26. Mai 2012 14:17 | |||||
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Mitglied seit: 13.10.2006
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Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs
Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.
Mit der Bitte um Ihr Verständnis,
Das Team von Kleine Zeitung Digital
Aufmerksame Leser dieses Blogs werden sich vielleicht daran erinnern. Vor eineinhalb Jahren habe ich an dieser Stelle berichtet, dass auch betagte Herrschaften sich nicht davon abhalten lassen, das moderne Medium Internet kennen zu lernen. Damals schrieb ich auch über Maria Lopez, die noch mit 95 ihr eigenes Blog eröffnete.
Seitdem wurde sie als "älteste Bloggerin der Welt" international bekannt. Jetzt starb die Spanierin im Alter von
97 Jahren in ihrem Heimatdorf. Mit den Geschichten aus ihrem spannenden Leben und ihren Ratschlägen an Jung und Alt begeisterte die "Internet-Oma" Leser auf den fünf Kontinenten.
Bis heute konnte ihr Blog mehr als 1,5 Millionen Besuche verzeichnen. Das Online-Tagebuch wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem als bestes spanischsprachiges Weblog des Jahres 2007.
"Das Internet hat mir eine neue Welt eröffnet und mich 20 Jahre jünger gemacht", sagte Lopez damals. Ältere Menschen rief sie immer wieder auf, keine Angst vor der Technologie zu haben und ebenfalls das Internet für sich zu entdecken. Ihrem Beispiel war dann auch die australische Bloggerin Olive Riley gefolgt, die im Sommer 2008 im Alter von 108 Jahren starb.
Doch wie habe ich damals zu diesem Thema geendet? Im Internet werden die Damen weiterleben. Das gilt über ihren Tod hinaus.
Nora Kanzler
Da soll noch einmal jemand sagen, Fernsehen bildet nicht.
Im deutschen Anruffernsehen lernt man stets dazu – vorausgesetzt man hält so lange durch, bis sie endlich die Lösung verraten. Wer kennt nicht die Quiz-Sendungen, die auf 9Live, Tele 5, DSF & Co laufen und wo man Begriffe erraten soll, um Geld gewinnen zu können.
Nun wird dem Vorbeizapper das Hängenbleiben nicht nur insofern schwer gemacht, als dauernde Countdowns, nach deren Ablauf nichts passiert, die Nerven strapazieren. Aber selbst wenn Anrufer durchgestellt werden, sind richtige Antworten kaum zu finden. So suchte zum Beispiel einer dieser Sender vor kurzem nach Begriffen, die auf „-licht“ enden. Die Lösungen waren unter anderem „stachelicht“ und „schwindlicht“ – veraltete Schreibweisen von stachelig und schwindlig.
Ebenso naheliegend die Begriffe, die neulich mit „Wasser-„ gesucht wurden: Als Lösungen wurden unter anderem Wasserbrotwurzel, Wasserkeilhebewerk oder Wasserringmonitor angeboten. Noch nie gehört? Eben, man lernt nie aus.
Auch der gesuchte weibliche Vorname, der auf „A“ enden sollte, war mit „Ognjena“ bestimmt nur zur Erweiterung des Seherwissens gedacht. Und widerspricht offenbar nicht der Regel, dass die gesuchten Begriffe in „allgemein zugänglichen, mehrbändigen Nachschlagewerken“ oder „einschlägiger Fachliteratur“ enthalten sein müssen.
Ein Trost für viele: Das Call-TV-Geschäft läuft längst nicht mehr so gut wie früher. Schließlich lassen sich auch die geduldigsten Seher nicht ewig für dumm verkaufen. Ob Anruffernsehen als Geschäftsmodell besser funktionieren würde, wenn man es seriös betriebe, ist allerdings auch ungeklärt. Jedenfalls werden immer mehr fern bleiben, so lange man im Grunde nur darauf abzielt, Spielsüchtigen das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Nora Kanzler
Sommer 2002, Universal Studios, Florida. Vor dem Kinosaal bekommt man die weniger modische, dafür aber umso effektivere 3D-Brille überreicht und verwandelt sich damit innert Sekunden in jemanden, der aussieht, als wollte er Kontakt mit Aliens aufnehmen.
Egal, rein in den Saal, gespanntes Warten. Und wir sollten nicht enttäuscht werden.
Mein erster 3D-Film war damals ein eigenes für die Filmstudios angefertigter 15-Minüter. Szenen von "Terminator" waren digitalisiert worden und ließen einen wirklich im Sessel zurückweichen. Da flogen den Zusehern Pistolenkugeln um die Ohren, metallische Spinnen griffen mit ihren langen Beinen nach einem und der Terminator stand plötzlich statt auf der Filmwand direkt vor uns. Furchterregend!
Mittlerweile greifen auch in Österreich Filmfreunde immer häufiger zur kultigen 3D-Brille. Die digitale Umrüstung ist in den großen
Kinos bereits abgeschlossen. Die Filmindustrie lobt die dreidimensionale Technologie als Nonplusultra und Hollywood möchte bis 2012 alle sechs Wochen einen Blockbuster im neuen Format herausbringen. Schon im Sommer kommt "Ice Age 3" komplett in 3D zu uns. Dann wird dem Kinogeher wieder die schicke Brille ausgehändigt - gratis. Allerdings ist die Eintrittskarte für solche Filme etwas teurer.
Aber man erwartet sich auch einen Quantensprung für das Filmtheater. Spätestens mit "Avatar", einem Sciencefiction-Projekt. Das Drehbuch hat James Cameron schon vor über zehn Jahren geschrieben, doch erst jetzt ist die Technologie weit genug entwickelt, um die Vision auf die Leinwand bringen zu können. Die Aufnahmen mit den Schauspielern erfolgten in Neuseeland im Studio, wo die Figuren mit Hilfe neuer digitaler Techniken in die fotorealistischen 3D-Bilder übertragen wurden.
Für den Produzenten John Landau, der mit Cameron schon "Titanic" produziert hat, gibt es kein Filmerlebnis, das intensiver ist als 3D. Bei "Titanic" sollten die visuellen Effekte den Zuschauern das Gefühl vermitteln, hautnah dabei zu sein. "Bei "Avatar" wird die Technologie eingesetzt, um das Kinopublikum in
eine andere Welt zu katapultieren", meint Landau. 3D werde für das Kino denselben Effekt haben wie einst der Stereo-Sound für die Audio-Industrie.
Das 3D-Erlebnis wird jedoch nicht nur Kinobesuchern vorbehalten bleiben. Elektronik-Hersteller scharren bereits in den Startlöchern, um den Konsumenten künftig auch digitale 3D-fähige Endgeräte wie Fernseher, Computer oder Handys zu verkaufen. Zu diesem Zweck wird an der Entwicklung mobiler Endgeräte gearbeitet, die ganz ohne Spezialbrille stereoskopische 3D-Bilder liefern.
Einige Kinobetreiber sind jedoch skeptisch: Ihnen stellt sich die Frage, ob ein ganzer Film mit dieser Technik den Zuseher nicht überfordert. Man wird sehen - spätestens am 17. Dezember 2009 bei "Avatar" weiß man ob Quantensprung oder Strohfeuer.
Nora Kanzler
Aufmerksame Leser dieser Rubrik haben letzte Woche den Webtipp für www.blinkx.com hier entdeckt. Das Videoportal könnte eine ähnliche Erfolgsgeschichte werden wie Google oder Youtube. Denn während Youtube "nur" seine eigenen Videos auf Datenbanken speichert, zeigt Blinkx an, wo im ganzen Internet Videos zu finden sind.
Obwohl hierzulande bisher wenig bekannt, hat sich Blinkx
mittlerweile zu einem der führenden Anbieter auf dem Gebiet hochgearbeitet. Und setzt auf DEN Wachstumssektor im Word Wide Web: Schließlich machen Webvideos mittlerweile rund 90 Prozent des Internetverkehrs aus. Inzwischen beantwortet Blinkx sieben Millionen Suchanfragen täglich und verzeichnet pro Monat etwa 70 Millionen Besucher.
Doch was macht dieses Portal trotz seiner Winzigkeit (im Vergleich zu Google) so besonders? Während Google im "alten" Text-Web groß geworden ist und seine Suchtechnik nun an das entstehende Video-Web anpassen muss, ist Blinkx mit der Bilderkennung groß geworden. Im Mittelpunkt seiner Suchtechnik steht der Abgleich von Mustern, der Vorgängen im menschlichen Gehirn nachempfunden ist. Und unser Gehirn funktioniert offenbar auch im Internet hervorragend, denn damit kommt Blinkx zu präziseren Suchergebnissen und das ist entscheidend, um Werbung genauer zu platzieren als andere.
Taucht im Video zum Beispiel der Eiffelturm auf, ist Blinkx in der Lage, eine Anzeige oder einen Link zu einem Pariser Hotel in der Nähe der berühmten Sehenswürdigkeit dazu zu stellen. Während Google also damit in Verruf geraten ist, User-Daten zu keilen, um individualisierte Werbung anbieten zu können, kommt Blinkx mit seiner neuen Technik ganz ohne Datenschutzübertretungen aus. Und verdient trotzdem Geld damit ...
Nora Kanzler
Jetzt war zwei Jahre lang Ruhe im trauten Heim. Die alte xBox stand erst ein Jahr lang ungenutzt in der Ecke und wurde dann ihrer Bestimmung übergeben: an einen anderen Spielefreund bei eBay.
Ein weiteres Jahr keinerlei Ambitionen ... Bis zu jenem Abend, wo wir bei Freunden eingeladen waren und schon ein tiefes Brummen von Motoren im Vorhaus ankündigen sollte, was uns erwartete.
Kein Abend mit netten Gesprächen, keine Begrüßung durch den Gastgeber. Dieser brauchte nämlich all seine Konzentration, um seinen Boliden auf der Straße zu halten. Dazu bediente er sich eines Lenkrades und Pedalen, die auf einem Tisch mitten im Wohnzimmer montiert waren. Umzäunt von Kabeln, die man tunlichst nicht zwischen die Beine bekommen sollte - umso weniger, da sie vor dem Riieesenbildschirm hingen, auf dem die Rennstrecke zu absolvieren war. Nun übertrafen einander also die männlichen Gäste an der Playstation - stundenlang und unter ohrenbetäubender Geräuschkulisse.
Kein Problem, das Kind im Manne muss schließlich auch manchmal raus und man geht ohnehin wieder nach Hause, wo es herrlich ruhig und völlig motorenfrei ist. Wäre da nicht dieser kleine Funke übergesprungen ... Das Kind in meiner "besseren Hälfte" war nicht mehr ganz unterzukriegen - und schwups! steht bereits seit zwei Tagen wieder eine xBox bei uns im Wohnzimmer. Motorengeheul, Fußballkommentare und leuchtende Kinderaugen inklusive. ![]()
Also heißt es wieder einmal durchtauchen. Die Erfahrung zeigt: Auch Kinder werden irgendwann zu Männern und bleiben es auch - bis auf ein paar kleine Auszeiten, die man ihnen durchaus gönnen kann.
Nora Kanzler
"Sind Sie glücklich? Leben Sie ein ausgefülltes, sorgenfreies Leben? Wie langweilig! Was Ihnen fehlt, sind Kontraste. Sie brauchen dringend Probleme zum Lösen." So begrüßt die Webseite von www.needaproblem.com seine Besucher. Und auch mit Schopenhauer können die drei Berner Web- und Marketingspezialisten aus Bern aufwarten, um Menschen davon zu überzeugen, es einfach mal umgekehrt zu machen: Nicht dafür zu bezahlen, dass einem jemand ein Problem löst, sondern dafür, dass man selbst ein Problem lösen "darf".

