ABSCHIED
So, nun ist es wohl soweit, …
Irgendwie habe ich mich jetzt lange gedrückt, aber ein „englischer Abschied“ soll es dann doch nicht werden.
Zugegeben ich habe dieses Blog doch in letzter Zeit vernachlässigt, leider erhielt ich nicht mehr via E-Mail Bescheid hinsichtlich Kommentare, so dass ich wohl dem einen oder anderen Poster die Antwort schuldig blieb. Dafür möchte ich mich entschuldigen.
Durch mein Blog in der Kleinen Zeitung durfte ich mich über Jahre mal richtig ausspinnen, von persönlich seriösen und mir wichtigen Anliegen bis zu den abstrusen Gschichterln, die oft gar nicht so weit von der Realität entfernt waren. Ich schrieb mir sehr häufig den Ärger vom Leib oder kompensierte ihn mit meinen seltsamen Storys und manchmal war es eine mir unerklärliche Lust am Experimentieren und Fabulieren. Es freut mich, dass es doch sehr viele waren, denen das Geschreibsel vom kleinen oitzinger gefallen hat.
Es war nie meine Absicht jemanden zu beleidigen oder zu verletzen, ich hatte stets mein persönliches Gewissen im Vordergrund stehen. Andererseits war und ist es jedoch auch nicht meine Intention „Everybodys Darling“ zu sein, es gibt Themen des Humanismus denen ich näher stehe, als dass ich zum Populisten werde.
Was mich aber besonders freute, waren die vielen lieben Mit-BloggerInnen, die ich hier kennen lernen durfte, mit denen ich nun zum Teil auf Facebook befreundet bin. Bezaubernde Menschen – schon allein dafür, war das Blog der Kleinen Zeitung eine wunderbare Einrichtung.
Dafür möchte ich auch meinen ausdrücklichen Dank an das Team der Kleinen Zeitung richten.
Ich gebe zu, dieser Abschied erfüllt mich doch mit Wehmut, aber auch wenn es abgedroschen klingen mag, ein Ende kann auch ein neuer Anfang sein …
… soll heißen, der oitzinger wird im Cyberspace wieder erscheinen, auf unterschiedlichsten Plattformen, in anderen Gewändern, mal ernst und mal komisch, … grad wie er drauf ist.
Ich wünsche Euch alles Gute und vielleicht auf ein baldiges Wiedersehen
Euer oitzinger
Osten, sehr nah
Ein erster wichtiger Schritt ist getan, in Ägypten. Was darauf folgt, vermag ich nicht zu sagen.
Was mich jedoch im Nachhinein besonders schockiert, ist, dass die konventionellen Medien in den letzten Jahren total versagt haben. Oder war ich es, der versagt hat? Mal ganz ehrlich, wer, wenn man nicht selbst aus diesen Ländern kam oder Bekannte, Freunde aus diesen Ländern hatte, wusste denn etwas von einer Diktatur in Ägypten oder Tunesien? Schreckensdiktaturen unmittelbar vor der Haustüre? Der ORF (Tirol) machte doch Werbung für Urlaub in Ägypten. Hätte man mich vor drei Wochen nach Diktaturen auf dieser Welt gefragt, wären mir gerade mal Nordkorea, Weißrussland, Kuba, Myanmar, China und in gewisser Weise Russland, eingefallen, ich weiß schon, reinste Diktaturen sind das auch nicht, aber für mich fällt auch eine Oligarchie oder absolute Monarchie unter den Begriff Diktatur. Allerdings Ägypten und Tunesien wären ganz bestimmt nicht dabei gewesen.
Ich gebe ja zu, dass ich nicht zu den klassischen Zeitungslesern gehöre, die die TAZ oder seitenweise politische Analysen in der Frankfurter Allgemeinen stundenlang studieren können, dazu fehlt mir schlicht die Zeit und auch die Geduld. So wie mir, geht es wahrscheinlich der Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung in Österreich. Ja, der ORF machte Werbung für Urlaubsreisen nach Ägypten. Und Freunde und Bekannten verbrachten ihre Urlaube in Ägypten. Wäre ich nicht gänzlich reisefaul, so hätte man mich auch schon des Öfteren nach Tunesien mitgeschleift.
Und so nebenbei erfährt man, dass diese Diktatoren vom Westen, also den USA und auch der EU gesponsert wurden.
