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26. Mai 2013 09:17
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Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs

Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.

Mit der Bitte um Ihr Verständnis,

Das Team von Kleine Zeitung Digital

von nordisch am: 01.03.2009, 09:38 Uhr

Tag 14 in Liberec!
Sprich, letzter Tag in Liberec!
Sprich, heute geht es wieder nach Hause!
Wenn's interessiert: Von Liberec nach Graz braucht man mit dem Auto je nach Fahrstil zwischen 5,5 und sechs Stunden. Nach Liberec bin ich via Linz und Freistadt gefahren, zurück werde ich heute mein Glück über Wien versuchen...

Ja, die 47. Nordische WM ist also tatsächlich heute vorbei. Meine Abreise aus Liberec werden gemischte Gefühle begleiten. Essen und Preise waren eine Wucht, die Stadt an sich ist gar nicht mal so unhübsch. Weniger erfreulich: Die Hotelkosten (manche Kollegen mussten für Zimmer, die normalerweise 45 Euro die Nacht kosten, 240 Euro hinblättern!), der Mangel an Freundlichkeit bei den Einheimischen (wohl auch, weil viele gegen diese WM gestimmt hatten) und das Wetter. Aber dafür kann ja bekanntlich keiner etwas.

Bleibt noch, euch am Ende einen tapferen Kollegen vorzustellen: Er hat mich die letzten 14 Tage quasi auf Schritt und Tritt begleitet, war stets einsatzbereit, beklagte sich nie über das Wetter oder sonstiges und verhalf mir schlussendlich auch dazu, euch stets auf dem Laufenden zu halten. Kurz gesagt: Danke, lieber Laptop!

 

So, das wars dann aber auch!

Ich hoffe, ich konnte euch Liberec und so manch anderes ein wenig näher bringen!
Ach ja, in zwei Jahren gibt's die nächste Nordische WM - dann in Oslo!
Ich hoffe, wir lesen und da wieder!

Lg
Alex

P.S.: Hätte ich doch beinahe den Wetterbericht vergessen: Heute: kein Schneefall, dafür mittelschwerer Regen bei derzeit +4,5 Grad.

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von nordisch am: 28.02.2009, 10:21 Uhr

Tag 13 in Liberec!
Das Wetter: Stark bewölkt, +2,5 Grad, leichter Regen.

Der 13. Tag im tschechischen Liberec (Reichenberg) und langsam aber sicher gibt es hier die ersten Auflösungserscheinungen. Das Pressezentrum ist längst nicht mehr so dicht bevölkert wie zu Beginn der Weltmeisterschaften. Einige Kollegen haben morgen, Sonntag, keine Zeitung und sind deshalb bereits gestern abend abgereist. Sie hatten allesamt eine unübersehbare Erleichterung ins Gesicht geschrieben - kein Wunder, zwei Wochen Stress, Schnee und Regen können schon ziemlich an die Substanz gehen.

Aber auch bei den frewilligen Helferlein schleicht sich ein erster Schlendrian ein. Waren zu Beginn der WM noch  zwei Polizeiwagen sowie mindestens vier Ordner bei der Einfahrt zur Tipsport-Arena (das Medien- und OK-Zentrum) postiert, so lungerte dort heute früh nur noch ein versprengter Ordner herum, dem es herzlichst wurscht war, ob auf meinem Auto die zur Einfahrt notwendige Plakete angebracht war oder nicht. Er winkte mich mit einem faden Aug' einfach durch....

Aber auch beim Eingang zum Hauptpressezentrum eine neue Sitiuation: Der brave Akkreditierungs-Kontrolleur Lukasz, von dem ich euch vor ein paar Tagen berichtet habe, ist nicht mehr da. Sein Platz, den er die letzten Tage wie seinen Augapfel gehütet und quasi keine Sekunde verlassen hatte, war heute früh verwaist (siehe Foto).

 

Ja, die 47. Nordische WM in Liberec neigt sich dem Ende. Und ganz ehrlich, auch ich freue mich schon wieder auf die Heimat. Auf Menschen, die Deutsch sprechen. Auf Fernsehen, in dem sie Deutsch sprechen. Auf mein Schlafzimmer, dessen Wände nicht rosarot angestrichen sind. Auf meine Dusche, die nicht nach fünf Sekunden mit einem Knopf wiederbetätigt werden muss, auf . . .

