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10. Februar 2012 09:29
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Mitglied seit: 13.10.2006
 

Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs

Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.

Mit der Bitte um Ihr Verständnis,

Das Team von Kleine Zeitung Digital

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von multimedia am: 17.02.2010, 15:26 Uhr

Bei der größten Mobilfunkmesse in Barcelona werden viele neue  Geräte vorgestellt und die Zukunft des Handys skizziert: 

Emporia:
Ja, Österreich hat einen Handyhersteller: Emporia. Die Linzer Firma ist Spezialist für Seniorenhandys. Zum MWC hat sie zwei neue Modelle herausgebracht.
Albrecht Fellner, CEO von Empora zeigt sie uns.
http://www.youtube.com/watch?v=mhXBSsb4I2Q

Garmin Asus
Viele Handys haben mittlerweile auch ein GPS-Modul für die Navigation. Garmin dreht gemeinsam mit Asus den Spieß um und verpasst Navis die Telefon-Funktion.
http://www.youtube.com/watch?v=OUQ-26rxXro

Golla Bags
Auch Geeks brauchen Taschen und wer schon Shiny-Gadgets hat, sollte sie auch entsprechend verpacken und mit sich rum tragen.
http://www.youtube.com/watch?v=zJehR2whfR4

Samsung Wave
Das jüngste Flaggschiff der Koreaner hat neben jeder Menge innerer Werte einen Wahnsinns-Screen. Kleiner Hinweis: Der aktuelle Touchscreen fürs iPhone kommt auch von Samsung. Man darf sich also einiges erwarten.
Leider hatte ich bei dem Video übrigens die Funktionsweise der Cam noch nicht 100% geschnallt. Ein paar Dinge sind unscharft ... Ich hoffe, die werten Leser verzeihen mir das :-)
http://www.youtube.com/watch?v=iijakg0M3MM

Powermat
Laden ohne Stromkabel - auf der CES 2009 erstmals vorgeführt. Seit heuer gibt es neue Modelle. Und ab Sommer gibt es das für Kabelsalat-Verweigerer auch in Österreich!
http://www.youtube.com/watch?v=lQaBsugvARI

Adobe
Alle Welt fragt sich, wann Flash aufs iPhone kommt. Nachdem auch Microsoft-Chef Steve Ballmer "keine Absicht" hat, Flash auf die neuen Windows Phones zu bringen, stellt sich eine Frage: Kann Flash überleben? Neben den Herstellern, hat Adobe auch mit Internet-Aktivisten zu kämpfen, die offene Standards wie HTML5 einmahnen. Bei Adobe ist man dennoch optimistisch.
http://www.youtube.com/watch?v=4zeOdlhVnPs

Georg Holzer berichtet live von der MWC aus Barcelona

handy    holzer    mobile    mwc
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von multimedia am: 16.02.2010, 10:21 Uhr
Jahrelang war Windows Mobile mein Smartphone-Betriebssystem - bis zum iPhone. Der Klassenunterschied zwischen Apple und Microsoft war brutal. Bis heute - zumindest wenn die Praxis so gut wird, wie die Theorie es erahnen lässt.

 

 

Eben wurde Windows Phone 7 ("Windows Mobile" darf man nicht mehr sagen) vorgestellt. War Microsofts Pressekonferenz (Vorstellung Windows Mobile 6.5) ein purer Witz, so könnte Windows Phone 7 wirklich ein großer Wurf werden. Wenn ... ja wenn da nicht einige Fragen offen bleiben.

Zweifelsohne hat sich enorm viel getan, das System soll von Grund auf neu geschrieben worden sein.

 

Bei Microsoft war man - wie ich hörte - sichtbar stolz auf die vielen (gut durchaus aussehenden) Animationen. Schaut toll aus und könnte ein wirklich gutes mobiles OS werden.

Ein erster Einblick in das Windows Phone 7:

http://www.kleinezeitung.at/allgemein/multimedia/2294177/frischer-wind-fuer-windows-phone.story

Aber vieles ist noch offen:

 

 

Schaut doch als Consumer-Handy nett aus, oder?

