26. Mai 2012 14:18 | |||||
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Mitglied seit: 13.10.2006
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Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs
Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.
Mit der Bitte um Ihr Verständnis,
Das Team von Kleine Zeitung Digital
Vor etwas mehr als einem Jahr startete in den USA ein neuer Online-Dienst. Ziel der Gründer war es, dass Wohnungssuchende sich über ihre Nachbarn informieren können. Der Name der Plattform gab die Richtung der Kommentare vor: www.rottenneighbor.com - Übersetzt: lausiger Nachbar.
Basierend auf Googlemaps kann jeder Kommentare über die Menschen in der näheren Umgebung abgeben - die wenigsten von ihnen fallen nett und freundlich aus.
Inzwischen hat rottenneighbors.com auch Österreich erreicht. Zugegeben, im Vergleich mit Städten wie New York oder Los Angeles ist die Zahl der Einträge mager. Aber auch in Graz kann man einiges über seine Nachbarn erfahren.
Man liest, dass es eine arrogante Haussprecherin gibt, dass in einer Wohnung ständig Party gemacht wird und dass sich die Nachbarn bei dem kleinsten Geräusch sofort beschweren. Der Online-Vernaderung mit Wohnanschrift ist damit Tür und Tor geöffnet.
Gleich wie bei Wikipedia setzt das System auf Selbstregulierung. Wer mit einem Eintrag nicht einverstanden ist, kann ihn melden. Die wenigsten wissen allerdings um ihr schlechtes Image im Netz
Inzwischen haben die Betreiber der Seite ihren Dienst erweitert. Nicht nur lästige Nachbarn werden an den Pranger gestellt. Schwarze Häuser weißen daraufhin, dass die Bewohner ihre Mitmenschen sexuell belästigen.
Was als Service für Wohnungssuchende begonnen hat, ist längst eine gewaltige Internet-Schlammschlacht. Geht es nach den Einträgen, darf man sich in keiner Stadt mehr niederlassen: Überall leben Wahnsinnige und Sexualstraftäter. Auch wenn es die Möglichkeit gibt, etwas Positives über die Nachbarn zu sagen, nutzt dieses Tool kaum jemand. Die grünen Häuser gehen in der Flut roter und schwarzer komplett unter. Im Bild: Los Angeles
Ökonomisch rechnet sich der Dienst allemal - die Zugriffsraten sprechen Bände. Ihr erklärtes Ziel haben die Betreiber zwar verfehlt, dafür aber ein Tool für die Lieblingsbeschäftigung vieler Menschen geschaffen: Lästern, Schwätzen, Anschwärzen...
Ich wünsche allen Lesern: Viel Spaß dabei!