Alex

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von nordisch am: 27.02.2009, 11:35 Uhr

Tag 12 in L.
Wetterbreicht: In der früh Regen, gegen 8.30 uhr kurzer schneefall, jetzt (11.30) starker wind.
Sportliches: Das Training der Kombinierer ist bereits dem Wind zum Opfer gefallen, beim heutigen Springen von der Großschanze (geplant ab 16 Uhr) droht selbiges.

Doch eigentlich beschäftigt heute die heimische Journalistenschar ganz etwas anderes: Denn in der Nacht auf Donnerstag wurde in den schicken Teambus der Österreicher eingebrochen. Die Beute: Ein Navigations-System. Der Schaden: Samt eingeschlagener Scheibe rund 4000 Euro.
Zum Glück blieben Laptops, Spielkonsolen und dergleichen unberührt, doch geht man davon aus, dass die Langfinger von Busfahrer Werner Bachmaier überrascht wurden. Der Fahrer, der normalerweise im Bus nächtigt, war nur kurz ins Hotel gegangen, um sich dort zu duschen...

Auf den Bildern ist vom Einbruch nichts zu sehen - Bachmaier hat als Ersatz für die kaputte Scheibe eine Plexiglasscheibe hineingebastelt.

 

In diesem Sinne und der Hoffnung, selbst die auch noch die letzten  drei WM-Tage ohne Überfall oder Diebstahl zu überstehen grüßt euch
Alex 

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von nordisch am: 26.02.2009, 09:47 Uhr

Guten Morgen!

Tag 11 in Liberec - und man möchte es fast nicht glauben, aber es schneit! Überhaupt soll es hier mit dem Wetter in den nächsten Tagen wieder steil bergab gehen. Für heute Nachmittag sind extreme Windböen angesagt - bleibt nur zu hoffen, dass das Springen für den Teambewerb der Kombinierer (ab 11 uhr) über die Bühne gehen kann.

Seit drei Tagen sind wir Journalisten übrigens abends immer  im selben Lokal speisen. Es ist ein Geheimtipp vom Österreicher und jetzigen tschechischen Springer-Coach Richard Schallert. Ein italienisches Lokal, das ein Serbe führt. Von Außen verbreitet das Gebäude den Charme einer absoluten "Winden". Zudem liegt es in einer Gegend, wo sogar die Hunde Messer tragen. Bringt man jedoch genügend Mut auf und tritt ein, wird man dafür auch belohnt. Ein großräumiges Lokal mit sensationellem Essen zu sensationellen Preisen. Zudem mehrere Fernseher, welche die Champions League zum Essen mitliefern.

Auch die norwegischen Fans haben bereits den Weg in dieses "Paradies" gefunden. Man erkennt die rund 15 Männer und Frauen älteren Semesters schon von weitem, sind die doch stets in norwegischer Tracht gekleidet, singen irgendwelche Lieder und sind stets bestens gelaunt.
Ihre Zelte haben die Norsker am Campingplatz in der Nähe des Friedhofs von Vesec (das Langlauf-Stadion in Liberec) aufgeschlagen. Schlafsäcke und kleine Öfen helfen, damit sie die kühlen Nächte überstehen. "Wir sind mit dem Bus nach Liberec gekommen. Wir lieben Langlaufen und es gefällt uns hier sehr gut", sagt Knut Raadal, der aussieht wie ein großer Bär. Täglich findet in ihrem Zeltlager ein großes Grillfest statt - der Renner ist selbst mitgebrachter, gegrillter Lachs.
Trotzdem, ab und zu würden sie auch etwas anderes zum Essen vorziehen, und deswegen eben ein Abstecher zum Italiener. Am Campingplatz würde alles bestens laufen, nur mit der Hygiene gäbe es ein paar Probleme. Daher ist die ganze Truppe am bewerbsfreien Montag nach Prag gefahren um dort einmal ordentlich zu duschen ...

Leider hatte ich keinen Fotoapparat dabei. Ich hoffe, ihr könnt euch dennoch ein Bild machen!

Lg
Alex

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von nordisch am: 25.02.2009, 09:38 Uhr

Guten Morgen!

Wenn ich mich nicht verzählt habe, schreiben wir heute Tag zehn in Liberec. Die Sensation vorweg: Es schneit derzeit nicht. Zudem ist es auch angenehm warm (um die Null Grad) - also musste man in der Früh nicht einmal das Auto abkratzen.