Georg Holzer berichtet von der MWC in Barcelona

handy    holzer    mobile    mwc
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von multimedia am: 15.02.2010, 13:44 Uhr

Kleine-Redakteur Georg Holzer berichtet live vom Mobile World Congress in Barcelona:

Bevor die Pressekonferenzen der Handyhersteller fertig sind, gibt's am Mobile World Congress noch nicht viel zu sehen. Daher schaut man gerne bei den "kleinen Stars" vorbei. Beispiel Infineon.

Der Chiphersteller baut einige Halbleiter für Handyhersteller. Gerüchten zufolge (Apple verbietet sich solche Informationen) befinden sich auch einige Chips im iPhone, die aus Villach kommen. Etwa der Power-Controller, der für das Strommanagement sorgt.

Gesprochen habe ich bei Infineon mit Dnal O Donnabhain. Er zeigte mir die Palette an kompletten Handyplattformen. Enjoy!

 

http://www.youtube.com/georgholzer

Georg Holzer

handy    holzer    mobile
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von multimedia am: 13.01.2010, 10:32 Uhr

Die Unterhaltungselektronik-Branche atmet auf.
Das Gröbste scheint überstanden. Schon das Weihnachtsgeschäft verlief für viele Hersteller besser als erwartet. Und die Konsumlaune der Verbraucher hielt dank neuer Entwicklungen auch nach dem
Weihnachtsgeschäft an. Auch auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas ist von Krise nicht mehr viel zu spüren. Sowohl Besucher als auch Aussteller der größten US-Messe für Unterhaltungselektronik schwelgen nach einem schwarzen Jahr in Optimismus.

   Neue Entwicklungen wie Internet-fähige TV-Geräte, neue Funktionen für Unterhaltung und Kommunikation und vor allem das 3D-Fernsehen machen es möglich. "Es ist Licht am Ende des Tunnels, und es ist das
strahlende Licht der Innovationen", sagte Gary Shapiro, Chef des
US-Branchenverbands CEA. Nach Angaben des Verbands hat die Messe über
20.000 neue Entwicklungen präsentiert - so viele wie noch nie zuvor.

   Der Schrecken der Krisenjahre 2008 und 2009 steckt der Branche
noch tief in den Knochen. Auch die erfolgsverwöhnten Hersteller von
TV-Geräten waren von der Rezession erfasst worden. "Niemand wünscht sich das Jahr 2009 zurück", sagte Shapiro. Im laufenden Jahr soll das Umsatzwachstum nun endlich wieder anziehen. Der größte Hoffnungsträger ist dabei mit Abstand das neue dreidimensionale Fernsehen. Schließlich ist der Fernsehmarkt für rund 60 Prozent der Umsätze in der Consumer-Electronic-Branche verantwortlich.

Der Fernseher ist heute nicht nur das Zentrum der Unterhaltung,
sondern auch die Zentrale für Kommunikation", betonte Skype-Chef Josh Silverman. Skype bringt seinen Internettelefonie-Dienst nun auch auf Fernsehgeräte von Panasonic und LG. Mit der rasanten Metamorphose des guten alten Fernsehers in einen Hochleistungsrechner und Kommunikationszentrale behaupten sich die Unterhaltungselektronik- Hersteller zugleich im Mittelpunkt der Wohnzimmer. Die jahrelangen Versuche der IT-Industrie, stattdessen den PC ins Zentrum der
Unterhaltung zu setzen, bleiben damit weitgehend erfolglos.

   "Dafür haben wir zu viel Erfahrung, als dass wir uns verdrängen
lassen", sagte Hansen. Der Computer- und iPhone-Hersteller Apple habe eigentlich als einziges Unternehmen aus der IT-Industrie das Zeug gehabt, jemals eine Bedrohung darzustellen, sagte Hansen - "zum Glück aber erst sehr spät".


Renate Grimming/dpa

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von multimedia am: 13.01.2010, 10:09 Uhr

Als am Wochenende in Nord- Kalifornien die Erde bebte, machte die Nachricht zuerst bei Twitter die Runde. Kaum waren die Stöße abgeklungen, vermeldeten Bewohner der
Kleinstadt Eureka die Katastrophe. Nur wenig später lieferten sie
Fotos von zerbrochenen Schaufenstern und umgeworfenen Möbeln. Der Kurzmeldungsdienst hat seinem Ruf als Turbo für Nachrichten und Gerüchte im Netz bestätigt. Neuerdings beschleunigt er damit auch Suchmaschinen: Google und Bing integrieren seit kurzem die "Tweets" in ihre Ergebnisse auf den US-Seiten. So tauchte Eureka binnen weniger Minuten auch dort auf.

