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26. Mai 2012 16:26
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von rebella am: 25.09.2005, 18:41 Uhr
wie so oft, wenn ich meine letzten gäste verabschiedet hab, wenn die
zeit kommt zu reflektieren..., frag ich mich, wie sich die welten in
diesen tagen wohl vermischt haben? was ist hiergeblieben auser
mitbringseln und essensresten? was haben meine besuche mitgenommen
ausser fotos und glückliche hühner-eier?

soviel offen arme und herzen. soviele innere und äussere berührungen.
soviel übermut und tränen. vielfalt, vom sozialberuf bis zum
management, unkomplizierter, ehrlicher austausch..., das waren diese
tage...

"in meiner welt funktioniere ich, - in deiner welt komm ich in mir an",
sagte eine. "in meiner welt ist rastlose suche und stress, hier ist
erfüllung", sagte eine andere.

sie alle haben aufgetankt, sind sich selbst (und einander) näher
gekommen. und ich? da bin ich jetzt, voller geschichten und
empfindungen, mit leeren armen und übervollem herzen... und ich frag
mich: wo findet das leben statt? dort oder da??? in ihrem
gesellschafts-politischem engagement, oder in meinem "reservat", in dem
statt intellektueller action sowas wie "hingabe" gedeiht?

wieder einmal komm ich mir fad vor. sonst hälts läger an, diese freude
darüber, dass ich und mein platz für meine freunde unverwechselbar
wichtig sind, dass sie hier glück und gutsein tanken können. dass ich
damit einen beitrag, - vielleicht gar auch einen
gesellschafts-politischen beitrag leiste, indem hier kleine innere
revolutionen stattfinden (dürfen).

heut ist wehmut da. und zweifel, wieder einmal, ob ichs richtig mach.
ob ich ihnen ein gutes echo war auf ihr lachen und weinen? ob ich ihre
herzen wärmen, ihre gedanken beflügeln, ihre rücken stärken konnte für
ihre welt?

es käme mir viel zu einfach vor, - und doch ists fast meine daseinsberechtigung...

die milde abendsonne. die henderln gehn stallwärts. ich spür noch das
prickeln auf der haut vom hügel-kugeln. so gut ists hier, und gern bin
ich wieder für mich..., was macht mich dann so "traurig"???
8 Kommentare   Kommentieren
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Kommentare
ja....
von seestern40 am: 25.09.2005, 20:03 Uhr
diese Frage....."Was macht mich so traurig?"......sie ist oft nicht zu beantworten, denke ich. Unsere Traurigkeit gehört aber genauso zu uns dazu - gleich wie unsere Fröhlichkeit, der Mut, die Kraft, das Lachen und noch viel mehr. Sie kommt, die Leere - und das sehr oft nach einer sehr schönen und glücklichen Zeit. Dieses "Nichtwissen" um den eigenen "Lebensstatus", die Frage nach der Sinnhaftigkeit vieler Dinge und vor allem danach, ob man genug "tut", genug und das richtige gegeben hat,.....
Es geht vorbei.....und es wird wieder kommen.
die Seesternfrau.....jetzt ganz in Gedanken und a bisserl mitgerissen ......
da...
von rustneversleeps am: 25.09.2005, 20:37 Uhr
...gehts denen die heute von dir weggefahren wohl genau so...
...sie sooo viel bekommen, aufgesogen, und zurückgegeben...
...wohl alle beteiligten sind mit vielleicht annähernd gleichen erwartungen aufeinader getroffen, mit der bereitschaft sich alles voll und ganz zu geben, gleichzeitig aber auch voll und ganz zu nehmen.