Gestern gab es in der WM-Stadt übrigens den ersten handfesten Eklat. Verletzte doch Doppel-Weltmeister Todd Lodwick die tschechische Seele. Wie das? Bei der Medaillenfeier behauptete der freche US-Boy doch glatt, dass das Budweiser-Bier bei ihm zu Hause in den Staaten weit besser sei als das original Budweiser aus Tschechien. Nun ist allen passionierten Biertrinkern und Amerika-Kennern klar, dass das amerikanische "Bud" einem Wasserbier gleich kommt. Und darin liegt wohl auch die einzige Erklärung für Lodwicks Ausrutscher: Wahrscheinlich hat er zu viel vom tschechischen Budweiser getrunken und daher geriet seine Zunge außer Kontrolle..... :-)

Noch eine kleine Zusatzinfo: In Liberec wird vorrangig das Stadt-eigene Gambrinus-Bier ausgeschenkt (die Brauerei ist übrigens auch Hauptsponsor der tschechischen Fußball-Liga). Ansonsten bekommt man hier auch noch das Pilsener Urquell. Beide Gerstensäfte sind um rund 90 Cent pro halber Liter zu haben, das Budweiser kostet hingegen etwas mehr als einen Euro! Kurz gesagt: Tschechien ist das Eldorado für alle Bier-Liebhaber.

In diesem Sinne
Prost und Lg
Alex

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von nordisch am: 24.02.2009, 13:55 Uhr

Hallo allerseits!

Am gestrigen Tag fanden in Lberec keine WM-Bewerbe statt - daher habe auch ich mir die Freiheit genommen, den Blog-Eintrag zu schwänzen. Stattdessen bin ich mit einem Kollegen in das knapp zwei Stunden entfernte Dresden gefahren. Es war ein spannender Tag - und mein Tagebuch-Eintrag lautet wie folgt:

 Ein Tag ohne WM-Bewerbe in Liberec. Also, was tun? Zum
x-sten Mal den Kampf mit den Schneemassen aufnehmen und
sich durch die Innenstadt pflügen? Klingt "semi-cool". Alternativen? "Warum nicht nach Dresden fahren? Das soll nicht weit weg sein", meint ein Kollege. Gebongt! Abfahrt: 9 Uhr.
Da besagter Kollege im Besitz eines Navigationssystems ist,
hat er auch das Los des "Auto-Bereitststellers" und somit auch
Fahrers gezogen. Praktisch. Der Zielort wird ins "Navi" eingetippt, das technische Wunderwerk spuckt eine Fahrzeit von zwei Stunden aus - los geht's!
Die Straßen sind frei, die Stimmung ist bestens. Nach nur 20 Kilometern (dazwischen geht es für rund 800 m durch Polen) ist man in Zittau, sprich Deutschland. Das "Navi" arbeitet gut ­ "für die nächsten 36 Kilometer immer der Straße folgen", plärrt die weibliche Stimme. Eine kleine Stadt im "Kreis Görlitz" folgt der nächsten, immer mitten durch. Immer ein Lkw vor uns, keine Überholmöglichkeit. Es beginnt zu nerven.
Schon zwei Mal haben wir einen Wegweiser Richtung Autobahn
ignoriert, weil das "Navi" es offensichtlich besser weiß. Stutzigkeit macht sich breit. Eine Kontrolle des Geräts ergibt: Der Besitzer hatte die Variante "Keine Autobahnen" aktiviert. Ein kurzer, böser Blick Richtung Kollegen sagt alles. Das "Navi" wird neu programmiert, die
Fahrtzeit reduziert sich plötzlich um ein gutes Drittel.
Bald ist die Autobahn erreicht, und dann geht's rasend schnell. Nur
wundert es, warum der Kollege nie auf die Sechste schaltet. Er er
staunt: "Ich wuss te gar nicht, dass das Auto einen sechsten Gang hat. Deswegen war es wohl immer so laut und der Benzinverbrauch so hoch." Davon ist auszugehen . . .
Endlich in Dresden. Die Stadt ist eine Reise wert. Es folgen die Besichtigung von Frauenkirche (Bild 1), Zwinger (Bild 2) und Semper-Oper (Bild 3). Doppelter Bonus: Erstens: Das herrliche Gefühl, endlich wie
der unter deutschsprachigen Menschen zu weilen. Zweitens:
Eine schneefreie Landschaft. Dass es dafür den ganzen Tag
regnet, wird geduldet.
Nach sechs Stunden Sightseeing und Konsumieren geht's
wieder retour. Diesmal ist das elektronische "Helferlein"  richtig eingestellt, der Rückweg führt über viele Kilometer Autobahn und einen längeren Weg durch Polen. Das wir uns dort noch einmal verfahren, wird in Kauf genommen. Denn es war ein schöner Tag.

Lg Alex

 

 

 

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