„Der grösste Feind des Glücks ist - neben dem Schmerz - die Langeweile.“
Arthur Schopenhauer
Das ganze Konzept könnte man eigentlich mittlerweile als "antizyklisch" bezeichnen, da ja genug Menschen in Anbetracht der Wirtschaftskrise ohnehin kein sorgenfreies Leben mehr haben. Aber es wurden schon viele hundert Probleme verkauft - fast alle Kunden sind gebildet und gut verdienend und kaufen sich auf diese Art offenbar von ihrer Langeweile frei. Man zahlt einen, fünf, 50, 500 oder gar 5.000 Euro und bekommt dafür eine Aufgabe gestellt, die immer schwerer wird, je mehr man dafür bezahlt hat. Und einen Eintrag in der "Hall of Fame" der Seite. Leider wird aber nirgends verraten, woran die Kunden so erfolgreich geknofelt haben.
Einige der gestellten Aufgaben sind zum Beispiel die Ursache der
Löcher im Käse zu ergründen, ein achtzeiliges Gedicht zu schreiben oder - für Fortgeschrittene und Mehrzahler - eine Kontaktperson im brasilianischen Regenwald zu finden. Falls jemand damit gar nichts anfangen kann, gibt es immerhin die Möglichkeit, einem Freund ein Problem zu schenken - oder vielleicht doch eher einem unliebsamen Zeitgenossen? Wenn Sie jemanden kennen, dem es Ihrer Meinung nach viel zu gut geht, investieren sie doch einen kleinen Betrag in ein Problem ...
Nora Kanzler
Gerade wurde wieder ein Fall bekannt, wo eine Salzburgerin
aufgrund eines Internetbetruges um unglaubliche 350.000 Euro erleichtert worden ist. Die Geschäftsfrau hat ein Erbschaftsversprechen, das per Mail an sie herangetragen wurde, für bare Münze genommen und den Betrag an unbekannte Kriminelle überwiesen.
Man sollte meinen, es sei mittlerweile bekannt, dass solche Massenmails weltweit zu Tausenden verschickt werden. Trotzdem wird die Polizei nicht müde, zu warnen, derartige Mails sofort zu löschen.
Es schreckt offenbar auch nicht ab, dass die Texte oft derartig
holprig verfasst sind, dass sie allein dadurch Skepsis beim Empfänger auslösen müssten. So beginnt zum Beispiel das Betrügermail der Salzburgerin mit dem Satz „Trauriges morgens empfing ich nicht Ihre Antwort.“ Dann wird beschrieben, dass ein verstorbener Kunde eines sogenannten „Finanzhauses in den Niederlanden“ ein Konto mit sechs Millionen Dollar hinterlassen habe, aber keine Erben da seien.
„Wegen unseren Finanzhaus vorschriften kann nur ein Ausländer als nächster Verwandten stehen und deshalb wollte ich Sie kontaktieren, um mit Ihnen zusammen zu arbeiten … Was ich von Ihnen verlange ist als nächster Verwandter des Verstorbenen zu stehen…“ Sollte das nicht stutzig machen? Die Salzburgerin finanzierte für den versprochenen 40 Prozent-Anteil der Erbschaft die angeblichen Anwaltskosten, Steuern und Spesen vor … und sah nie mehr einen Cent ihres Geldes.
Doch sie ist nicht die einzige, die auf so ein Spam-Mail
hereingefallen ist. Auch eine Amerikanerin schickte Internet-Betrügern mit einer ähnlichen Masche 400.000 Dollar an weltweit verstreute Konten. Einige wenige werden also arm im Internet … aber Spammer werden reich.
Denn US-Wissenschafter haben errechnet, dass der illegale Versand von gefälschten Nachrichten ein Millionengeschäft ist. Demnach arbeiten Spammer auch dann profitabel, wenn nur wenige Leute auf ihre Nachrichten herein fallen. Selbst wenn nur eines von 12,5 Millionen verschickten Mails erfolgreich ist, kann ein großes Spam-Netzwerk jährlich mehrere Millionen Dollar einbringen. Zumindest solange immer noch jemand darauf hineinfällt …
Nora Kanzler
Wer jemals einen Medizinstudenten bei seinen ersten großen Prüfungen begleitet hat, kann ein Lied davon
singen: Je mehr man sich mit Krankheiten beschäftigt, desto kranker fühlt man sich. Jedes noch so kleine Symptom kann schließlich ein erstes Anzeichen für eine schwere Krankheit sein. Die durch das Internet nun jedem zugänglichen Informationen ließen die Zahl der eingebildeten Kranken in den letzten Jahren eklatant ansteigen. Wer schon zur Hypochondrie neigt, erhält im Handumdrehen passende Belege für seinen Krankheitsverdacht: Bauchschmerzen deuten dann auf ein Magengeschwür hin, und ein Kribbeln in den Fingern wird zum ersten Anzeichen von Multipler Sklerose.
User "grauni04" bringt das Thema in einem Forum flapsig auf den Punkt: "ich mein, x hat starken husten und fieber und haut diese symptome bei google rein und 50 sek. später hat er die diagnose auf lungenkrebs im endstadium ... ist das noch normal? dass keiner mehr zum arzt geht und so viele auf diese "internet-ärzte" alias foren-user hören???"
US-Forscher haben für dieses Phänomen
schon ein neues Fachwort erfunden: die „Cyberchondrie“. Seinen Studien zufolge ist der Hypochonder von heute meist ein „Cyberchonder“. Betroffene tun nichts anderes mehr, als im Internet ihre Symptome zu prüfen. So leidet nach Angeben der Weltgesundheitsorganisation leidet bereits jeder 14. Deutsche heute schon unter solchen Krankheitsängsten.
Auch Microsoft-Forscher haben untersucht, wie die Suche nach medizinischen Informationen im Web unbegründete Ängste auslösen kann. Hier wird nämlich die Wirkung nicht zuletzt dadurch verstärkt, dass sich Angaben zu seltenen, ernsten Krankheiten viel häufiger finden, als es ihrem Auftreten in der Realität eigentlich entsprechen würde.
In Gesundheitsforen beraten häufig überhaupt Laien Laien unter
dem Motto "ich will dir ja keine Angst machen, aber ..." Seriöse Online-Anbieter bemühen sich hingegen, mit dem sensiblen Thema Gesundheit verantwortungsbewusster umzugehen. So weist zum Beispiel die Online-Enzyklopädie Wikipedia in Artikeln zu medizinischen Themen darauf hin, dass Betroffene die Wiki-Informationen niemals als alleinige Quelle für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwenden sollten und rät dazu, bei Beschwerden - was wohl? ... natürlich einen Arzt oder Apotheker zu fragen.
Nora Kanzler
Ich bin ja nur ein sporadischer Konsument von MTV. Obwohl großer Musikfan, bleibe ich bei diesem Sender nur manchmal beim Durchzappen hängen oder werfe im Vorbeigehen im Fitnessstudio einen Blick darauf. Dabei ist der deutliche Eindruck entstanden, dass hier immer weniger das ureigenste Programm im Vordergrund steht: nämlich die Musik.
Und vor kurzem dann die offizielle Bestätigung: Der Sender gab bekannt, dass aufgrund von drastischen Einsparungen im redaktionellen Bereich „Urban“ und „Rockzone“ in unmoderierte Clipsendungen umgewandelt werden. Weitere Sendungen wurden ganz gestrichen oder auf einmal die Woche reduziert. Und die zugegebenermaßen witzigen Formate wie "Pimp my ride" oder "Jackass" werden immer stärker von sinnlosen (gespielten) US-Datingshows abgelöst, die man billig vom Mutterkonzern erhält.
Selbst WENN es dann doch um die Musik gehen soll – wie bei den
einst legendären MTV Awards - stehen hier nur noch die Eskapaden der Popstars im Vordergrund. Natürlich helfen die MTV Awards mit, Musik zu verkaufen, aber wegen der stark zurückgehenden Zuschauerzahlen wird die Show mit einem deutlich geringeren Budget produziert. Das führt dann zu so traurigen Höhepunkten wie dem taumeligen Britney Spears Comeback-Versuch im Jahr 2007.
Kein Wunder, dass viele mit den Schultern zucken und einfach auf YouTube oder MySpaceTV ausweichen. Warum MTV schauen,
wenn im Internet ohnehin jederzeit jedes Video verfügbar ist? Mit spezieller Software kann man sich die Musik aus diesen Videos sogar ganz legal auf seinen PC laden. Wird es MTV bald so gehen, wie der guten alten Videokassette? Dass die neueste Musik aus London im eigenen Wohnzimmer lief, garantierte einst diese Kombination aus MTV und Videorekorder. Heute sind beide Schnee von gestern …
Nora Kanzler
Wer kennt das nicht? Das Handy läutet. Blick aufs Display. Nummer
unterdrückt. Hm, abheben? Eigentlich will man gerade nicht gestört werden, aber die Neugier ist stärker. Am anderen Ende der Leitung eine mehr oder weniger freundliche Stimme, die ungebeten Kontakt aufnimmt und etwas von einem will: Sie gehört einem Call-Center-Agent.
Was tun? Gleich abwürgen? Der arme Mensch am Ende der Leitung will ja auch nur seinen Job machen. Also kurz reinhören, was es diesmal ist - vielleicht nur eine Umfrage, die man schnell beantwortet hat. Gewinnspiel? Lose kaufen? Oder andere Produkte? Da werd ich schnell ungeduldig und mit mir vermutlich Tausende andere.
Aber bei vielen Menschen muss das System funktionieren, denn es steckt unglaublich viel Geld im Telefonverkauf und er wird auch in Österreich immer häufiger. In Deutschland haben diese Anrufe überhand genommen und es gab immer mehr Beschwerden wegen unseriöser Praktiken. Daher gelten in unserem Nachbarland seit Jahresbeginn schärfere gesetzliche Regelungen. Die Rufnummer des Anrufers muss seit Jänner angezeigt werden, sonst drohen hohe Bußgelder.
Telefonverkäufer müssen den Kunden auch darüber aufklären, dass
er ein 14-tägiges Rücktrittsrecht vom Vertrag hat. Das ändert aber noch immer nichts daran, dass sich viele Menschen schon von den Anrufen an sich gestört fühlen. In der Schweiz gibt es zwar eine Liste, auf die man sich eintragen lassen kann, wenn man diese Verkaufsanrufe nicht wünscht. Aber kann es Aufgabe des Kunden sein, selbst aktiv zu werden, wenn man seine Ruhe haben möchte? Auch Argumente wie: Man muss ja nicht ans Telefon gehen, wenn man nicht gestört werden will, führen in eine Grundsatzdiskussion. Schließlich gibt es ja kein rotes Lämpchen am Telefon, das sagt "ich bin ein Marketinganruf" und kein Notfall.
Lösungsansatz der Call-Center-Betreiber: Ein Ehrenkodex könnte
dazu führen, dass die Branche einen besseren Ruf genießt. Der Telefonverkäufer solle zum Beispiel ein "Nein" sofort akzeptieren. Das unterschreibe ich sofort. Und die schlechten Arbeitsbedingungen der Call-Center-Mitarbeiter sollten verbessert werden, denn bessere Arbeitsbedingungen würden auch die Qualität der Anrufe fördern. Ganz ehrlich: Bessere Arbeitsbedingungen für die Telefonisten wären natürlich wichtig, aber es liegt garantiert nicht an ihrer Qualität, dass ich auf solche ungebetenen Anrufe auch in Zukunft gern verzichten kann.
Nora Kanzler
In den USA wird zurzeit eine 42-jährige New Yorkerin durch Talkshows und Medienberichte gereicht, weil sie auf der Suche nach einem Ehemannn ist. Gut, das allein wäre nicht unbedingt ungewöhnlich. Amy Borkowsky möchte ihren Traummann allerdings via Werbespot finden und der soll ausgerechnet am wichtigsten Werbetag der USA ausgestrahlt werden: bei der Superbowl. Die Verzweiflung muss groß sein, denn 30 Sekunden während des Football-Großereignisses kosten immerhin drei Millionen Dollar.