Ich will hier gar kein klassisches USA-Bashing betreiben, wie es Links- oder Rechtsradikale machen, denn zuerst sollte man vor der eigenen Haustür kehren. Trotzdem wirft dies unweigerlich die Frage auf, wie viele Diktatoren sponsert der Westen noch, womöglich mit unseren Steuergeldern?
Die französische Außenministerin Marie Alliot bot noch vor wenigen Tagen an, französische Polizei nach Tunis zu entsenden, um die Aufstände niederzuschlagen, zum Schutz des Präsidenten (!).
Und was hörte man von der europäischen Außenministerin? Nicht viel. Man überlässt ein Volk sich selbst. Ich weiß schon, dass es nicht einfach sein mag, dass sich Staaten in andere Staaten einmischen dürfen. Wäre hier nicht eine Weltpolizei von Nöten? Stichwort: UNO.
Welche Sympathie würde man wohl den USA oder Europa entgegenbringen, wenn man selbst oder ein Angehöriger ein Opfer dieser Regime war? Gefoltert, getötet. Wäre man Vater eines getöteten Sohns oder Sohn eines getöteten Vaters, was schert einen noch das eigene Leben?
Hätte man noch Respekt vor den Finanziers der Mörder des eigenen Fleisch und Bluts?
Und was geschieht nun in Algier, Rabat?
Lassen wir uns überraschen. Was ich allerdings gelernt habe, ist, dass wir viel, viel mehr Transparenz benötigen.
Facebook, Twitter & Co stellen eine neue Form von Demokratie und Meinungsfreiheit dar und sobald diese Dienste eingeschränkt werden, weiß man um die Rechtschaffenheit der Staaten.
Aber wohlgemerkt, verwechseln wir Meinungsfreiheit niemals mit dem Recht Menschen, Personen und Gruppen zu diffamieren.
Meinungsfreiheit bedeutet nicht das Recht auf Rassismus, Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit, das sei denen gesagt, die lautstark nach Meinungsfreiheit rufen um obiges zu zelebrieren. (60.000 Mails der NPD belegen, den Wolf im Schafspelz)
Nachdem ich nun doch einige hunderte Kommentare in den diversen Online-Zeitungen gelesen und Radiojournalen gehört habe, haben sich ein paar fiktive Charaktere herauskristallisiert, die pro Wehrpflicht stimmen:
1. Mutter, deren Sohn bald zum Bundesheer gehen muss, votiert für die Wehrpflicht, weil das Bundesheer ihren Sohn endlich mal Ordnung und Disziplin beibringt, ihr gelang es nicht.
2. Vater, der Sorge hat, dass sein Sohn homosexuell wird und sich deshalb lautstark für die Wehrpflicht einsetzt und argumentiert mit Pflichterfüllung und dass die noch niemanden geschadet hat.
3. Junges Mädchen, deren Freund beim Bundesheer ist und sie es deshalb für voll cool hält.
4. Dame im mittleren Alter, die dem Zauber der Montur erlegen ist und sich deshalb für das Bundesheer oder Wehrpflicht oder so einsetzt, so genau weiß sie das nicht.
5. Älterer Herr, Altnazi, der Zivildiener stets als Weicheier und als feige in den diversen Internetforen beschimpfte und nur Soldaten als richtige Männer anerkannte, jetzt aber bemerkt, dass er vielleicht einmal Pflegehilfe benötigt und er dann doch einen billigen Zivildiener braucht und deshalb argumentiert er es mit der vaterländischen Verpflichtung dem Land zu dienen.
6. Der Metzger, weil er durch seine Verkäufe an die Kaserne gut lebt.
7. Der Bäcker, weil er durch seine Verkäufe an die Kaserne gut lebt.
8. Der Lokal-Politiker, der den Bäcker und Metzger unterstützt, um wieder vom Metzger und Bäcker gewählt zu werden und deshalb öffentlich von den Werten der österreichischen Neutralität spricht, die es gilt zu erhalten, wenn die Kaserne in der Stadtgemeinde verbleibt.
9. Der Waffenhändler und der Industrielle, der das Heer mit „Berufsbekleidung“ für Rekruten beliefert. Sie machen sich naturgemäß Sorgen um ihre Geschäfte.