   Dass Schwergewichte wie Google und Microsoft auf Twitter setzen,
hat auch mit einem anderen Ereignis vor ziemlich genau einem Jahr zu tun. Als Mitte Jänner 2009 ein Flugzeug auf dem Hudson River
notwasserte, war bei ihren Suchmaschinen lange Zeit nichts darüber zu finden. Anders beim populären Kurzmeldungsdienst: Nutzer berichteten nur Minuten nach der Beinahe-Katastrophe in New York von einer Fähre aus, wie sie die Rettung der unverletzten Passagiere erlebten, garniert mit Fotos.

 

Dass Google, Bing und Co. im Vergleich zum Zwitscherdienst langsam sind, hat mit ihrer Suchmethode zu tun. Sie verschaffen sich ihren Datenfundus, indem sie Armeen von Such-Robotern durch den Cyberspace schicken. Die Programme durchkämmen automatisch eine Website nach der anderen und fügen ihre Funde dem Index zu. Veränderungen erscheinen
erst in den Ergebnissen, wenn der Suchtrupp wieder da war. Das kann dauern - selbst die Nachrichtenrubrik Google News und die Blogsuche werden nur nur alle 15 Minuten aktualisiert.

   Twitter und seine Nachahmer sind anders: Spontaner, aber auch
chaotischer. Jeder kann sich zu Wort melden, dank Internet-fähiger
Handys sofort und von überall, wie die Bewohner des Erdbebengebietes oder die Zeugen der Notwasserung.

   Damit verbreiten sich Meldungen binnen Minuten um die Welt, ehe
Journalisten und Blogger auch nur eine Zeile geschrieben haben und
die Suchmaschinen diese finden können. "In dieser schnelllebigen Zeit können 15 Minuten viel ausmachen", erklärt Google-Sprecher Stefan Keuchel das Interesse seines Unternehmens.

Christof Kerkmann/dpa

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von multimedia am: 13.01.2010, 10:00 Uhr

Apple hat schon in der Vergangenheit immer wieder
Lösungen für Probleme präsentiert, von denen die meisten Menschen gar nicht wussten, dass sie sie haben. Hinterher fragte sich aber jeder, wie man bisher ohne riesige Musiksammlungen und Fernsehsendungen auf dem Mobilfunkgerät überleben konnte. Jetzt wird vor der angekündigten Pressekonferenz am 26. Jänner spekuliert, dass Apple-Chef Steve Jobs
einen Touchscreen-Computer vorstellen wird, der größer als ein
iPhone, aber kleiner als ein Standard-Notebook sein wird.

   Wie üblich wollte Apple nicht zu den Gerüchten Stellung nehmen.
Sollte der Touchscreen- oder auch Tablet-PC tatsächlich der nächste Schritt von Apple sein, dann wird Jobs noch viel Überzeugungsarbeiten leisten müssen, dass wir neben dem Smartphone, dem Computer und dem
Fernseher noch einen weiteren mit dem Internet verbundenen Bildschirm brauchen.

   Bei den Tablet-PCs handelt es sich um Geräte, die praktisch nur
aus einem großen, mit berührungsempfindlichen Sensoren ausgerüsteten Bildschirm bestehen, eine Tastatur gibt es nicht. Grundsätzlich neu sind solche Computer nicht. Schon seit Anfang der 90er Jahre gab esimmer wieder Versuche, diesen Tablet-PCs zum Durchbruch zu verhelfen. So gibt es auch Hybrid-Notebooks, die sich durch Drehen des Bildschirms auch als Tablet-PCs nutzen lassen.

 


   Der große Erfolg ist aber bisher ausgeblieben, auch wenn Größen
wie Microsoft-Mitgründer Bill Gates immer wieder dafür geworben
haben. Laut der Markforschungsfirma IDC wurden auf dem bisherigen Absatz-Höhepunkt im Jahr 2007 weltweit 1,5 Millionen Tablet-PCs verkauft - weniger als ein Prozent des PC-Absatzes im gleichen Jahr. An normale Konsumenten gingen dabei nur rund ein Drittel, der Rest war zum Beispiel für Arztpraxen oder Filialgeschäfte bestimmt.