Grundsätzlich nicht so dumm, wenn man die Zahlen anschaut: Bei dem Sportspektakel schalten 85 Prozent aller US-Haushalte ein, davon sind mehr als 60 Millionen Männer im Alter von 18 bis 50. Rein statistisch müsste Mr. Right also dabei sein ...
Also woher die drei Millionen nehmen, wenn nicht stehlen? Zum
Glück ist Amy im echten Leben PR-Managerin (die zufällig auch gleich ihr Buch verkaufen will) und hat eine Lösung parat: Sie hat eine Webseite eingerichtet, über die sie Sponsoren für ihr Unterfangen sucht. Allerdings ist zwar das Medieninteresse für die Idee groß, aber die Spenden trudeln eher schleppend herein. Bisher sind auf ihrer Seite 5.655 Dollar eingegangen - noch ein großer Sprung bis zum Werbespot, der dann auch noch von NBC zur Ausstrahlung angenommen werden muss. Denn am Tag der Superbowl kann sich der Sender aussuchen, was er senden will.
In weniger als einem Monat wird die Brünette das Geld wohl nicht mehr zusammen bekommen, es sei denn es springt noch ein Großsponsor ein, der vielleicht seinerseits bei der Superbowl werben will. Doch Amy will nicht aufgeben - warum auch? Schließlich ist ein positiver Nebeneffekt ihrer aufwendigen Medienkampagne, dass ihr bereits viele Männer geschrieben haben und ihre Auswahl schon beachtlich sei. Und die bisherigen Spenden werden für einen guten Zweck verwendet, sollte der Werbespot nicht gedreht werden. Also Ende gut, alles gut, oder?
Nora Kanzler
Die Post ist derzeit in aller Munde.
In unser westlichstes Nachbarland schaut bei den Problemen des heimischen Betriebs natürlich niemand. Dabei ist das, was die Schweizerische Post gerade plant, recht brisant. Das Internet-Postfach soll den Briefkasten vor der Haustür künftig ersetzen. Klingt praktisch, hat aber einen Haken: das Briefgeheimnis. Denn um den Menschen ihre Post (die ja auf Papier ins Unternehmen flattert) via Computer zustellen zu können, müssen die Postler jede einzelne Sendung öffnen, scannen und in die digitalen Briefkästen verteilen.
Und so funktioniert's: Als Kunde bekommt man zuerst ein Bild des verschlossenen Briefes in den virtuellen Briefkasten zugestellt. Dann kann man entscheiden, ob man das Kuvert geöffnet und eingescannt haben will. Wenn der Inhalt einem zu privat oder heikel ist, kommt nach wie vor der Briefträger persönlich. Vorteil: Man kann seine Post von jedem Ort der Welt aus ansehen, egal ob man gerade auf Geschäftsreise oder Urlaub ist.
In den USA gibt es das Modell schon: In Zusammenarbeit mit
dem Unternehmen Earth Class Mail aus Seattle haben sich bereits Zehntausende Firmen und Privatpersonen einen digitalen Briefksten einrichten lassen. Dort landet jetzt alles, was sonst der Briefträger bringt: Postkarten, Werbesendungen, Rechnungen, aber auch Bankbelege und sogar Liebesbriefe. Earth Class Mail stellt zurzeit monatlich 250.000 Briefe elektronisch zu. Und nun wollen die Amerikaner ihre Technologie international verkaufen.
Zukunftsmusik auch in Österreich? Schließlich will die Post ja sparen und langfristig könnte man mit dieser Methode bei der Haustür-Zustellung sparen. Der Brief-Konkurrent E-Mail hat ja in den letzten zehn Jahren schon zu massiven Einbrüchen bei der Post geführt. Der digitale Briefkasten wäre nur ein weiterer logischer Schritt in diese Richtung. Allerdings war die Post-Zustellung bisher für jeden gratis. Für das Einrichten eines Online-Postfaches fallen dann aber umgerechnet einmalig 20 Euro an. Und dann noch monatliche Kosten von bis zu 40 Euro - je nach Postaufkommen.
Ob das neue Service daher in Anbetracht der Kosten und des möglichen Eingriffs in die Privatsphäre als Alternative für viele tatsächlich in Frage kommt, wird sich weisen.
Nora Kanzler
Barack Obama hat die US-Wahlen gewonnen - und viele munkeln,
dass das Internet nicht gerade eine kleine Rolle dabei gespielt hat. Denn kein Politiker vor ihm hat es so glänzend verstanden, sich über die große Web-Gemeinde Unterstützer zu suchen und spezielle Zielgruppen anzusprechen. Die Altersgruppe der 18 - 29-jährigen Amerikaner nutzt zum Beispiel mittlerweile das Internet an erster Stelle für politische Informationen. Facebook leistete sich daher auch wie alle großen Webmarken von Yahoo bis zu YouTube eine eigene US-Wahl-Nachrichtenseite. Die eigentlichen News darauf kamen zwar von ABC, aber wichtiger war für die User, zu diskutieren und Gleichgesinnte zu finden.
"MySpace politics" nannte ein US-Magazin Obamas Kampagne und sah einen deutlichen Zusammenhang mit Silicon Valley. Bei
den Gründern von Google, YouTube und Facebook war der Präsidentenkandidat von Anfang an besonders gut angekommen. Seine vermeintlichen Nachteile kannten sie alle aus eigener Erfahrung: jung, unerfahren, mehr Ideen als Geld. Also spendeten sie nicht nur Geld, sondern auch Know-how. Eine Million Menschen hatte sich schließlich auf Obamas Webseite registrieren lassen, in seinem Facebook-Profil hatte er ebenso über eine Million Unterstützer.
Die neuen Medien wurden auch bestens vernetzt eingesetzt.
Bei seinen Stadionauftritten rief Barack die Leute dazu auf, ihre Handys hochzuhalten und fünf Ziffern einzugeben - schon wurden ihre Telefonnummern an die Obama-Zentrale übermittelt und in die riesige Datenbank eingespeichert, die wiederum auf der Obama-Webseite für eingetragene User abrufbar war. Jeder konnte dann mögliche Wähler durchtelefonieren und um deren Unterstützung für den neuen Präsidenten buhlen.
Darüber hinaus bekamen Fans mehrmals die Woche E-Mails von Obama. Und zwar nicht irgendwie, sondern höchst persönlich formuliert. Man erfuhr "exklusiv", was Barack Stunden später im Fernsehen verkündete, bekam Videos der letzten inspirierenden Auftritte gemailt und konnte lesen, was die gegnerische Partei gerade an Unwahrheiten verbreitet hatte. Oder es begann mit "Zusammen können wir Geschichte schreiben" - wer konnte das schon bisher von sich behaupten? Und immer endeten diese Mitteilungen mit einem "Thank You" und "Barack". Man kennt einander schließlich ... Und wer trotzdem Angst hatte, eine Botschaft zu versäumen, der konnte unter der Nummer 62262 (O-B-A-M-A) zusätzliche SMS-Updates abonnieren.
Das waren natürlich alles nur kleine Stückchen eines großen Wahlkampfes und Social Networks entscheiden auch im gut vernetzten Amerika NOCH keine Wahlen. Aber Obamas Fans hoffen schon, dass ihr neuer Präsident nun auch im Weißen Haus weniger Zeit mit Lobbyisten verbringen muss, sondern im neuen Stil über Internet-Plattformen dem Kongress Druck machen kann.
Nora Kanzler
Gerade erst hat der Skype-Präsident Zensur und andere Verstöße
gegen die Privatsphäre seiner User in China einräumen müssen. Das Unternehmen, mit dessen Programm man gratis über Internet telefonieren und auch chatten kann, musste eingestehen, dass es nicht wusste, dass sein Partnerunternehmen in China Mitteilungen mit vermeintlich heiklen politischen Inhalten auf Servern speichert.
Und nicht nur das: Chinas Zensurbehörde hat Zugang zu diesen Inhalten und kann im Ernstfall herausfinden, wer im privaten Gespräch Regimefeindliches von sich gibt. Diese Vorgangsweise ist in China ja nicht neu, aber durch die weltweite Verbreitung von Skype könnten da theoretisch auch Menschen zum Handkuss kommen, die mit Chinas Politik eigentlich nichts am Hut haben.
Was trifft es mich?, wird sich der geneigte Leser nun vielleicht
fragen. Nun ja, MICH könnte es treffen. Ich habe einen Bekannten, der in China lebt - auch zur Zeit der olympischen Spiele war er schon dort. Und natürlich haben wir uns aus diesem Anlass via Skype auch über die Zensur und andere kolportierte Übergriffe von Chinas Behörden unterhalten. Nun höre ich, dass Begriffe wie "kommunistische Partei" und "Tibet" gefiltert wurden. Soweit so ungefährlich ... Die habe ich sicher nicht erwähnt. Das Wort "Demokratie" allerdings schon viel eher. Auch dieser Begriff ist nämlich ein gefährliches Wort für Chinas Regierung.
Skype musste sich wie alle Kommunikationsdienstleister in China verpflichten, sich an die staatlichen Regeln zu halten und Wörter, die
Chinas Behörden als "anstößig" betrachten, zu überwachen und zu blocken. Nun musste man eingestehen, dass auch Skype-Nutzer aus anderen Ländern dieser Kontrolle zum Opfer gefallen sind. Aber nur, - und nun zeigt sich wieder, dass es sich auszahlt, das Kleingedruckte zu lesen - wenn sie die chinesische Skype-Version auf ihrem Rechner haben oder mit einem der rund 70 Millionen Nutzer der TOM-Skype genannten Version kommunizieren.
Die Standard-Software von Skype ist laut Skype-Präsident nämlich "absolut sicher und privat". Da frage ich mich nur noch: Warum hat IRGENDJEMAND in China noch die TOM-Software auf seinem Rechner, wenn es so leicht wäre, der Zensur zu entkommen?
Nora Kanzler
Werner Faymann lässt bei Facebook ausrichten, dass er "gerade
mit Onkel Hans diniere, um einen würdigen Vizekanzlerkandidaten auszuwählen". Und wenig überraschend: Zu seinen Online-Freunden innerhalb der Community zählt ein "Hans Dichand". Dieser wiederum sinniert darüber, ob ihm nicht "ein Kuckuck ins Nesterl gelegt wurde". Viele Benutzer des Online-Netzwerkes haben die beiden freudig als Freunde aufgenommen und kommunizieren fleißig mit den - vermeintlichen - Promis.
Denn die beiden Profile sind Fake - ebenso wie eines von Jörg Haider und vielen Politikern aus anderen Staaten. Wer hinter den österreichischen Polit-Profilen steckt, ist nicht bekannt. Wohl aber, wie Facebook in anderen Fällen mit solchen "falschen Promis" verfuhr. Profile wurden bisher gelöscht und die Urheber verwarnt, da sie die Glaubwürdigkeit der sozialen Netzwerke untergraben und das Etablieren neuer Geschäftsmodelle erschweren würden.
Diese Problematik blieb auch den Gründern von Myspace nicht
verborgen. Die Webseite entschied sich aber für einen deutlich laxeren Umgang mit den Online-Identitäten seiner Nutzer. Wer sich bei Myspace registriert, kann für sein Profil jeden beliebigen Namen wählen. So finden sich heute bei Myspace ein paar Tausend Götter, 40 Nutzer mit dem Namen Deutschland und sogar eine Handvoll Weltregierungen.
Myspace schreitet nur gegen Profilfälscher ein, wenn es dazu von einem echten Promi aufgefordert wird. Die falschen Promis scheinen der Plattform jedoch nicht zu schaden: Myspace gilt mit 38 Milliarden Seitenabrufen pro Monat als populärste Webseite des Internets. Den Betreibern bringen die gefälschten Profile also etwas: Klicks. Wie sich die im Fall der österreichischen Promis, wenig schmeichelhaften Einträge umgekehrt auf die Betroffenen auswirken, sei dahingestellt. Zumindest haben sie vermutlich noch nie in so kurzer Zeit so viele "Freunde" gefunden ...
