26. Mai 2012 15:54 | |||||
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Mitglied seit: 13.03.2007
Hobbys: taiji qigong reise... |
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Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs
Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.
Mit der Bitte um Ihr Verständnis,
Das Team von Kleine Zeitung Digital
die zugfahrt nach wien verging sehr rasch und wir erwischten auch gleich den anschlussbus zum flughafen. nach einem letzten glas wein und einer speckjause war boarding time. wir flogen mit austrian airlines, es gab ein echt gutes do&co essen an board und wir stimmten uns mit einem indischen film ein. um 0:30 landeten wir in delhi. ein riesengrosses auto empfing uns, wir fuhren gleich weiter ins hotel und dort gab es einen begruessungs-champagner. dannach bezogen wir die suite und wir nahmen ein bad, wo uns drei huebsche frauen in saris wuschen, uns mit oel einbalsamierten und dann wurden wir munter:
wir standen in delhi am flughafen, es hatte 30 grad und es waren 1000de leute um uns herum. wir fragten uns durch um zum national airport zu kommen und landeten vorerst im ruheraum, wo die erste regel zum tragen kam: "abwarten"
nach einer stunde ging es mit einem shuttelbus zum national airport, nachdem mindestens 5 inder saemtliche daten studierten und alles aufschrieben, um zu zeigen, wie wichtig sie sind - es lebe die indische buerokratie!
dort mussten wir die naechste huerde nehmen, wir kamen nur mit gueltigem ticket hinein - was wir ja hatten bzw. glaubten zu haben. hier tritt regel 2 in kraft: akzeptiere nie ein nein!!
wir kamen dann doch hinein und dort machten wir es uns, nachdem alle baenke besetzte waren, am boden gemuetlich wo wir mit argusaugen die termiten fixierten, die uns umkreisten. um 4
;00 frueh war es dann amtlich, unser reservierungsflug nach dharamsala galt nicht. die tickets fuer uns beide haetten 5000 rs gekostet (100 euro), jetzt verlangten sie 6000 pro person - hier tritt regel 3 in kraft: "umdisponieren - sei immer flexibel"
also suchten wir uns ein taxi (tuctuc = so etwas aehnliches wie ein bei uns nicht mehr zugelassenes, uraltes, umgebautes mofa). so geschah was wir unbedingt vermeiden wollten, der moloch neu delhi erwischte uns gleich am ersten tag, mit all seinem laerm, dreck und gestank, hier tritt regel 4 in kraft:"vergiss nie in indien eine waescheklammer (auf gut kaerntnerisch: kluppe), die wir aus gewichtsgruenden zu hause gelassen haben. diese irrfahr tbis zu unserem gewuenschten hotel, was der taxifahrer natuerlich nicht fand, werden wir unser leben lang nicht vergessen - entweder haben die fahrer alle zuviele james bond gesehen oder sie hatten was gestohlen - die fahren mit 50 sachen durch so enge gassen, hupen, weichen aus, aber wie durch ein wunder haben wir diese fahrt ueberlebt. es kam wie es kommen musste: er hatte einen freund, der hat einen anderen freund und dieser besitzt ein super hotel. dies war dann, wie es sich herausstellte ein mauseloch und isabella verweigerte. nun gut, wir baten ihn, uns ein anderes zu zeigen - man bedenke, es war 5 uhr in der frueh!!
also ging die suche weiter durch morast, die wege waren zu dieser zeit noch ueberfuellt mit abfall und dreck zwischen denen abwechselnd kuehe und menschen lagen - es wr eine harte pruefung fuer augen, nase und ohren und zulletzt auch fuer das herz. bei soviel elend moechte man eher weinen.
die naechste herberge sah sehr schoen aus, war aber belegt. also ging es weiter. wir beschlossen die naechste zu nehmen, da die aussicht auf ein paar stunden schlaf uns ueberzeugte. das wasser tropfte an den waenden statt aus der leitung, also fiel der versuch zu duschen ins wasser. aber wir konnten endlich ein paar stunden schlafen. gottseidank hatte kurti ein paar mannerschnitten und eine flasche wasser bei sich - das wichtigste zum ueberleben!!
zu mittag wussten wir, hier muessen wir so schnell wie moeglich weg, also fragten wir gleich im hotel, welche moeglichkeiten es den gaebe. fluege nach dharamsala waren ausgebucht, aber er koennte mit "seinen kontakten" uns ein liegeabteil im bus organisieren, kostenpunkt 2000 rs (= 40 euro) - wir buchten sofort, auch wenn wir wussten, dass diese fahrt ueber 12 !! stunden dauern sollte. zu diesem zeitpunkt ahnten wir allerdings noch nicht, auf welches abenteuer wir uns hier eingelassen haben.
wir streunten fuer 40 minuten bei 40 grad durch stinkende gassen die uns frisch importierten europaeer eher angst machten und assen unser erstes dhal. wir kauften eine prepaid karte fuer unser handy und packten unsere rucksaecke, um wie geplant um 16:00uhr abfahrbereit zu sein. um 16:15 erklaerte er uns, das die schlafplaetze ausverkauft seien und er uns nur sitzplaetze mit aircondition anbieten koennte. nun gut, wir bekamen 800 rs zurueck und dann tratt auf einmal regel5 in kraft:"habe immer deine regenbekleidung bei der hand"!!
es fing ploetzlich in stroemen an zu giessen und wir mussten just zu diesem zeitpunkt losgehen. endlich sassen wir im bus, unser gepaeck bei den fuessen verstaut und die bretter so knapp ueber dem kopf, dass man kaum aufrecht sitzen konnte. die aircondition war wohl ausgefallen (wie immer) denn es hatte 40 grad.
iabella war inzwischen alles egal, es gab sowieso kein zuruck mehr und kaempfte mit einem kreislaufcollaps. durch gespraeche mit netten israelis kamen wir drauf, hier tritt regel 6 in kraft:"traue nur dir selber!!" - wir sitzen im falschen bus!!
aber die gute nachricht: wir durften mitten in der nacht den bus wechseln!! isabella schankte kurz ob sie alle inder verfluchen sollte oder doch liebevolles mitleid walten lassen sollte, immerhin verhlf er uns zum bus, organisierte alles und verdiente natuerlich auch dabei - naemlich das doppelte!! wir entschieden uns fuer das zweitere und dachten: laechle, es koennte schlimmer kommen. wir laechelten und es kam schlimmer!!!!
um ca. 20:00 uhr wechselten wir den bus, fuers gepaeck bezahlten wir 20 rs und machten es uns in der vorletzten reihe gemuetlich - der horrortripp begann erst jetzt! der busfahrer fuhr mit ueber 70 - 100 sachen durch die landschaft, wer bis jetzt keinen bandscheiben schaden hatte, hatte ihn unter garantie jetzt!! (er musst einmal stuntman bei james bond oder bei einer bollywood produktion gewesen sein!)
wir hielten uns mit beiden haenden fest, er suchte foermlich die schlagloecher oder wich den groesseren aus, wir wissen es nicht, jedenfalls hatten wir manchmal das gefuehl unser magen kollidiert mit unserem gehirn.
wir versuchten in den verschiedensten stellungen zu schlafen (man glaubt gar nicht, wieviel moeglichkeiten es da gibt!), uns wurde abwechselnd schlecht (waere eine ganz neue erfahrung fuer kurtis mutter, die immer meinte, kurti fahre zu schnell!).
bis zum ersten stop ernaehrten wir uns von mannerschnitten und ice tea. um 22:00 der erste stop, gottseidank mussten wir nicht auf die toilette - die genauere beschreibung ersparen wir euch!