   Auch auf der großen Messe für Unterhaltungselektronik (CES) in Las Vegas in der vergangenen Woche war wieder vom Tablet-PC die Rede, Prototypen von Hewlett-Packard und Dell waren zu sehen. Marktreif waren die Geräte aber noch nicht - alles wartet darauf, was Apple zeigen wird. Damit werde dann der Ton für die nächste Zei vorgegeben, sagt der Analyst Roger Kay von Endpoint Technologies Associates. Dell und HP wollten ihre Geräte noch dementsprechend anpassen können, wenn Apples Ansatz radikal anders sein sollte.

   Das Thema Tablet-PC könnte sich aber auch für das erfolgsverwöhnte Unternehmen Apple als zäh erweisen. Jobs wird sich einiges einfallen lassen müssen, um die Verbraucher zu überzeugen, dass sie so ein Gerät überhaupt brauchen. Es ist vermutlich zu groß, um es leicht mit sich herumzutragen, aber zu klein, um darauf gerne Filme zu sehen. Überraschungen sind Apple aber ja schon häufiger gelungen: Tragbare Musik-Abspielgeräte gab es auch schon vor dem iPod und Smartphones vor dem iPhone - und trotzdem revolutionierten beide eine Branche.

Jessica Mintz/apn
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von multimedia am: 13.01.2010, 09:52 Uhr

Rupert Murdoch will mit einem Dogma der Gegenwart aufräumen: Im Internet ist alles gratis. Der Medienmogul aus den Vereinigten Staaten träumt davon, für Inhalte seiner Newsportale Gebühren einzuheben. Den Online-Profis kostet das ein müdes Lächeln. Wie dieser Versuch ausgehen wird, zeigt das Beispiel der New York Times, deren Internet-Artikel man jahrelang nur gegen Bezahlung lesen konnte. Heute hat selbst die NYT eingesehen, dass man so kein Geschäft macht.

 

Umso verwunderlicher ist es daher, dass der Axel Springer Verlag nun auch Geld für sein Internet-Angebot verlangen will. Das sagte Springer-Chef Mathias Döpfner in einem Interview mit der FAZ. Für die Leitmedien Bild und Welt wird es iPhone-Apps geben, die User mit Nachrichten versorgen – natürlich nur gegen Bargeld. Auch bei Regionalmedien, wie dem Hamburger Abendblatt, sollen die Netz-Leser zur Kasse gebeten werden. So genannte "Premium-Inhalte" sollen zahlenden Kunden vorbehalten bleiben.

 

Als Journalist kann man da nur den Kopf schütteln und sich fragen: Warum schaufelt der Springer Verlag hier ein Millionengrab? Die Kosten für dieses Vorhaben sind erheblich: Die Applikationen für das iPhone müssen programmiert Bezahlsysteme für die "Premiumkunden" erdacht werden. Weiters kann man zahlende Leser wohl kaum mit Werbebannern bombardieren – es entfallen wichtige Einnahmen.

 

Und wofür dieser Aufwand? Für möglicherweise eine Hand voll Menschen, die das "Bild-Programm" am iPhone benutzen. Die meisten werden mit ihren internetfähigen Handys einfach die Homepage von Bild aufrufen, denn das kostet nichts. Jene die nicht für den "Premiuminhalt" des Abendblattes zahlen wollen, gehen auf die Seite der Hamburger Morgenpost und lesen dort nach, was Sache ist.

 

Hinzu kommt der ARD mit der Tagesschau. Die öffentlich-rechtliche Sendergemeinschaft sieht es als ihre Pflicht an, den Lesern im Internet gratis Nachrichten zu bieten – schließlich wird tagesschau.de durch Gebühren finanziert, sowie orf.at.

 Ich wünsche dem Springer Verlag daher viel Glück bei dem Versuch, Geld für etwas zu verlangen, das bisher gratis war.

 

Roman Huber

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von multimedia am: 05.06.2009, 15:36 Uhr

Öffentliches Aufsehen ist die Leitwährung des freien Marktes, insbesondere in der Unterhaltungsbranche. Dafür hat der TV–Sender RTL reichlich gesorgt, noch bevor dort  die Doku-Soap „Eltern auf Probe“ begonnen hat. Die Sendung – eine Erfindung der BBC – dreht sich um Teenager mit Kinderwunsch, denen zur Probe ein fremdes Baby übergeben wird. In der solcherart simulierten Eltern-Praxis können die Jugendlichen testen, wie sie mit eigenem Nachwuchs zurande kämen. Und die Kameras waren immer dabei.