Nora Kanzler
In Zeiten wie diesen, wo alle Welt vor einer Geldentwertung zittert
und so mancher sich überlegt, sein Erspartes zu einer Goldreserve zu machen, habe ich einen besseren Tipp: Kaufen Sie sich eine Immobilie. Egal, ob ein unbebautes Grundstück oder ein Haus - diese Investition überdauert alle Zeiten. Und es ist egal, ob die Zinsen weiter sinken oder nicht, denn sie brauchen nichtmal einen Kredit. Meine Empfehlung kostet nämlich nur 9,95 Euro.

Ich habe meinen Traum schon wahr gemacht und mir ein 2.500 Quadratmeter großes Grundstück gekauft. Und das Praktische: Das dazugehörige Hotel ist gut in Schuss und wird mir keine Kosten verursachen. Allerdings auch keine Gewinne abwerfen - es sei denn, die Community von www.whatsyourplace.at kürt mein neues Reich zu ihrem Lieblingsort. Auf diesem neuen Internet-Portal können nämlich Mitglieder jeden Ort der Welt symbolisch besitzen. Der Landbesitz ist zeitlich unbegrenzt und die Mitgliedschaft kostenlos.
Charmant ist die notarielle Grundbucheintragung, die sogar auf

Leinen angeboten wird, um das echte Heim zu zieren. Sein virtuell erworbenes Grundstück kann man dann mit Fotos und Beschreibungen aufhübschen und sich darüber freuen, wenn die ersten Touristen vorbei kommen. Auf meiner spanischen Insel nicht so schwierig - ewiger Sommer, Sonne und Meer mag man eben.
Auch österreichische Orte sind seit kurzem zu erwerben. Wer also sein eigenes Haus zur Sicherheit auch virtuell sichern will, kann das nun tun. Prominentere Plätze wie das Schloss Velden, die Staatsoper oder das Wiener Museumsquartier sind bereits verkauft. Kurios: Wilfried Auerbach hat es mit seiner Partei "Rettet Österreich" zwar nicht in den Nationalrat geschafft - dafür hat er sich gleich das ganze Parlament im Internet gekauft.
Nora Kanzler
(zu besuchen im Lanzarote Park)
Nun ist es schon einen Monat her, dass Google seinen eigenen Browser "Chrome" auf den Markt geworfen hat und die Wogen der
Aufregung sind einigermaßen verebbt. Was wurde nicht alles spekuliert ... Natürlich stieß den Gegnern vor allem die Datensammelei, die Google schon seit langem vorgeworfen wird, einmal mehr auf. Um dem zu begegnen, hat Google eine Datenschutzbestimmung erlassen, in der steht, dass beim Besuch der Google-Seite Cookies gesetzt werden. Das ist soweit wenig überraschend.
Wohl aber die Tatsache, dass sich Chrome auch Cookies von Google holt, wenn man dort gar keine Seiten abruft. Diese Cookies werden dann zusammen mit anderen Daten wie zum Beispiel den eingetippten Adressen immer wieder an Google übertragen. Auch installiert Google seinen Browser nicht wie üblich im dafür vorgesehen Verzeichnis von Windows, sondern an einer Stelle, an der normalerweise Daten abgelegt werden. Das lässt natürlich Raum für Spekulationen.
Zusätzlich wurde Kritik laut, dass sich durch das neuerlich erweiterte Geschäftsfeld nun die Gewichte im Internet noch weiter zugunsten
Google verschieben könnten. Schließlich ist der Konzern die dominierende Kraft bei der Werbung im Internet und bietet zahlreiche Programme und Dienste von E-Mail über Office-Anwendungen bis zum virtuellen Globus mit "Google Earth" an. Chrome ist nun das perfekte Vehikel für Googles Anwendungen. Der Browser integriert die kostenlosen Anwendungen und mittels "Google Gears" laufen diese dann auch offline am PC und Google könnte in eine weitere Domäne Microsofts eindringen.
Natürlich besteht bei den Usern Bedarf nach einem Programm, das stabiler und schneller läuft als der Internet Explorer. Und da beim
neuen IE8 möglicherweise die neue Datenschutzfunktion "InPrivate-Browsing" Google das Geschäft mit kontextbezogener Werbung erschweren könnte, sah man offenbar Handlungsbedarf, selbst ein Produkt auf den Markt zu bringen. Doch bevor den Usern ernsthafte Gefahr droht, muss Chrome erstmal bedeutende Anteile am Webbrowsermarkt erobern - und die 70 Prozent, die Microsoft im Moment weltweit noch inne hat, werden nicht so leicht zu knacken sein.
Nora Kanzler
Die Frage, ob es schwule Fußballer gibt, scheint im Moment die
meisten Internetsurfer, die auf "Schwuugle" vorbeischauen, zu interessieren. Das mag nun daran liegen, dass das Publikum hier vorrangig homosexuell ist oder dass man sich von der neuen Suchmaschine erhofft, Einblicke in bisher eher unergründete Welten zu bekommen.
"Schwuugle" ist nämlich die erste deutsche Suchmaschine speziell für Schwule. So leitet sich auch der Name schon aus den Begriffen "schwul" und "Google" ab. Die Suchmaschine durchwühlt ausschließlich Internetseiten mit homosexuellen Inhalten und hat im Laufe eines Jahres mit seinem Redaktionsteam 11.000 deutschsprachige Domains und ca 1.250.000 einzelne Webseiten gesammelt.
Die Zielgruppe der etwas "anderen" Suchmaschine sucht ebenso wie Heteros am häufigsten nach "Sexbildern" - wenn auch mit dem Begriff "gay" versehen. Überraschend aber der Suchbegriff, der an
zweiter Stelle der beliebtesten Abfragen steht: schwule Fußballer. Will man wissen, ob es sie überhaupt gibt? Oder will man wissen, wer das sein könnte?
Jedenfalls ist dazu passend gleich ein Kicker auch der im August am häufigsten gesuchte Promi: Lukas Podolski. Aber vielleicht liegt es ja einfach am durchtrainierten Körper des
23-jährigen Nationalspielers. Auf Platz zwei folgt der bisher eher als Frauenschwarm bekannte Pro7-Moderator Stefan Gödde. Und erst an dritter Stelle endlich ein Mitglied der "Schwuugle"-Zielgruppe: Guido Westerwelle, homosexueller FDP-Politiker.
Bereits im Juni war Fußballer Christiano Ronaldo ganz vorn ben den häufigsten Suchbegriffen. Und im Juli belegte dann ER den ersten Platz der Suche: David Beckham. Er verzaubert offenbar auch Männer-Herzen. Oder will man sich einfach nur Styling-Tipps bei Becks holen?
Nora Kanzler
"Bücher sind erstaunlich: Sie sind die einzige Technologie, die 500 Jahre fast völlig unverändert überlebt haben," so Amazon-Gründer
Jeff Bezos. Daher startete wohl der Online-Buchhändler mit diesem Geschäftsfeld - und natürlich aufgrund der leichten Lager- und Versandmöglichkeiten. Doch natürlich arbeitet man auch bei Amazon beständig an neuen Geschäftsfeldern - schließlich will man seine Spitzenposition nicht verlieren. Nachdem man es erst mit Diversifikation versucht hat und auf CDs, Elektrogeräte und sogar Lebensmittel ausgebaut hat, geht es nun in Richtung Vertiefung des Sortiments.
In Amerika verkauft Amazon seit November 2007 exklusiv den "Kindle" - ein Gerät, mit man auf einem Display elektronische Texte
lesen kann. Und verkauft natürlich in seinem Online-Shop das "Ladematerial" dazu. Doch der Kindle geht über ein elektronisches Buch hinaus, er ist ein Gesamtsystem. Auf dem auch bei Sonnenlicht gut lesbaren Display werden die Texte dargestellt, mittels Minitastatur kann man blättern und sich Randnotizen machen. Wirklich neu ist aber, dass die Bücher über Mobilfunk geladen werden können. Der Preis für den Download ist dabei schon im Buchpreis enthalten.
Damit ist der Leser unabhängig von Zeit und Ort und kann überall sein gewünschtes Lesematerial nachladen. Dieser Service hat allerdings seinen Preis: So kostet ein Buch in etwa zehn Dollar, was angesichts der Tatsache, dass es "nur" in Form von Daten daherkommt, nicht ganz billig ist. Das ganze System erinnert stark an iTunes von Apple, wo CDs auch im Durchschnitt 10 Euro kosten, dafür bekommt man aber kein Booklet und hat nichts in der Hand. Und für Menschen, bei denen die Haptik einen Teil des sinnlichen Genusses ausmacht, ist das gewöhnungsbedürftig. Abgesehen davon, dass man nichts in sein Buch- oder CD-Regal stellen kann.
Nichtsdestotrotz hat Amazon vom Kindle angeblich schon über
200.000 Stück verkauft. Und nun dringt er von der virtuellen in die reale, um nicht zu sagen "alte" Welt vor. Man will das elektronische Buch nun nämlich auf der ehrwürdigen Frankfurter Buchmesse präsentieren. In einer Reihe mit seinen papierenen Gefährten ... mal sehen, wer den längeren Atem hat.
Nora Kanzler
Selbst gegen Großveranstaltungen resistente Menschenwie ich waren von der Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking beeindruckt. Das viel zitierte Vorurteil, Chinesen würden alles nur kopieren und selbst nichts zustande bringen, das Europäer gern herablassend vorbringen, sollte ein für allemal ausgeräumt werden - und das ist den Asiaten gelungen.
Was bei der großen Eröffnungsshow mit 15.000 Akteuren positiv
geglückt ist, schafft China übrigens auch als Negativbeispiel im Internet. Mit seiner "Great Firewall", dem ausgeklügelten Überwachungssystem, schlägt es alle Rekorde. Ein Spitzelapparat von 30.000 Internet-Polizisten überwacht das Netz in China und blockiert alle unerwünschten Begriffe.
400 bis 500 zensierte Wörter gibt es allein für das Massaker am Platz des Himmlischen Friedens in Peking. 50.000 von 200.000 Webseiten, die US-Forscher in einer Feldstudie in China getestet haben, waren gesperrt. Gibt man zum Beispiel Tibet oder Taiwan in eine Suchmaschine ein, erhält man die Fehlermeldung "Ihre Verbindung wurde unterbrochen". Andere Anfragen werden einfach auf regierungsfreundliche Seiten umgeleitet.
Auch Firmen wie Google oder Yahoo arbeiten mit der chinesischen
Regierung Hand in Hand. Sie halten sich an die Zensurvorschriften und limitieren ihr Angebot freiwillig. Sonst hätten sie nie in den chinesischen Markt vordringen können. Und nicht nur internationale Firmen profitieren vom Internet in China, auch China profitiert international von seiner Zensur. Zumindest munkeln Insider, dass diese hoch entwickelte Technik zur Filterung bereits in einige Länder mit Erfolg verkauft wurde.
Bleibt also nur zu hoffen, dass man von dem olympischen Spektakel lernt, dass manche Urteile einfach Vorurteile sind und andererseits nicht von jenen Errungenschaften lernt, die Demokratie und Meinungsfreiheit untergraben.
Nora Kanzler
Es gibt also wieder einen neuen Versuch, den Konkurrenzkampf mit Google aufzunehmen. Vermutlich wäre das Getöse in den Medien über den Start-up "Cuil" (sprich: Cool) nicht halb so groß, steckten hinter der neuen Suchmaschine nicht einige ehemalige Mitarbeiter des Suchmaschinen-Giganten Google. Und diese Marketing-Profis wissen natürlich wie man für sich wirbt.
