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26. Mai 2012 15:51
isabella & kurt
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Album "Indien 2007"
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10. september - 20:30 uhr
von qigong am: 05.12.2007, 11:02 Uhr

gestern abend haben wir nochmals das beschauliche leben an unserem ghat beobachtet. wir wohnen ja am letzten ghat = "asi", das erste heisst "varuna", das zusammen ergibt dann varanasi!!

direkt vor dem hotel, unmittelbar vor den stufen zum ganges liegen und sitzen die asketen, die sadhus, die alten, die aufs sterben warten, die bramahnen und einige familien.

entweder schlafen sie unter einem stoffdach, liegen am strassenrand oder unter dem einzigen baum, der sich dort befindet. morgens ziehen sie dann alle mit einem kaennchen in der hand vorbei, um von mutter ganges das trinkwasser fuer den tag zu holen. alle tauchen begeistert unter, immer wieder sieht man die koepfe komplett verschwinden und beobachtet, wie sich ueberall schrubben, unbeirrt davon, ob der nachbar gerade hineinpinkelt oder spuckt, faekalien vorbeischwimmen oder die tote, heilige kuh vorbeitreibt.

alles ist oeffentlich und auf der strasse - sogar sterben, es gibt keinen intimitaet (mit ausnahme von sex, den wir bis jetzt nicht beobachten konnten).

wenn herr sadhu im orangen gewand dann wieder gebete murmelnd und singend munter aus den fluten auftaucht (wir haben inzwischen versucht, das ekelgefuehl, das unweigerlich hochkommt, wieder hinunter zu wuergen, kann man doch beobachten, dass auch heilige maenner von diarrhoen betroffen sind), werden noch grundlich die restlichen vorhandenen zahnstummeln mit einem aestchen geputzt. dann sitzten sie wieder lustig tratschend um das feuerchen und erzaehlen sich vermutlich den neuesten "heiligen" witz.

das ist alles ganz nett zu beobachten, wenn man nicht staendig von mindestens 5 indern belagert werden wuerde, die einem eine bottsfahrt, stadttour, seide oder sonstwas anbieten wollen.

nein - auch die suessen blumen im bananenblatt mit einer kerze in der mitte, die man dann im ganges aussetzt, brauchen wir nicht mehr, da wir schon fuer saemtliche familienmitglieder und freunde solche bunten kerzen gekauft und die lichter mit allen guten wuenschen von uns versehen schon den ganges hinunter gesegelt sind - aber sie verstehen es nicht, das gefuehl fuer distanz gibt es nicht oder dass man nur in ruhe einfach zusehen moechte.

wie sie von den kuehen versuchen den letzten milchstropfen herauszuquetschen, so versuchen sie vom touristen noch eine rupie herauszuholen.

ueberhaupt muss man in indien immer sehr stark sein, wie ein tibeter uns in dharamsala einimpfte: "you have to be very strong in india - every time!!"

wie recht er hatte, wnie aufgeben, egal ob der rikschafahrer uns beim neuen goldenen tempel absetzt, statt beim alten (leider liegen sie quer durch die stadt voneinander entfernt!) - nicht aufgeben, dran bleiben, ihn weiterradeln lassen oder ob kurtis seidenhemden beim 4ten mal immer noch nicht passen. wir haben bereits den vierten schneider verbraucht, der erste verwechselte die hemdgroesse von kurtis papa mit der von kurti und setzte die taschen falsch (inzwischen wissen wir, dass diese aufgabe gleichzeitig zu vergeben viel zu kompliziert fuer den schneider war, gib nie zwei verschiedene auftraege gleichzeitig wie einen aermel kuerzer - sie verwechseln es totsicher!), der zweite machte beide aermeln zu lang und sezte die manschetten falsch, der dritte machte die aermeln super, aber der leib war bei den neuen hemden zu eng, der vierte schaffte es dann - nie aufgeben!!!

lg von cnn kabel assam - in diesem sinne - nie aufgeben!!

lg

isabella & kurt

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