10. Der Bundespolitiker, der den Waffenhändler und den Industriellen persönlich kennt und auf der Jacht des Industriellen schon mal mitsamt Gattin eingeladen war und im Radio an das Volk appelliert für die Sicherheit und Neutralität von Österreich zu votieren.
11. Das ältere Ehepaar, das gerne Radio hört und findet, dass die Sicherheit von Österreich in Gefahr ist, bei Abschaffung der Wehrpflicht.
12. Der Politiker, der grundsätzlich das behauptet, was ihm der Clubzwang vorschreibt.
13. Der Offizier, der sich seiner Macht beraubt fühlt, wenn ihm diejenigen abhanden kommen, die ihm von Staatswegen unterstellt waren.
14. Der Offizier, der Sorge trägt, dass ihm sein VW Touareg als Dienstfahrzeug abhanden kommt.
15. Der Offizier der sich Sorge macht, dass „Ausbildungszentren“ geschlossen werden und er somit auf sein günstiges Urlaubsziel verzichten muss.
16. Der Ausbildner, der befürchtet, eventuell jene Arbeiten verrichten muss, die zuvor die Rekruten vollzogen haben.
17. Der 25jährige, der auch die Wehrpflicht absolvierte und nun nicht einsieht, dass andere davon entbunden werden.
18. Der 17jährige, der ein Fan von allem Militärischen ist und daher für alles Militärische votiert, er sieht seine Karriere beim Militär, weil Schule ist nicht seines. Am liebsten mag er Actionfilme.
19. Der Motocross-Sportler und der Sportfischer, die vom Heer gesponsert werden, im Namen der Landesverteidigung.
20. Die Eltern des Motocross-Sportlers und des Sportfischers, die sehr stolz auf ihre sportlichen Söhne sind.
21. Der Kitzbühler Hotelier, der auf die überaus günstigen Helfer beim Hahnenkammrennen nicht verzichten will.
Vollständigkeit kann nicht garantiert werden.
Ich habe Mitleid
(Tödliche Pisten)
Angesichts dessen, dass einige meiner Kommentatoren einräumten, sie hätten kein Mitleid mit diesen Sportlern, sie machen es ja freiwillig, muss ich gestehen, dass ich sehr wohl Mitleid mit diesen jungen Menschen, diesen jungen Sportlern habe.
Es erscheint mir zu einfach zu sein, zu sagen, sie kennen die Gefahren, also sind sie selber schuld. Die Freiwilligkeit ist oftmals eine nicht einfache (be)greifbare Materie.
Ich möchte nicht wissen, wie viele von diesen jungen Sportlern in dieses Schema von Kindesalter an ungefragt hineingepresst wurden und aus diesem nicht mehr so leicht herauskommen.
Wir kennen die Erzählungen eines Hansi Hinterseers, wie er vom Mob bespuckt wurde, weil er mal nicht brillierte. Die Freiwilligkeit wird von vielen Zwängen manipuliert.
Der Druck der Öffentlichkeit, den des nationalistischen Mobs, den der nationalistischen dummen Medien, die jeden Sieger einschließlich mit Kosenamen für sich augenblicklich vereinnahmen und sie sogleich als unser Hansi, unser Schlieri, unser Morgi oder sonst welchem vertrottelten Abkürzungen bezeichnen und zugleich Verlierer erbarmungslos niedermachen, der Sieger-Macho-Weicheier-Kult hat sich bis zum ORF durchgedrungen, ich erwähnte bereits, dass ORF-Tirol-Redakteure nicht mehr ohne dieser unsäglichen Wortwahl auskommen, den Druck der Sponsoren, der Funktionäre, der Bekannten, den Druck der eitlen Politiker, die sich erhoffen, sich ihm Siegesglanz zu suhlen, den Druck der Freunde und mitunter leider auch der Druck aus der Familie.
Ja, auch von der Familie.
Ich weiß von einer Mutter, die mir erzählte, was es doch für ein „Theater“ war, als ihre Tochter den Ski-Renn-Sport beendete. Der Vater redete eine Weile nicht mit ihr, weil er doch so viel Zeit in seine Tochter investiert hatte. Und die Mutter sagte, sie war heilfroh darüber, denn sie zitterte jedes Mal um das Leben ihrer Tochter.