Von 120 Milliarden indizierten Webseiten, denen "nur" 40 Milliarden bei Google gegenüber stehen, war die Rede. Und natürlich setzt
man auf das heikle Thema "Datenschutz" - Cookies der Suchenenden sollen bei "Cuil" nicht gespeichert und für Werbezwecke verwendet werden. Ein wunder Punkt, den Kritiker an Google immer wieder hervorhoben. Interessant für den User könnte das Thema "Relevanz" werden. Um bessere Ergebnisse liefern zu können, stellt man semantische Relationen zwischen Begriffen her. So fördert eine Suche nach dem Begriff "cars" auch gleich eine Liste von Autoherstellern und Autotypen zutage, ebenso wie "used cars", "new cars" und "rental cars" unter verschiedenen Menüpunkten zusammen gefasst werden.
Aber damit sind wir bereits bei einem für den deutschsprachigen Markt großen Manko angekommen: Die Suchergebnisse mögen ja durch ihre Magazinhaftigkeit mit Bildern schön präsentiert sein, aber
wer deutsche Begriffe oder Webseiten sucht, ist auf jeden Fall noch immer bei Google und seinen Mitkonkurrenten besser aufgehoben. Aber die modernere Darstellung wird nicht über die teilweise recht seltsamen Ergebnisse hinwegtäuschen können. Die Schreiberin dieser Zeilen machte jedenfalls das, was man immer bei einer neuen Suchmaschine versucht: Ich gab meinen Namen bei "Cuil" ein.
Und musste mich fragen: Hat Cuil einen besonderen Hang zu
Zweideutigem? Das Suchergebnis mit Verweisen gleich auf der ersten Seite zu "sexybabesweb" und "muscle adonis" verwundert dann doch ... Aber immerhin ist mein Ergebnis nicht ganz so schlimm wie bei Physiker Jonathan Grattage, der sich selbst "cuilte" und pornografische Fotos von Männern neben seinem Namen dargestellt fand.
Naja, die paar Kinderkrankheiten werden die Ex-Googler auch noch hinkriegen ... oder in ein paar Monaten wieder in der Versenkung verschwunden sein, wie so manche Such-Start-Ups vor ihnen.
Nora Kanzler
Jetzt, wo alle möglichen Abba-Ableger Kino und Musicalbühnen überrollen, hat man schon mal den einen oder anderen ihrer Songs im Ohr - sie setzen sich einfach gnadenlos fest. Wer aber seine alten Schweden-Hits wieder ausgraben möchte, könnte ernüchtert feststellen, dass diese noch auf Vinyl lagern und kein Plattenspieler weit und breit zu sehen ist. Natürlich: CDs nachkaufen, wäre eine Möglichkeit. Aber regelmäßige Leser dieses Blogs haben bestimmt schon festgestellt, dass der Trend hin zum digitalen Musikfile geht.
Keine Sorge, hier folgt nun keine Anleitung zum illegalen Musikdownload aus dem Internet. Ganz im Gegenteil: Wir reichen Ihnen exklusiv einen Tipp weiter, den die deutsche Polizei gerade in ihrer neuen Broschüre für "Rechtsfragen bei der Internetnutzung" empfohlen hat. Die deutschen Ordnungshüter wittern nämlich besonders bei den "Urheberrechten große Unkenntnis und meist auch kein Unrechtsbewusstsein" der Internetuser. So weit so gut ...
Möglicherweise fallen aber nun die Polizei-Tipps nicht unbedingt so
aus, wie es sich die Musikindustrie gewünscht hätte. Um rechtlichen Problemen zu entgehen, solle man nämlich einfach "Softwareprogramme nutzen, die das Aufzeichnen von Musikstücken aus Internetradios ermöglichen." Das ist ebenso legal, wie dereinst das gute alte Aufnehmen von Liedern auf Kassette aus dem Radio.
So genannte "Streamripper" durchstöbern Tausende von Webradios nach den gesuchten Songs und zeichnen sie auf. Der Nachteil bei den meisten dieser Programme: Wie früher beim Radiohören, muss man genau den Start eines Songs erwischen, um das Lied komplett aufnehmen zu können. Drückt man die Taste etwas später, fehlt ein Stück. Wer aber einfach nur die aktuelle Hitparade oder Songs einer gewissen Musikrichtung aufnehmen will, sucht sich aus einer Liste von Internetradios das richtige heraus und nimmt dann einfach das gesamte Programm oder spezielle Sendungen auf. Damit bekommt man sehr schnell - und legal - ein riesengroßes Musikarchiv zustande.
Eine kostenpflichtige Alternative wäre "Audials One". Das
Programm überwacht ständig über 15.000 Internetradios und nimmt daraus selbständig genau jene Lieder auf, die man zuvor gesucht hat. Je nach Anforderung kann man sich also überlegen, ob einem dieser Komfort die 50 Euro Einmalinvestition wert ist oder ob man lieber "Steamripper" & Co als kostenlose Alternative verwendet. Auf jeden Fall hat sich eines wieder bewahrheitet: Die Polizei ist und bleibt dein Freund und Helfer.
Nora Kanzler
Letzte Woche habe ich an dieser Stelle über unser neues Heimnetzwerk berichtet und einige Vorteile davon geschildert. Aber das letzte Argument, das endgültig den Anstoß für den Kauf des Qnap-Nas-Servers gab, war die Möglichkeit, ihn als Musikserver einzusetzen. Als Musikfan habe ich auf meinem PC mehrere Gigabyte Musik archiviert, die ich früher via Kabel zur Stereoanlage transferierte. Natürlich mittels banalem Cinch-Kabel und in eher weniger als mehr Klangqualität.
Aber immerhin: Mit Gästen hatte man damit als Gastgeber leichtes Spiel und musste nicht jede halbe Stunde den Tisch verlassen, um neue Musik nachzulegen. Playlist einmal erstellt, konnten die Musikstücke auch 30 Stunden durchgehend in feiner Abwechslung zur Untermalung eines gelungenen Abends beitragen. Dann kam Hightech-HiFi-Equipment in mein Wohnzimmer und damit das Ende des Cinch-Kabels.
Und nun gehts mit neuer Technologie quasi "back to the roots". Playlist erstellt, Musik spielt - stundenlang ... allerdings haben sich
Klangqualität und Übertragungsmodalität ein wenig geändert. Musikstücke werden im Flac-Format aufgezeichnet. Dieses Dateiformat ist zur verlustfreien Audiodatenkompression entwickelt worden und frei für jeden verfügbar - wie das Linux-Betriebssystem, mit dem der Server läuft. Flac kann man sich also vorstellen wie MP3, nur ohne Qualitätseinbuße und damit besser als die meisten CDs.
Die Lieder werden dann vom Musikserver mit einem speziellen Programm über den Router an einen Stream Player geschickt, der die Musik an die Boxen weitergibt, wie eine normale Stereoanlage.
Die Steuerung kann entweder über Fernbedienung oder über den PC selbst erfolgen. Natürlich klingt das jetzt ein wenig aufwendig, aber wer kein Netzwerkspezialist ist, kann den Stream Player auch direkt an den Computer hängen. Und Sparpotenzial bietet das System in mehrerlei Hinsicht: Man kann damit die Stereoanlage komplett weglassen und spart auch noch Platz im Wohnzimmer.
Nora Kanzler
Vista nervt!! Was ich mir lange verkniffen habe, muss an dieser
Stelle nun doch einmal festgestellt werden. Was hatte man nicht in den ersten Wochen der Neuinstallation zu kämpfen: Das Lieblings-Brennprogramm funktionierte nicht mehr, Kollegen ärgerten sich über iTunes, das plötzlich über ihre iPod-Bibliothek herfiel, weil es irgendwie nicht kompatibel war. Dabei war ich gar nicht Vista-Umsteiger der ersten Stunde, weil man ohnehin schon landauf-landab gewarnt wurde, dass das neue Betriebssystem noch einige Kinderkrankheiten hätte.
Aber gut, man findet neue Programm, neue Wege, Dinge wieder zum Laufen zu bringen. Auch, dass man trotz WLAN mehrere Computer nicht miteinander zum Kommunzieren brachte und das Notebook plötzlich nicht mehr auf den Netzwerkdrucker zugreifen konnte, was unter XP noch einwandfrei funktioniert hatte, löste man, indem man Dateien per Mail oder USB-Stick hin- und herreichte.
Zugegeben: Die Optik des "neuen" Betriebssystems ist wirklich gelungen. Allerdings wird jeder, der einmal an einem Apple saß, enttäuscht zur Kenntnis nehmen müssen, dass da andere schon früher drauf gekommen sind. Was bleibt, sind nervige Administrator-Fragen, wenn man Dateien verschieben oder einfach nur Verknüpfungen vom Desktop löschen will.
Natürlich kann man alles einstellen, aber Windows Vista ist nicht darauf eingerichtet, dass der "dümmste anzunehmende User" etwas einstellen will - es funktioniert ja eh von selbst. Also suche man sich im Zweifel dann doch durch 100e Untermenüs und rate, wo man Einstellungen für Anwendungen, die früher leicht zu ändern waren, finden könnte.
Aber seit letzter Woche ist es soweit: Wir haben unser Betriebssystem einfach umgangen. Es war zwar die Anschaffung eines Servers nötig, aber nun funktioniert alles. Alle Geräte haben Zugriff auf den Netzwerkdrucker, man kann Dateien einfach
herumschieben, man kann sogar aus dem Internet von überall her auf Daten zugreifen, die man daheim am Server liegen hat. Muss wohl daran liegen, dass auf dem Server Linux läuft.
Wir würden ja gerne ganz umsteigen, aber nachdem man sich jahrelang in die Windows-Logik eingedacht hat, ist man halt nicht so schnell bereit, dieses ganze Wissen wieder über den Haufen zu werfen. Linux ist so nett und lässt uns zumindest ein bisschen teilhaben - und damit können wir auch leichter akzeptieren, wenn Windows wieder mal fragt "Sind Sie sicher, dass Sie ..."
Nora Kanzler
Für Fans von Musik und Internetphänomenen lohnt sich der Blick auf eine neue Kombination aus beidem: die Sleeveheads. Seit Anfang dieses Jahres wurde aus der schlichten Idee, was man mit alten Schallplatten machen könnte - außer natürlich die Wiederauferstehung des Vinyl zu feiern - ein informeller Wettbewerb um die besten Sleeveheads. Alle suchen dabei ihre alten Platten heraus, wählen eine Plattenhülle aus und los geht's.
(Anonyme) Selbstdarstellung ist ja ein Phänomen, das im Internet seit langem verbreitet ist und schon so manchem zum Durchbruch verholfen hat - aktuellstes Beispiel ist wohl der "Kleine Hai", der als Youtube-Video nach einer Silvesterparty begann und als Technosong in den Charts landete.
Die "Sleeveheads" sind nur ein harmloser Versuch, der nicht einer gewissen Kreativität entbehrt. Mittlerweile gibt es auf der Fotoplattform Flickr rund 900 hinter Plattencovers versteckte Köpfe und auch bei Facebook hat diese Gruppe bereits 5.000 Mitglieder.
Schade, dass meine Plattensammlung im Keller vor sich hin
tümpelt ... Vielleicht sollte ich sie raufholen, eine weiße Gitarre zur Hand nehmen und die erste Platte, die ich als Kind mein Eigen nennen durfte (gleich nach "Annie - Das Musical"), vor mein Gesicht halten ... Nur zu peinlich wäre es auch, wenn man mich identifizieren könnte, als "Nicole" mit "Ein bisschen Frieden" vorm Gesicht.
Nora Kanzler
Die EURO beehrt Österreich, alles erstrahlt in Rot-Weiß-Rot und das
Lieblingsgerät des Europäers ist wohl zurzeit der Fernseher. Was liegt also näher als an dieser Stelle einmal das Thema TV zu streifen. Es kommt hier aufgrund seiner wenig aufregenden Entwicklungen in letzter Zeit (außer man betrachtet das nur allzu müde Anlaufen von HD-TV als großen Schritt) ohnehin wenig vor.
