." Seriöse Online-Anbieter bemühen sich hingegen, mit dem sensiblen Thema Gesundheit verantwortungsbewusster umzugehen. So weist zum Beispiel die Online-Enzyklopädie Wikipedia in Artikeln zu medizinischen Themen darauf hin, dass Betroffene die Wiki-Informationen niemals als alleinige Quelle für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwenden sollten und rät dazu, bei Beschwerden - was wohl? ... natürlich einen Arzt oder Apotheker zu fragen.
Nora Kanzler