10. Februar 2012 03:35 | |||||
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Mitglied seit: 08.05.2003
Geschlecht: männlich Geburtstag: 23.09.1970 Sternzeichen: Jungfrau Hobbys: lesen gesellschaft... |
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Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs
Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.
Mit der Bitte um Ihr Verständnis,
Das Team von Kleine Zeitung Digital
(60.000 Mails der NPD belegen, den Wolf im Schafspelz)
Nachdem ich nun doch einige hunderte Kommentare in den diversen Online-Zeitungen gelesen und Radiojournalen gehört habe, haben sich ein paar fiktive Charaktere herauskristallisiert, die pro Wehrpflicht stimmen:
1. Mutter, deren Sohn bald zum Bundesheer gehen muss, votiert für die Wehrpflicht, weil das Bundesheer ihren Sohn endlich mal Ordnung und Disziplin beibringt, ihr gelang es nicht.
2. Vater, der Sorge hat, dass sein Sohn homosexuell wird und sich deshalb lautstark für die Wehrpflicht einsetzt und argumentiert mit Pflichterfüllung und dass die noch niemanden geschadet hat.
3. Junges Mädchen, deren Freund beim Bundesheer ist und sie es deshalb für voll cool hält.
4. Dame im mittleren Alter, die dem Zauber der Montur erlegen ist und sich deshalb für das Bundesheer oder Wehrpflicht oder so einsetzt, so genau weiß sie das nicht.
5. Älterer Herr, Altnazi, der Zivildiener stets als Weicheier und als feige in den diversen Internetforen beschimpfte und nur Soldaten als richtige Männer anerkannte, jetzt aber bemerkt, dass er vielleicht einmal Pflegehilfe benötigt und er dann doch einen billigen Zivildiener braucht und deshalb argumentiert er es mit der vaterländischen Verpflichtung dem Land zu dienen.
6. Der Metzger, weil er durch seine Verkäufe an die Kaserne gut lebt.
7. Der Bäcker, weil er durch seine Verkäufe an die Kaserne gut lebt.
8. Der Lokal-Politiker, der den Bäcker und Metzger unterstützt, um wieder vom Metzger und Bäcker gewählt zu werden und deshalb öffentlich von den Werten der österreichischen Neutralität spricht, die es gilt zu erhalten, wenn die Kaserne in der Stadtgemeinde verbleibt.
9. Der Waffenhändler und der Industrielle, der das Heer mit „Berufsbekleidung“ für Rekruten beliefert. Sie machen sich naturgemäß Sorgen um ihre Geschäfte.
10. Der Bundespolitiker, der den Waffenhändler und den Industriellen persönlich kennt und auf der Jacht des Industriellen schon mal mitsamt Gattin eingeladen war und im Radio an das Volk appelliert für die Sicherheit und Neutralität von Österreich zu votieren.
11. Das ältere Ehepaar, das gerne Radio hört und findet, dass die Sicherheit von Österreich in Gefahr ist, bei Abschaffung der Wehrpflicht.
12. Der Politiker, der grundsätzlich das behauptet, was ihm der Clubzwang vorschreibt.
13. Der Offizier, der sich seiner Macht beraubt fühlt, wenn ihm diejenigen abhanden kommen, die ihm von Staatswegen unterstellt waren.
14. Der Offizier, der Sorge trägt, dass ihm sein VW Touareg als Dienstfahrzeug abhanden kommt.
15. Der Offizier der sich Sorge macht, dass „Ausbildungszentren“ geschlossen werden und er somit auf sein günstiges Urlaubsziel verzichten muss.
16. Der Ausbildner, der befürchtet, eventuell jene Arbeiten verrichten muss, die zuvor die Rekruten vollzogen haben.
17. Der 25jährige, der auch die Wehrpflicht absolvierte und nun nicht einsieht, dass andere davon entbunden werden.
18. Der 17jährige, der ein Fan von allem Militärischen ist und daher für alles Militärische votiert, er sieht seine Karriere beim Militär, weil Schule ist nicht seines. Am liebsten mag er Actionfilme.