Zuletzt ist also die Schreiberin dieser Zeilen immer wieder bei Pro7 hängen geblieben, denn eines muss man dem Sender mit Hauptzielgruppe 14 bis 29-Jährige (wer hat die eigentlich heutzutage nicht, fragt sich eine Überdreißigerin, aber egal, man fühlt sich ja sein Leben lang wie 29, oder?) lassen: Er hat am meisten Innovation und Ideen, wenn es um reine Unterhaltung geht. Einen Großteil davon verdankt man dem Glücksgriff Stefan Raab.
Aber genau der Erfolg lässt Pro7 offenbar manchmal vergessen, dass es Menschen gibt, die nicht bereit sind, Werbung als Hauptprogramm hinzunehmen. Herrschte vor ein paar Jahren noch Unmut darüber, wenn ein Film alle 20 Minuten von einem 7-minütigen Werbeblock unterbrochen wurde, sind Spiele wie "Schlag den Raab" oder "Autoball" mittlerweile derartig überbucht, dass die Werbe-Verkäufer offenbar nicht mehr wissen, wohin mit ihren Kunden.
So wird auch noch
zusätzlich zu den laaangen Werbepausen IN der Sendung fleißig geworben - nicht nur Autos verlost, sondern da werden Balken über das Geschehen gezogen, "nur" 24 Sekunden Werbung dazwischen geschaltet und jedes Team bei diesen Spielen ist natürlich auch gesponsert. Unglaublich, wieviel Geld hier verdient wird.
Der Gipfel aber war das Finale von "Germany's Next Topmodel" ... Bereits nach den ersten 5 Sendeminuten kam der erste Werbeblock. Länge? 11 Minuten! Dann aufatmen - es geht weiter. Nach 10
Minuten Sendung ... Werbung! Länge? 11 Minuten! Zufällig lief nämlich zeitgleich ein Fußball-Spiel auf einem anderen Sender, was die exakte Minuten-auswertung ganz ohne Blick auf die Uhr möglich machte.
Wieso ist man also bei EURO-Übertragungen noch nicht auf den kompletten Vermarktungszug aufgesprungen? Nur diese lausige Bandenwerbung und ein paar Sponsoren? Dabei saßen allein beim Spiel Österreich gegen Deutschland 2,2 Millionen nur vor den heimischen TV-Geräten. Da wär doch noch etwas drin? Abwarten - die nächste WM kommt bestimmt ... vielleicht mit neuen, auf Werbung abgestimmten Regeln. Die Spieler könnten dann zwischendurch durchschnaufen und die Fans vorm Fernseher alle 10 Minuten eine Klopause machen - für Fußballfans ideal, denn Bier rinnt ohnehin zu schnell durch. Nur: Wer sieht dann die Werbung?
Nora Kanzler
Man kennt das Gejammer der Plattenindustrie: Mit Musik ist kein Geld mehr zu verdienen - oder zumindest ist das Geschäft stark rückläufig. Schuld daran ist das Internet mit seinen Downloadmöglichkeiten. Alle klauen Musik, niemand ist mehr bereit, etwas dafür zu zahlen, so die im ersten Moment logisch klingende Erklärung.
Doch es ist in diesem Geschäft wie in vielen anderen auch in den letzten Jahrhunderten: Neue Entwicklungen machen neue Geschäftskonzepte notwendig. Die Erfindung der Eisenbahn, die Industrialisierung, die Globalisierung ... sie alle brachten starken Anpassungsbedarf mit sich. Und nun gibt es da also das Internet und seine neuen Möglichkeiten.
Während die Kunden schnell herausgefunden haben, wie
sie das Netz für ihre Bedürfnisse nutzen können, hadert die Musikindustrie seit 10 Jahren mit sich. Wenn Apple nicht vorgeprescht wäre und Downloads legal gemacht hätte, würden heute noch alle erstarrt auf die Tauschbörsen starren und versuchen, der Sache mit Klagen Herr zu werden.
Dabei lautet das nun gar nicht mehr so neue Motto längst "Musik 2.0". Dieser Begriff basiert auf Web 2.0 und seinen Communities
wie Myspace & Co, wo Musik im Internet angehört, zum Download angeboten, aber auch die Fans betreut werden können. Denn was der Musikindustrie in ihrem Schreck offenbar entgangen ist: Das Netz ist mittlerweile DER Ort, wo sich Musikfreunde informieren und auf neue Musik stoßen.
Und - zugegebenermaßen für die Industrie eigentlich lästig - dafür für Künstler umso besser: Auch Musiker ohne die Unterstützung eines Majorlabels haben heute die Chance, einen gewissen Bekanntheitsgrad zu erlangen. Hier kann man sich ohne große Kosten eine Fangemeinde aufbauen, ein Künstler kann mit seinen Fans tatsächlich kommunizieren, sie mit Appetithappen wie einem kostenlosen Track immer wieder auf sich aufmerksam machen und sich mittelfristig einen großen Kreis an Unterstützern aufbauen, der dann auch Geld für Musik, Fanartikel und Konzerte ausgibt.
Gerd Leonhard, Medienexperte und Berater von Sony BMG, hat
diesem Thema nun ein ganzes Buch gewidmet. Er geht darin sogar so weit, dass er meint, man werde in Zukunft an die Musikversorgung wie an die Wasserleitung angeschlossen und anstatt sich Kopien von Stücken anzuschaffen, könne man jederzeit auf alles zugreifen - gratis. Vermarktet würde alles, was bisher Nebengeschäft war. Wie eben der Kontakt des Hörers zum Künstler direkt - "Musik 2.0". Und so heißt auch das Buch, das ganz der Philosophie entsprechend gratis im Netz heruntergeladen werden kann.
"Literatur, quo vadis?", mag sich dieser Tage so mancher eingefleischte Fan von Belletristik fragen. Nachdem das Internet mit seinen unzähligen Download-Möglichkeiten zuerst der Video- und dann der Musikindustrie Millionen für ihre Erzeugnisse abgegraben hat, könnte dieser Weg nun auch im Bereich der hochwertigen Literatur eingeschlagen werden.
Zumindest die steirische Schriftstellerin Elfriede Jelinek beschritt diesen Weg soeben mit ihrem nur im Internet erschienen Roman
"Neid". Die Nobelpreisträgerin nutzt ihre finanzielle Unabhängigkeit dafür, ihr Buch nur im weltweiten Netz zu publizieren - ihr Hausverlag Rowohlt darf ihn nicht auf bedrucktes Papier bringen.
Die Autorin nutzt seit Jahren ihre Homepage http://www.elfriedejelinek.com, um literarische Texte zu veröffentlichen. Dabei äußert sie sich auch zu aktuellen Themen, wie zuletzt zu dem Inzest-Fall von Amstetten.
Jelinek wendet sich mit ihrem Internet-Roman zugleich gegen den etablierten Literaturbetrieb. Das Werk ist kostenfrei für jeden lesbar. Die Autorin meinte aber auch, dass der Text jederzeit wieder aus dem Internet verschwinden könnte. So lange aber kann jeder die Seiten kostenlos ausdrucken - zitiert werden darf daraus jedoch nicht.
Wer nun fürchten mag, dass solche Entscheidungen dem Literaturbetrieb schaden könnten, möge daran erinnert werden, dass auf diesem Weg viel mehr Menschen, die vielleicht gar nie ein Buch in die Hand nehmen würden, über Texte stolpern können, die ihnen etwas bedeuten ... und auf diesem Umweg zum Buch geführt werden. Und wenn nicht, hätten sie sich ohnehin nie Literatur zugelegt und gehen den Verlagen somit auch als potenzielle Kunden nicht verloren ...
Nora Kanzler
Wer schon alle seine Lieblingsseiten im Internet durchgeklickt
hat und nichts Neues entdecken konnte, könnte mal googlefight.com probieren. Völlig sinnlos, aber irgendwie doch interessant. Hier kann man Begriffe auf einander los lassen und sehen, wer mehr Google-Treffer erzielt. Auch wenn die Seite nicht neu ist, ergeben sich immer wieder neue Einblicke – nicht zuletzt in den Zeitgeist und die Seele des Menschen.
Fußballfans mag es da vielleicht reizen, die beiden steirischen Bundesligaklubs gegeneinander antreten zu lassen – ein Google-Derby gewissermaßen. Und es mag einen wundern: Bei meiner Abfrage siegte tatsächlich der GAK relativ deutlich mit 17 Millionen Treffern über Sturm (nur 14 Millionen, obwohl vermutet werden kann, dass sich hinter diesem Suchbegriff auch Wetterseiten verbergen).
Wer keine Lust hat, sich selbst ein Paarung zu suchen, der kann auf Vorschläge zurückgreifen. So findet man unter den
Google Classics die ganz Großen: Gott gegen den Teufel (46 zu 9 Millionen – das Gute siegt doch immer!), George W. Bush gegen Bin Laden (auch hier liegt der US-Präsident mit 17 Millionen vor den 15 Millionen Suchtreffern nach dem Terroristen – allerdings nicht mehr ganz so deutlich).
Ganz Lustige geben über „Make a fight“ Pamela Anderson
und „meine Freundin“ ein … Wer da wohl gewinnt? Sinnvoller ist da schon der Vergleich bei orthografischen Unsicherheiten. Schreibt man jetzt richtig „Rhythmus“ oder „Rythmus“ (3,1 zu 0,26 Millionen – so viele Webseiten können nicht irren!). Machen das auch andere so? Tatsächlich findet man bei den zuletzt gesuchten Paarungen auch „der Schranke“ oder „die Schranke“ …
Unter „Kampf des Monats“ tritt zurzeit Hilary Clinton gegen Barack Obama an und besiegt den Konkurrenten zumindest im Internet. Nicht ganz auf der Höhe der Zeit (zumindest aus der Sicht der Nordhalbkugel) ist das Ergebnis von Winter gegen Frühling … hier hat nämlich noch der Winter die Nase vorn. Zeit, seinen PC zu verlassen und raus ins frisch erblühte Grün zu wandern …
Nora Kanzler
Der amerikanische Programmierer, der in seiner Arbeit nur mit trockener Finanzsoftware zu tun hat, machte sich heimlich über das Lieblingscomputerspiel seiner Freundin her. Er programmierte das beliebte Puzzlespiel "Bejewled" so um, dass bei einem bestimmten Punktestand ein Ring und ein Heiratsantrag auf ihrem Bildschirm erschienen.
klickfähigen Kästchen und spuckten schließlich etwas aus, das mittlerweile von allen erwachsenen Kindern in unserem Freundeskreis genutzt wird. Es trägt den Namen "Pickerl-Manager" - nomen est omen - und weist geradewegs auf das von vielen mit Spannung erwartete Sportereignis des Jahres hin: die EURO 2008.

Google kann alles, Schiffe bauen, Badezimmerausstattungen
entwerfen und sogar ganze Häuser einrichten. Natürlich virtuell ... mit SketchUp. Google SketchUp ist eine Software, die zur Erstellung eines dreidimensionalen Modells am Computer dient. Die Software wurde ursprünglich für den Architekturbereich konzipiert und dann von Google aufgekauft.
Dieses Programm ist wirklich einfach zu bedienen und kostenlos
verfügbar. Der baldige Wohnungseinrichter kann damit nun seinen vom Architekten erhaltenen Plan eins zu eins in 3D einlesen lassen und schwups ein paar Fensterscheiben einbauen und mit den Möbeln anrücken. ...