Es gab schon im Vorfeld hitzige Diskussionen und sogar Anzeigen. Obwohl das Produkt wenig spektakulär ausgefallen ist, hat das Projekt einen widerlichen Geschmack:  Unterhaltung auf Kosten von Wesen, die das Geschehen nicht selbst mitbestimmen können, ist geschmacklos. Das gilt im Übrigen auch für Tiere, siehe Zirkus oder Military-Reiten.

Der Sender rechtfertigt seine Säuglings-Show als „Test für Familienkompetenz und Verantwortung“. Sogar ein Beitrag gegen fahrlässig herbeigeführte Teenager-Schwangerschaften soll es sein. Da lachen die Hühner. Es gab Zeiten (und vermutlich sind sie auch nicht vorbei), da hätte RTL am liebsten die Entstehung von Teenagerschwangerschaften live übertragen, wäre dies erlaubt gewesen.

Nein, es geht um Quote, um das so genannte Werbeumfeld, sprich: um ein Programm, mit dem man dem Publikum möglichst viele Werbespots möglichst wirksam unterjubeln kann.

Bleibt die Frage, was die Eltern der kleinen Käfer motiviert, selbige der stressbeladenen Situation eines Fernsehstudios auszuliefern. Die Medizin hat längst nachgewiesen, dass Kinder im zarten Alter von ein paar Monaten diffuse Ängste entwickeln, die nur durch haptische und visuelle Geborgenheit zu mindern sind. Sicher wird Geld eine Rolle gespielt haben. Aber mehr noch vielleicht der exhibitionistische Selbstdarstellungsdrang, dessen Bühnen vor allem die Web-Sites Facebook, YouTube etc. sind.

An diesem nascht das gute alte Fernsehen halt auch mit. Ehekrachs, unverhoffte Wiedersehen, Schuldbekenntnisse etc. sind die Substanz vieler Talkshows. Selbstentblößungen im Dschungel ebenso. Die Devise lautet:  Ich werde öffentlich, also bin ich. Vielleicht nehmen es die Babys ja mit Humor, wenn sie sich zehn, fünfzehn Jahre später in der Windel-Revue sehen. Vielleicht auch nicht.

Frido Hütter

fernseher    medien    tv
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von multimedia am: 31.05.2009, 11:49 Uhr

Fernsehen ja, aber nicht zu jener Zeit, die vom Sender festgelegt wird. Immer mehr Jugendliche und sonstige Freunde der Technik verlagern ihren TV-Konsum ins Internet. Auf den Seiten von ATV, Puls 4, ARD, RTL etc. kann mittlerweile ein Großteil der Formate - von Magazinen über Nachrichten bis hin zu Serien und Shows - online angesehen werden. 24 Stunden am Tag und großteils gratis.

Der ORF ist diesbezüglich im Hintertreffen. Unter ondemand.orf.at finden sich zwar alle "ZiB"-, "Bundesland Heute"- und "Heute in Österreich"-Sendungen der letzten Tage, Programme wie "Thema", "Report" oder "Karlich" sucht man jedoch vergeblich. 

"Noch", wie ORF-Online-Direktor Thomas Prantner betont. "Unsere Video-on-demand-Plattform ist fertig und befindet sich in der internen Testphase. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit startet sie im Sommer." Ab dann sollen vorerst 60 ORF-Sendungen online zur Verfügung stehen. Der inhaltliche Fokus wird auf öffentlich-rechtlichen Kernangeboten liegen, wie Info-, Magazin-, Regional-,  Religion-, Sport- und Servicesendungen. Dazu wird das Angebot an Livestreams erweitert. 

Auch für die Werbung ist Web- TV hochinteressant. Bevor Sendungen auf www.atv.at starten, gibt es einen 30-Sekunden-Spot: "Der ist so kurz, den klickt niemand weg", sagt Christoph Brunmayr von ATV. Hier gibt sich der ORF zugeknöpft: Die Forderung des Verbandes Österreichischer Zeitung, wonach sein Onlinedienst frei von Werbung sein muss, bleibt unkommentiert.  