19. Der Motocross-Sportler und der Sportfischer, die vom Heer gesponsert werden, im Namen der Landesverteidigung.
20. Die Eltern des Motocross-Sportlers und des Sportfischers, die sehr stolz auf ihre sportlichen Söhne sind.
21. Der Kitzbühler Hotelier, der auf die überaus günstigen Helfer beim Hahnenkammrennen nicht verzichten will.
Vollständigkeit kann nicht garantiert werden.
Ich habe Mitleid
(Tödliche Pisten)
Angesichts dessen, dass einige meiner Kommentatoren einräumten, sie hätten kein Mitleid mit diesen Sportlern, sie machen es ja freiwillig, muss ich gestehen, dass ich sehr wohl Mitleid mit diesen jungen Menschen, diesen jungen Sportlern habe.
Es erscheint mir zu einfach zu sein, zu sagen, sie kennen die Gefahren, also sind sie selber schuld. Die Freiwilligkeit ist oftmals eine nicht einfache (be)greifbare Materie.
Ich möchte nicht wissen, wie viele von diesen jungen Sportlern in dieses Schema von Kindesalter an ungefragt hineingepresst wurden und aus diesem nicht mehr so leicht herauskommen.
Wir kennen die Erzählungen eines Hansi Hinterseers, wie er vom Mob bespuckt wurde, weil er mal nicht brillierte. Die Freiwilligkeit wird von vielen Zwängen manipuliert.
Der Druck der Öffentlichkeit, den des nationalistischen Mobs, den der nationalistischen dummen Medien, die jeden Sieger einschließlich mit Kosenamen für sich augenblicklich vereinnahmen und sie sogleich als unser Hansi, unser Schlieri, unser Morgi oder sonst welchem vertrottelten Abkürzungen bezeichnen und zugleich Verlierer erbarmungslos niedermachen, der Sieger-Macho-Weicheier-Kult hat sich bis zum ORF durchgedrungen, ich erwähnte bereits, dass ORF-Tirol-Redakteure nicht mehr ohne dieser unsäglichen Wortwahl auskommen, den Druck der Sponsoren, der Funktionäre, der Bekannten, den Druck der eitlen Politiker, die sich erhoffen, sich ihm Siegesglanz zu suhlen, den Druck der Freunde und mitunter leider auch der Druck aus der Familie.
Ja, auch von der Familie.
Ich weiß von einer Mutter, die mir erzählte, was es doch für ein „Theater“ war, als ihre Tochter den Ski-Renn-Sport beendete. Der Vater redete eine Weile nicht mit ihr, weil er doch so viel Zeit in seine Tochter investiert hatte. Und die Mutter sagte, sie war heilfroh darüber, denn sie zitterte jedes Mal um das Leben ihrer Tochter.
Diese Umstände werden nicht in den Seitenblicke-Magazinen ausgestrahlt und finden sich auf keiner Sportseite wieder, dort bejubelt man lediglich prügelnde Eishockeyspieler und rechtfertigt den Sport als probates Mittel für die Jugend.
Ich will damit nur aufzeigen, dass die vermeintliche Freiwilligkeit, doch nicht immer so freiwillig ist.
Ich kann gegen dieses Treiben nicht viel ausrichten, außer hier zu schreiben oder vielleicht gar mal einen böses Filmchen zu drehen.
So weit meine persönlichen Erkenntnisse, ich werde mein Wissen darin noch vertiefen, sollte es mir gelingen, das Buch „Tödliche Pisten. Skirennen um jeden Preis“ von Kamil Taylan zu erwerben.
oitzinger
Soldaten hochgejubelt - Zivildiener niedergemacht?
Wenn man ein Pflegefall wird, was will man dann?
Gepflegt oder erschossen werden?
Man darf an das Sterben nicht denken, weil man sonst nicht gewinnen kann.
Und solche Menschen werden in Österreich als Helden gefeiert.
Sind das die Werte, die wir unseren Kindern vermitteln wollen?
Meine persönliche Quintessenz:
Verschont unsere Kinder von Sportlern, Medien und Politiker mit solchen Ansichten …!
Ich bin der Überzeugung, dass es in Österreich eine vehemente „Sportvertrottelung“ gibt, das sollte ich zu einem späteren Zeitpunkt nochmals näher erörtern.
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LaurelWreathDowChemi...
22.07.2010, 19:07
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13.05.2010, 23:09
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