SketchUp ist so beliebt und wird mittlerweile weltweit so stark genutzt, dass die Hersteller von Herden, Badewannen und Spülen ihre Produkte in 3D zum Einbau in SketchUp-Wohnungen zum
Herunterladen ins Internet stellen und mit einem Klick hat man ein Franke-Waschbecken in seinen Küchentresen eingebaut. Dann kann man sich dahinter stellen - natürlich nur virtuell - und sieht, welchen Blick man in Zukunft beim Kochen genießen wird können. Luxuriös!
Für Fortgeschrittene und Menschen, die ihren Taten gerne einen übergeordneten Sinn geben, sei erwähnt, dass sich SketchUp unter anderem auch zum Entwerfen von Gebäudemodellen für Google Earth eignet. Man lädt seine selbstgebastelte Skyline von New York dann bei Google Earth hinein und alle User, die auf

Besuch kommen, sehen, wie die Stadt einst vor dem 11. September 2001 ausgesehen haben könnte ... virtuell natürlich.
Nora Kanzler
Von verliebten Browsern und frustrierten Prozessoren oder auch "So führen Sie Freunde an der Nase herum":
Wenn Windows plötzlich mit einer kryptischen Fehlermeldung auf
sich aufmerksam macht, ist beim PC-Nutzer oft Frust angesagt. Meistens versteht man nur Bahnhof und hat keine Ahnung, wie man den Fehler beheben kann. Aber Fehlermeldungen können auch lustig sein ... besonders dann, wenn man sie selber erstellt hat.
Auf der amerikanischen Webseite atom.smasher.org finden Sie eine ganze Menge witziger Beispiele, wie so eine Fehlermeldung aussehen kann. Aber Sie können auch selbst kreativ werden und eigene Windows-Fehler kreieren. Dazu müssen Sie nur auf den Link "Make your own error messages" klicken. Die sich dann öffnende Eingabemaske ist selbsterklärend.
Basteleien mit dem Photoshop, manchmal so trashig wie dieses Beispielbild von Pamela Anderson, das mal wirklich unter die Oberfläche blickt, darunter aber auch wirklich Künstlerisches und Seriöses, immer kreativ und meistens bewundernswert. Regelmäßig Contests zu neuen Themenbereichen, also öfter mal einen Blick wert.
www.neon.de
Junger Ableger des deutschen Magazins Stern, der sowohl in Print- als auch in Online-Ausgabe höchst lesenswert ist. Die Redaktion hat ein wirklich interessantes Konzept, neue Zugänge zu aktuellen
Themen zu finden.
Im Online-Bereich wurde die Interaktivität zum Inhalt gemacht und eine große Community liefert Inhalte, die weg von Weblogs oder Foren gehen, sondern zum Teil künstlerische Texte und Bilder und manchmal ganze Abhandlungen zu Musik, Liebe, Fernsehen, Mode, Reise, Literatur … umfassen. Einfach ein wenig herumklicken und die Seele baumeln lassen (auch wenn die Navigation noch ein wenig lückenhaft erscheint).
Nora Kanzler
Unser Multimedia-Weblog hat eine Premiere gefeiert und um ein Haar wäre sie unbemerkt vorüber gezogen. Der 100. Beitrag wurde in Zusammenarbeit aller Blogger erfolgreich gepostet und aus Anlass dieses heimlichen Jubiläums hielten wir es an der Zeit, uns zu fragen, was eigentlich noch nie in diesem Rahmen umfassend abgehandelt wurde.
Ergebnis: In ein Weblog, das auch das Internet als eines seiner Hauptthemen behandelt, gehören auch die gesammelten Empfehlungen aller Beteiligten in Sachen Webseiten. Daher finden Sie hier nun den ersten Teil unserer Webtipps - und weiter in loser Folge die Tipps der anderen Multimedia-Blogger - dann auch in einem eigenen Album "Webtipps" zum Nachlesen.
Quasi als kleines Jubliäumsgeschenk ... Wer uns gerne ebenfalls seine Webtipps zukommen lassen möchte, sie hiermit herzlich eingeladen.
Nora Kanzler
1. Webtipps von Norbert Hillinger
Der Redaktionsalltag kann manchmal auch zu philosphischen Betrachtungen anregen, selbst wenn es um so schnöde Dinge wie Computerprogramme geht. Es hat sich nämlich in der Arbeit als Online-Redakteur herausgestellt, dass der Internet Explorer ein Frauenversteher ist. Nicht so der Firefox. Dabei findet man ihn wesentlich hipper, fortschrittlicher und irgendwie sexy. Aber man kann damit einfach nicht gut arbeiten, weil er sich sträubt.
Er sträubt sich gegen unser Redaktionstool, indem er Zeilen nicht
im Gesamten anzeigt und damit das Eintragen von LInks bedeutend erschwert. Er verzeiht einem keine noch so kleine Unachtsamkeit. Hat man einmal einen Zeilen-Umbruch nicht von Hand eingegeben, geht der Internet Explorer großzügig darüber hinweg. Er weiß einfach, was gemeint war. Nicht so der kleine Fuchs von Mozilla. Er ist wie ein Mann und fordert heraus: "Sag was du willst, sonst kriegst du es nicht". Da ist nichts mit Wünschen von den Augen ablesen.
Aber es ist auch hier so wie im echten Leben: Frauenversteher haben zumeist nicht DEN Sexappeal, den die starken Männer haben. Sie sind echte Freunde - auch für ein ganzes Leben. Aber man ist sich nie sicher, ob man nicht doch manchmal einen Blick auf den ruppigen Konkurrenten werfen sollte.
Nora Kanzler
Mindestens ein Jahr lang habe ich mich erfolgreich dagegen
gewehrt, mich bei irgendeinem der neu aufblühenden Social-Networks anzumelden. Facebook, Hi5, Xing, StudiVZ und wie sie alle heißen lockten mich einfach nicht. Auch als rund um mich alle schon wild "gruschelten" und erzählten, wen man im Internet alles wiedergetroffen habe, fragte ich mich höchstens, warum mich dieses Fieber so gar nicht anzustecken vermag. Wenn ich mit meinen Freunden reden will, rufe ich an oder schreibe ein Mail.
Ganz ehrlich: Menschen, die ich erst nach Jahren zufällig wiedertreffe, können ja so interessant nicht gewesen sein, sonst hätte man sich nicht aus den Augen verloren, oder? Aber so einfach ist das eben nicht. Soziale Netzwerke im Internet kann man zwar für sich selbst ablehnen, aber ignorieren lassen sie sich einfach nicht mehr. Dazu sind sie viel zu schnell zum Massenphänomen im Massenmedium geworden.
So nutzen zum Beispiel mehr als 50 Prozent der 4,6 Millionen Menschen ihre Seite bei StudiVZ täglich. Schüler und Studenten verabreden sich dort, um zu tratschen und Networking zu betreiben. Und das erklärt gleich einen Teil des Erfolgs: Diese Zielgruppe hat noch alle Zeit der Welt. Zu Studienzeiten habe ich auch gerne Tage und Nächte in Kaffeehaus & Co verbracht, nur um Freunde um mich zu haben. Doch als arbeitende Bevölkerung ist man dankbar, wenn sich neben dem Job und anderen Verpflichtungen noch ausgeht, seine echten Freunde nicht zu vernachlässigen. Daher also stundenlang vor dem PC sitzen und massenhaft neue Leute kennen lernen? Vielen Dank, aber dafür ist meine freie Zeit wirklich zu rar.
Nichtsdestotrotz bin ich in der "Falle" gelandet, die Massenphänomene häufig eben so mit sich bringen: Letztens saß ich mit einer Freundin im Kaffeehaus (ja, die gute, antique Art, sich zu treffen) und wir plauderten über unsere Urlaube. Ich fragt sie nach Fotos und als ich heimkam, war auch schon eine Einladung zu ihrem StudiVZ-Profil in meiner Mailbox. Und weil die Macher dieser digitalen Netzwerke nicht ungeschickt sind, ist es nur möglich, sich
Profile anderer User anzusehen, wenn man sich selbst anmeldet.
Ein kurzes Zögern, innerlicher Protest, dann die Anmeldung - das war's. Und drei Minuten später schon das nächste Mail: Ein Freund hat dich bei StudiVZ entdeckt und möchte mit dir plaudern - huch!! Wie komm ich hier möglichst schnell wieder unentdeckt raus? Schnell die Fotos durchschauen und wieder abmelden, bevor noch eine Kommunikationslawine über mich hereinbricht ... oder meine Daten für Dinge verwendet werden, auf die ich noch weniger Lust habe. Aber dazu das nächste Mal ...
Nora Kanzler
"When will I be famous?", hat sich die Band "Bros" mit den blonden Zwillingsbrüdern Ende der 80er-Jahre gefragt. Und erzielte damit flüchtigen Ruhm. Heutzutage geht es dank des Internets leichter und eventuell sogar viel schneller. 
Man nehme zum Beispiel:
... tatatataa! Herauskommt der größte Internet-Star des Jahres 2007 - gekürt vom US-Magazin Forbes. Ein 29-jähriger Amerikaner hat es nämlich mit seinem Online-Tagebuch perezhilton.com und Klatschgeschichten über Hollywoodstars innnert kürzester Zeit unter die tausend meistbesuchten Webseiten der Welt geschafft.
Laut Forbes wird die spitze Feder des virtuellen Klatschreporters
mittlerweile von Hollywood-Stars gefürchtet und er trägt bereits den bezeichnenden Spitznamen "Queen of Mean" (Königin der Gemeinheit). Doch auch seriöse Blogger schafften es (fast) ganz an die Spitze: Auf Platz zwei rangiert der mittlerweile zum Silicon-Valley-Star aufgestiegene Technik-Freak Michael Arrington, der auf techcrunch.com sämtliche Neuheiten in der Internetwelt bescheibt. Bewertungen in seinem Blog können mittlerweile über Tod oder Leben so manches Internet-Startups entscheiden.
Dass dieser Ruhm allerdings ein kurzer sein kann, beweist "LonelyGirl 15", die im Jahr 2006 den ersten Platz des Internet-Rankings ergattern konnte. Ein angeblich 16-jähriges Mädchen hatte über Youtube-Videos ihre Einsamkeit beklagt und eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Schließlich stellte sich heraus, dass alles von einer Schauspielerin inszeniert worden war. Damit hat das Interesse an ihrem Blog stark nachgelassen.
Wer also im nächsten Jahr versuchen will, Perez Hilton & Co vom Thron zu stoßen, muss auf Folgendes achten:
1. Für das Ranking hat Forbes die 200 bekanntesten Blogs unter die Lupe genommen und sie nach ihrer Platzierung bei Google, nach ihren insgesamten Seiten-Aufrufen, nach ihrer Wertung bei der Weblog-Suchmaschine Technokrati und ihren Nennungen in Fernsehen, Radio und Zeitungen verglichen. Wie schafft man da also eine Platzierung?
2. Man nehme zum Beispiel ... siehe oben!
Nora Kanzler
So, das hab ich jetzt davon: Letzte Woche habe ich noch mit
den Kollegen gewitzelt, warum wohl die Stimmen in Navigationsgeräten immer weiblich sind. Die Spekulationen darüber waren immer ähnlicher Natur: Entweder erschien es logisch, weil mehr Männer Navigationsgeräte verwenden und sich lieber von Frauen den Weg weisen lassen. Oder man ging einen Schritt weiter und stellte fest, dass Männer es ohnehin gewohnt sind, zu tun, was Frauen ihnen sagen … Ist es also eine logische Konsequenz daraus, dass ausgerechnet ich nun eine männliche Stimme in meinem neuen Navi habe?