DIE ANGEBOTE IM ÜBERBLICK

ORF

Unter ondemand.orf.at sind dieAusgaben von „ZiB“, „Bundesland Heute“ und „Heute in Österreich“ der letzten Tage gratis. Auf iptv.orf.at gibt es Kurzvideos aus ZiB-Sendungen sowie unkommentierte Beiträge internationaler Agenturen. Ab Sommer will ORF Online TV 60 Sendungen anbieten.

Puls 4

Auf puls4.com finden sich Videos von Formaten wie etwa „CaféPuls“, „Google Trends“, „VIPLounge“ und „Stadtreport“. Auf modelwg.puls4.com gibt es die ausgestrahlten Folgen der„Model WG“ garniert mit vielen Hintergrundinfos. Die Videos sind kostenlos, aber nicht werbefrei.

ATV

Auf www.atv.at stehen alle Eigenproduktionen wie „Hi Society“,„Bauer sucht Frau“ oder „ATV Die Reportage“ einen Tag nach der Ausstrahlung. Videos sind kostenlos, werden aber mit Werbung gestartet und auch kurz unterbrochen. Besonders oft abgerufen wird „Hi Society“.

ARD & ZDF

mediathek.daserste.de ist die benutzerfreundlichste Seite. Die „Tagesschau“ ist oft schon eine Stunde nach Ausstrahlung online, dazu kommen Formate von „Anne Will“ über „Lindenstraße“ bis „Zapp“ (werbefrei). zdf.de/zdfmediathek beinhaltet 50 Prozent des Programms, weniger Übersicht, aber keine Spots.  

RTL

rtl-now.rtl.de ist gut strukturiert, leicht zu bedienen, aber überladen mit Werbung. News-Formate wie „RTL Aktuell“und „RTL Exklusiv“ sind gratis. „C.S.I. Miami“ kostet 1,99 Euro pro Folge, „GZSZ“ einen Euro je Episode. „Wer wird Millionär?“ kann von Österreich aus nicht abgerufen werden.

ProSieben & Sat1

Unter sat1.tv ist die Bedienung gewöhnungsbedürftig, dafür gibt es u. a. „Anna & die Liebe“ sowie „K 11“ in voller Länge, kostenlos, aber mit Werbung. Das gleiche auf prosieben.tv, wo sich u. a. „Galileo“ und „SwitchReloaded“ finden sowie die Web-Eigenformate „BlockbusterTV“ und „SevenGamesTV“.

CHRISTOPH STEINER

fernseher    interaktive    internet    medien    tv    web
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von norakanzler am: 22.05.2009, 14:23 Uhr

Aufmerksame Leser dieses Blogs werden sich vielleicht daran erinnern. Vor eineinhalb Jahren habe ich an dieser Stelle berichtet, dass auch betagte Herrschaften sich nicht davon abhalten lassen, das moderne Medium Internet kennen zu lernen. Damals schrieb ich auch über Maria Lopez, die noch mit 95 ihr eigenes Blog eröffnete.

Seitdem wurde sie als "älteste Bloggerin der Welt" international bekannt. Jetzt starb die Spanierin im Alter von 97 Jahren in ihrem Heimatdorf. Mit den Geschichten aus ihrem spannenden Leben und ihren Ratschlägen an Jung und Alt begeisterte die "Internet-Oma" Leser auf den fünf Kontinenten.

Bis heute konnte ihr Blog mehr als 1,5 Millionen Besuche verzeichnen. Das Online-Tagebuch wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem als bestes spanischsprachiges Weblog des Jahres 2007.

 "Das Internet hat mir eine neue Welt eröffnet und mich 20 Jahre jünger gemacht", sagte Lopez damals. Ältere Menschen rief sie immer wieder auf, keine Angst vor der Technologie zu haben und ebenfalls das Internet für sich zu entdecken. Ihrem Beispiel war dann auch die australische Bloggerin Olive Riley gefolgt, die im Sommer 2008 im Alter von 108 Jahren starb.

Doch wie habe ich damals zu diesem Thema geendet? Im Internet werden die Damen weiterleben. Das gilt über ihren Tod hinaus.

 

 

Nora Kanzler

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