Diese Umstände werden nicht in den Seitenblicke-Magazinen ausgestrahlt und finden sich auf keiner Sportseite wieder, dort bejubelt man lediglich prügelnde Eishockeyspieler und rechtfertigt den Sport als probates Mittel für die Jugend.
Ich will damit nur aufzeigen, dass die vermeintliche Freiwilligkeit, doch nicht immer so freiwillig ist.
Ich kann gegen dieses Treiben nicht viel ausrichten, außer hier zu schreiben oder vielleicht gar mal einen böses Filmchen zu drehen.
So weit meine persönlichen Erkenntnisse, ich werde mein Wissen darin noch vertiefen, sollte es mir gelingen, das Buch „Tödliche Pisten. Skirennen um jeden Preis“ von Kamil Taylan zu erwerben.
oitzinger

Soldaten hochgejubelt - Zivildiener niedergemacht?
Wenn man ein Pflegefall wird, was will man dann?
Gepflegt oder erschossen werden?
Man darf an das Sterben nicht denken, weil man sonst nicht gewinnen kann.
Und solche Menschen werden in Österreich als Helden gefeiert.
Sind das die Werte, die wir unseren Kindern vermitteln wollen?
Meine persönliche Quintessenz:
Verschont unsere Kinder von Sportlern, Medien und Politiker mit solchen Ansichten …!
Ich bin der Überzeugung, dass es in Österreich eine vehemente „Sportvertrottelung“ gibt, das sollte ich zu einem späteren Zeitpunkt nochmals näher erörtern.
Glock
Was denkt wohl ein Herr Gaston Glock, wenn er von dem Attentat in Arizona hört?
Schuldig im Sinne der Anklage
Vor einiger Zeit lauschte ich einem Psychologen im Radio, der meinte, dass diejenigen, die am Schulhof geschlagen werden, selbst an ihrer Situation schuld sind, weil sie die Opferrolle annehmen. Ja, so waren seine Worte.
Da ich ja nicht studiert habe und deshalb geistig diesem Psychologen schwer unterlegen bin, ging ich für kurze Zeit mit der Idee schwanger, meine damaligen Peiniger telefonisch zu kontaktieren und sie um Entschuldigung zu bitten, weil ich durch meine bloße Existenz als Opfer sie zu unüberlegten Handlungen gereizt habe.
Das Gleiche gilt natürlich auch, wenn man auf offener Straße überfallen und zusammengeschlagen wird, klarerweise ist die/der Überfallene schuld daran, auch sie/er hat sich in die Rolle des Opfers gedrängt und den Straßenräuber geradezu genötigt überfallen zu werden.
Wenn Einbrecher das Haus oder die Wohnung ausräumen, erklärt uns das Innenministerium, trägt man natürlich auch daran Schuld, weil man durch die Nichtinstallation von Alarmanlagen und einbruchssicheren Fenster und Türen die Einbrecher regelrecht zum Einbruch einlädt. Wir sollten uns wirklich schämen.
Wenn in der Welt Kriege um Öl geführt werden und Menschen sich deshalb die Schädel einschlagen, sind natürlich auch wir dafür verantwortlich, weil wir mit dem Auto zur Arbeit fahren. Wenn wir kein Auto kaufen, sind wir schuld, weil wir so miese Konsumenten sind und werden für zigtausende Arbeitslose verantwortlich gemacht. Wenn der Autokonsum um 5% zurückgeht, ist das der Weltuntergang und der Staat, sprich Steuerzahler muss milliardenschwere Rettungspakete schnüren, wenn der Autokonsum um 20% steigt, dann holen sich die Nadelgestreiften die Boni ab.
Wenn wir billige Nicht-Marken-T-Shirts einkaufen, sind wir klarerweise mitschuldig an Kinderarbeit und Ausbeutung. Zwar können sich die Markenfirmen auch nicht gerade in Ruhm suhlen und für hervorragende Arbeitsbedingungen ihrer Subunternehmen garantieren, aber das ist eine andere Geschichte. Wir sollen gefälligst Markenkleidung kaufen und zwar die teure, am besten maßgeschneidert. Also jenes edle Tuch, wenn man es gekauft hat, zu einem Glas Champagner vom Boutiquenbesitzer eingeladen wird.