Mein „Mio“ lag unter dem Weihnachtsbaum und siehe da: Die deutsche Stimme, die mir nun den Weg weisen soll, trägt den klingenden Namen „Otto“. Genauer gesagt: Seit gestern „Otto v 0.1“, weil bereits einmal von mir über das Internet upgedatet und nun weicher und angenehmer als zuvor. Was kann der Kleine nun alles? Eigentlich alles …
Er zeigt mir den Weg – wenn ich will auch nach Korsika (inklusive Wasserstraßen, wo man dann den Weg diverser
Fähren nach Marseille und Nizza kreuzt), er warnt mich vor Staus und Unfällen, er weiß, wo ich die nächste Tankstelle oder einen Bankomaten finde, er kommuniziert mit meinem Handy und ruft Leute für mich an (hoffentlich nicht unbeabsichtigt) und er kann mir Musik vorspielen und Bilder verwalten.
Was will man mehr? Nun ja, wenn man technisch ein wenig verspielt ist, kommt man beim „Mio“ sehr schnell drauf: viel mehr! Denn das wirklich Geniale an diesem Navigationsgerät ist, dass es ein Windows-Betriebssystem sein eigen nennt und daher wirklich gut über den PC zu steuern ist. Darauf läuft die Software "iGo", die man nach eigenen Vorstellungen verändern kann. Also habe ich mir als erstes das besorgt, was jeder Autofahrer schon immer wollte: die Radarfallenwarnung. Nicht, dass ich notorisch rase, aber eine gewisse Freude, zu wissen, wann man geblitzt werden könnte, bleibt. Außerdem habe ich dank eines technischen Helferleins dafür gesorgt, dass Otto nicht mehr stottert.
Und wenn wir schon dabei sind, an Ottos Stimme zu modulieren, warum dann nicht gleich einen Schritt weiter gehen: Dank eines deutschen Bastlers (Web-Tipp: GPS-Passion – unglaublich, womit sich Leute den ganzen Tag beschäftigen) kann mir nun auf Wunsch auch „Bine“ den Weg ansagen – mit sanfter weiblicher Stimme. Nur hab ich mich jetzt schon so an Otto gewöhnt … mal schauen, immerhin kann ich jetzt wählen. Dann noch schnell das Kartenmaterial aktualisiert, damit es mir nicht geht, wie zuletzt einem Tiroler, der von seinem Navi auf eine vereiste Rodelpiste gelotst wurde … und los geht’s!
eingegeben - welchen Weg würde das Navi wählen, kennt es Schleichwege, stauträchtige Kreuzungen? Und um es ein wenig herauszufordern, wich ich häufiger von der vorgeschlagenen Route ab und ließ es neu planen. Und so kam es dann, dass im Auto die freundliche Frauenstimme ertönte: "Nach 200 Metern links abbiegen. Jetzt links abbiegen." Und ich bog rechts ab ... daraufhin: Stille.Vor einem Monat beschloss "Jopie" Heesters noch mit seinen 103
Jahren ins Internet einzusteigen - nicht nur so, um ein wenig zu schauen, sondern aktiv. Er beantwortet seitdem täglich Fragen auf einer Wissens-plattform. Der immer noch aktive Schau-spieler und Sänger dient Yahoo als Schirmher des "Jahrhundert-clubs", wo ältere Leute ihr Wissen und ihre Lebenserfahrung an User weitergeben, die zum Teil schon ihre Ur- und Ururenkel sein könnten.
Und was lernt man nun also von Johannes Heesters? Er empfiehlt
wenig Überraschendes wie "Sport treiben und ein gesundes Leben führen". Überzeugender wird die Aussage aber schlagartig, wenn er ergänzt, dass er selbst noch jeden Tag "zwei Stunden lang mit Gewichten trainiert" - wer kann das schon von sich behaupten, ganz ohne 103 Jahre auf dem Buckel zu haben? Und auch Fragen nach der Beziehung zu seiner viel jüngeren Frau werden beantwortet.
Natürlich zollt das hohe Alter von "Jopie" auch bei der Bedienung des Computers Tribut. Weil er fast blind ist, muss ihn seine Frau unterstützen. Er beantwortet die Fragen und sie tippt sie dann für ihn ins Forum ein. Schließlich war Ehefrau Simone auch diejenige, die ihn an den PC gebracht hat - wenn auch indirekt: "Meine Frau arbeitet jeden Tag an dem - wie heißt das Ding? Und ich sitze inzwischen alleine da." Also nichts wie selbst ran an die Technik ...
Mit 103 ist Herr Heesters schon lang
nicht mehr allein in den Weiten des WWW: Maria Amelia Lopez zum Beispiel hat mit 95 Jahren noch ein eigenes Weblog eröffnet. Naja, eigentlich hat ihr Enkel es für sie eröffnet, als Geburtstagsgeschenk, das sie aber gern annahm. Bis dahin hatte die Spanierin keine Ahnung von Computern. Als ihr Enkel ihr dann vorführte, wieviel Informationen man online finden kann, stand für sie fest: "Ich will ein Internet."
Lopez, die sich selbst als sehr gesprächig bezeichnet, ist begeistert vom Web: "Niemand interessiert sich für alte Frauen, doch nun erzählen mir Teenager von ihrem Leben und fragen mich um Rat." Neben Tratsch erzählt die rüstige Seniorin auch ernste Geschichten aus ihrem bewegten Leben, etwa der Zeit des spanischen Bürgerkrieges. Den Titel der „ältesten Bloggerin“ muss Maria Amalia mittlerweile allerdings teilen: So berichtet seit Februar die 108-jährige Australierin Olive Riley online aus ihrem Leben ... und lebt hier noch lange für die ganze Welt weiter ....
Nora KanzlerDie Deutschen haben in der Nacht auf Freitag das
iPhone bekommen - und viele von ihnen müssen schon schwer darauf gewartet haben, denn sie nahmen mitternächtliche Kälte und Regen in Kauf, um Punkt 12 Uhr nachts das begehrte Stück endlich in Händen zu halten. Am ersten richtigen Verkaufstag wurden dann bereits 10.000 iPhones in Deutschland verkauft.
Natürlich: Das iPhone kommt sehr stylish daher, ganz Apple halt. Aber viel faszinierender ist es, wieviel Geld Jobs & Co den Kunden damit aus der Tasche zieht. Rechnet man nämlich nach, haben der Apple-Chef und seine Partner bei T-Mobile sichergestellt, das jeder Käufer eines neuen Handys innerhalb der nächsten zwei Jahre mindestens 1.575 Euro dafür zahlen wird.
Weder der stolze Preis von 399 Euro noch
die zweijährige Vertragsbindung bei monatlichen Grundpreisen zwischen 49 und 89 Euro schreckte die Fans ab. Einmal im Laden, war der Vertrag schnell unterschrieben und das iPhone gekauft. Und man war Apple auch noch dankbar dafür, dass man einer der ersten sein durfte, der in Deutschland diese Summe auf sich nehmen durfte. Allerdings wird dabei eines übersehen: Der fast schon religiöse Kult um Apple entstand eigentlich daraus, dass man sich früher in einem exklusiven Klub befand.
Mit einem Mac konnte man auf die vielen "Normalos" herabschauen, die auf ihren PCs die Software von Microsoft installiert hatten und sich damit vielleicht noch Viren einfingen. Nun ist aber Apple selbst zum Massenproduzenten geworden. Der iPod ist der meistverkaufte MP3-Player der Welt und mit dem iPhone strebt man ähnliches an. Allerdings hat man die hohen Preise beibehalten und das könnte Apple bald auf den Kopf fallen.
Ein exklusives Produkt für viel Geld zu verkaufen, geht natürlich. Ein Massenprodukt aber ungewöhnlich teuer anzubieten, macht es trotzdem nicht exklusiv. Wohin also der Weg des iPhone und seiner Nachfolger führen wird, ist noch ungewiss. Das neue Superhandy ist auf jeden Fall zu teuer - oder noch zu billig.
Nora Kanzler
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Der harte Kampf zwischen den österreichischen Handyanbietern
fordert ein neues Opfer. Nach dem Aufkaufen von tele.ring durch T-Mobile im Vorjahr wurde nun One von der France-Telecom-Tochter Orange geschluckt. Häufig merkt man als Kunde von solchen Übernahmen ja sehr wenig. Doch Mitte 2008 wird auch nach außen hin klar werden, dass man bei One eine neue Linie verfolgt: Aus Blau wird dann Orange. Und das zum stolzen Preis von 15 Millionen Euro.
Wer sich jetzt an eine Splittung a la FPÖ und BZÖ erinnert fühlt, dem sei die Sorge genommen: Alles, was man möglicherweise damit gemein hat, ist die Farbsymbolik. Schließlich ist diese im Marketing ein ganz wichtiger Punkt bei der Wahl von Logos. Je heller die Farbe, desto einladender soll sie für den Kunden sein. Blau wirkt eher distanziert und zielt auf "Alphatiere" ab, während das freundliche Orange knapp an den "Billigfarben" Gelb und Rot vorbeischrammt.
Dass diese Farbrochade überhaupt möglich wird, hat One ja
eigentlich T-Mobile zu verdanken. Denn bis 2002 war Orange fest in der Hand eines gewissen mäxchen. Auch hier war es dem neuen Mutterkonzern nach Übernahme wichtig, dass T-Mobile draufsteht, wo T-Mobile drin ist ... (Ich warte übrigens nur darauf, dass auch tele.ring bald den Speck verliert). Schließlich legte man Wert auf den "Aufbau einer Mobilfunk-Weltmarke", wie es damals formuliert wurde.
Aber es wurde hoch und heilig versprochen, dass das von den Kunden lieb gewordene mäxchen, klax-max & Co der neuen Marke erhalten blieben. Das sah man 2002 als "lokale Aufgabe", die die
Kunden emotional binden sollte. Warum dann 2006 doch auf Flamingos gewechselt wurde, ist schwer nachvollziehbar, da diese Vögel "lokal" mit keinerlei Emotionen besetzt sind. Offizielle Erklärung von Georg Mündl, Mitglied der Geschäftsleitung von T-Mobile: "Die magentafarbenen Tiere bleiben ihrem Partner ein Leben lang treu."
Ob man Kontinuität nicht besser signalisieren hätte können, wenn man ausnahmsweise alles gelassen hätte, wie es war? Nämlich sympathisch? Und das bezieht sich jetzt rein auf die Sache mit dem mäxchen ... von FPÖ und BZÖ ist hier nicht die Rede - schließlich ist das ein Multimedia-Weblog - also völlig unpolitisch ...
Nora Kanzler
Das Internet, sagt man, habe die Gesellschaft revolutioniert.
Die exklusive Website asmallworld.net hingegen revolutioniert die Society. Das sagenumwobene Netzwerk der Reichen darf nur betreten, wer eingeladen wird. Dann tummelt man sich untern den Sprösslingen von Windsor, de Rothschild, Flick, Savoyen und Thurn und Taxis. Und natürlich sind die Swarovskis schon da.
Auf der Jetset-Plattform wird wie bei jeder Community über den
neuesten Tratsch und Klatsch geplaudert, Brad Pitt gibt Naomi Campbell Party-Tipps und man erörtert, wo man eine günstige Privatinsel oder eine Kilodose Kaviar bekommt. Auch Vip-Karten für das Formel 1-Rennen in Bahrain werden neben Immobilien- und Investment-Angeboten unter der Kategorie "Market Place" an den (reichen) Mann gebracht.
Doch hier ist es nicht so wie bei anderen Communities, dass jeder
unter einem Pseudonym agiert. Man kennt sich doch in der Szene und wurde man hier einmal aufgenommen, ist es geradezu logisch, mit echtem Foto und Namen zu posten. Der exklusive Mitgliederbestand umfasst 150.000 Promis weltweit. Zutritt hat nur, wer von einem der Top-Mitglieder eingeladen wird.
Beruhigend für den 0815-Normalo, der wohl nie so elitäre Höhen erklimmen wird, ist da nur noch die Aussage eines deutschen Industriellensohns, der es nicht nötig hat, bei asmallworld.web dabei zu sein: "Sich über eine Society-Seite kennenzulernen ist etwas für Emporkömmlinge". Und wer will das schon sein ...
Nora Kanzler