Und als vor einigen Jahren Weinbauern Diethylenglycol in den Wein gossen, waren wir natürlich auch schuld daran. Na eh klar, warum gönnten wir uns keinen Château Lafite Rothschild, wir provozierten die Weinbauern gerade zu ihrem Handeln.
Wenn im Mittelalter ein Bäcker Brot mit schlechter Qualität erzeugte, wurde er öffentlich an den Pranger gestellt und bestraft, das nannte man Bäckerschupfen. Dieses grausame Spectaculum wurde unter Kaiser Josef II verboten. Wenn heute ein Lebensmittelproduzent Gift in seiner Ware verarbeitet, dann wird der Kunde geschupft und schuldig gesprochen.
Wie Herr Thomas Götz von der Kleinen Zeitung heute Sonntag, den 9. Jänner 2011 in seiner Rubrik „Offen gesagt“ bemerkt, sind wir Konsumenten am Dioxinskandal natürlich auch schuld, weil wir, wie jeder andere Kaufmann übrigens auch, wirtschaftlich denken und handeln. Das ist aber falsch, wir Konsumenten, dürfen nicht wie Unternehmer denken und nicht mehr das Billigste kaufen, sondern sind verpflichtet die teuerste Ware zu erwerben, billige Produkte müssen wir naserümpfend von uns weisen. Seien wir doch nicht so geizig, lassen wir doch die Hunderter durch die Supermärkte wirbeln. Hey was kostet die Welt!
Hinkünftig einfach das Doppelte, Dreifache, Vierfache und Fünffache und noch mehr zahlen und wir haben uns aus dem Fegefeuer der Schuld frei gekauft und man vergiftet uns nicht mehr oder nur mehr ein bisschen, ein klein wenig. Zumindest sind wir dann aber wirklich unschuldig, abgesehen aus der Sicht der Kirche, aus deren Perspektive sind wir natürlich immer noch schuldig und werden es bleiben und … äh … ja … dann also
mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa!
[Ganz schuldig dreinschau]
der oitzinger
Bestangezogener Prinz …
Gestern (8. Jänner 2011) in der Kleinen Zeitung, auf der letzten Seite, erfährt der getreue Zeitungsleser, der sich mit eifrigem Studium der Lektüre seinen geistigen Horizont erweitern möchte, dass Prinz Harry beim Ranking der Bestangezogenen ganz oben liegt. Aha.
Platz 26 hat ein gewisser Romeo inne, der acht (in Zahlen: 8) –jährige Sohn von David und Victoria Beckham. Öha.
An dieser Stelle hält der Leser für einen kurzen Moment inne um alsdann wieder mit dem Kauen der Frühstückssemmel fortzufahren und um in einem anderen Artikel gleich rechts unten zu erfahren, dass die vier (in Zahlen: 4) –jährige Tochter von Hollywood-Schauspieler Tom Cruise schon sehr viel Gespür für Mode zeigt … zuletzt mit Kinderschuhen, die mit Absätzen versehen sind. Äääh?
Hier wundert man sich, dass Jaqueline die achtzehn (in Zahlen: 18) –jährige Supermarktverkäuferin von nebenan es noch nicht geschafft hat in die Gazetten der Welt zu kommen, also ihre letzte Hosenanzugkombination vom letzten Kirchtag war außerordentlich schick. Hier wurde wohl etwas schlampig recherchiert.
Ich verkriech mich mit meiner mondänen Strickweste unter der tigerfellgemusterten Schmusedecke auf der berühmten oitzinger-Couch, lass die weisen Worte auf mich wirken …
und verbleibe mit gelassenem und dekadentem Gähnen
der oitzinger

Ein gutes Neues
Boah, die schlimmsten letzten zwei Monate habe ich lebend überstanden. Die Krampusse habe ich überlebt (beinahe), den Weihnachtsstress ohne Herzinfarkt bewältigt und das Haus ist heute nicht abgebrannt. Und sehr bald kann man das neue Jahre richtig genießen, sobald sich die Feinstaubwolken der Böller verzogen haben und die letzten Finger den Böllertrotteln angenäht wurden und die Tinitussen und Tussis … ach nein, die bleiben uns leider erhalten.
Ein kleiner Rückblick noch und dann geht’s mit Spaß in das neue Jahr.
Ein gutes Neues Euch allen dort draußen!
... wünscht Euch
der oitzinger