...jetzt wo ruhe herrscht, ruhe nach der innigkeit, jetzt ist zeit zum verdauen...
wo so eine große fülle ist, muß zwangsläufig auf der kehrseite der ungewissheit stehen...
...scheinst sehr lebendige tage erlebt zu haben, ich denke, deine fragen deine unsicherheiten, und deine gewissheiten stimmen schon... hey! thats live...

wos kennt i mehr vom leben verlongen als des... würd der hansi jetzt singen...

ich wünsche dir ein feines nachspüren

lg franz
@ seesternfrau...
von rebella am: 25.09.2005, 23:07 Uhr
ach, mitreissen wollt ich dich net in eine diffuse traurigkeit. grad wir zwei haben doch auch sehr fröhliche antennen zu einander...

ja, langsam krieg ich mich wieder, kanns einmal so seinlassen. aber ich weiss, es kommt wieder, immer wieder. irgendwer sagt (oder singt) sowas ähnliches wie "... sicherheit, das muss der tod sein.."

hurra..., ich lebe noch!
liebe grüsse maria
nachspüren....
von rebella am: 25.09.2005, 23:20 Uhr
ach ja..., das werden sie wohl auch tun. insofern fühl ich mich net allein...

es ist nur wieder einmal die frage nach meiner berechtigung..., vielleicht auch ob ich mich "auszahl"..., dran hängt noch das nachdenken darüber, ob ich je wieder eine anderswelt finden werd, wo ich soviel weitergeben kann...

gedanken, spüren, lächeln, wehmut...

hm, der seesternfrau hab ich schon geschrieben, dass ich mich wieder einkrieg. aber danke für dein positives feedback, lass mich halt noch a bissi "wackeln"...

lg maria
@ rustneversleeps
von rebella am: 26.09.2005, 00:46 Uhr
.. jetzt lies ich grad nochmal nach ( geht auch neben dem nach-spüren)..., tja, puren egoismus find ich da...

"... sich alles voll geben und auch alles nehmen wollen.." SICH geben..., ist doch auch nehmen, oder?

also, so wars net, ;-))

gute nacht jetzt..;-) maria
wellental
von zedern am: 27.09.2005, 09:56 Uhr
kommt *leben ins haus* heißt eine redewendung. mit kindern, mit gästen, mit tieren... so wird das gefühl schon nicht falsch sein, dass das leben mit ihnen auch wieder weg ist...

kann mir schon gut vorstellen, dass man mit diesen übergängen zu kämpfen hat, wenn es plötzlich wieder so still ist. auch wenn man gut allein sein kann und seine freude daran hat. man erlebt das ja zunächst intensiv, wenn die kinder aus dem haus gehen. auch mit ihnen geht *leben* oder lebhaftigkeit dahin... es wird leerer und stiller... das schlägt schon manchmal aufs gemüt.

in der von dir erzählten geschichte gehen alle zurück in ein anderes leben.
dafür haben sie sich kraft geholt und nehmen etwas mit. du hast gegeben und deine tanks sind vielleicht leer geworden dabei... vielleicht gibst du ja mehr als du nimmst und dieses defizit beschwert dein gemüt und macht dich ein bisschen traurig,,, diese dinge geschehen ganz ohne absicht.

lg renate
das leben im haus...
von rebella am: 29.09.2005, 19:51 Uhr
... weisst, renate, das ists net so sehr, was mir gefehlt hat..., ich brauch mich auch oft allein...

es war eher das abwägen zwischen den welten. da fall ich immer wieder rein in diesen zweifel, ob ichs recht mach mit meiner art zu leben, sie kommt mir zu "einfach", zu "schön" vor.

ja, es ist mein beitrag, anderen die hiesigen energien zugängig zu machen. manchmal frag ich mich halt, obs reicht?!

aber momentan bin ich eh wieder im reinen mit mir. ich weiss halt, diese zweifel kommen wieder und wieder...

lg maria
versteh schon...
von zedern am: 29.09.2005, 21:44 Uhr
wenn es allerdings dein traum war so zu leben, wird es schon richtig sein. vielleicht zweifelt man dann ab und zu, wenn die *mehrheit* anders lebt als man selber... vermutlich zweifelt man sowieso immer an irgendetwas :-)

ich les grad die geschichte einer jungen französin, die von geburt an 15 jahre ihres lebens mit ihren eltern und ihrem bruder auf einem schoner am meer verbracht hat. nie festen boden unter den füßen. schulunterrícht von den eltern, essen, was das meer hergibt. kein telefon, keine waschmaschine, kein geld. sie sagt: ich habe das alles nicht gekannt und es daher auch nicht vermisst... aber glücklich war sie. und ein schönes leben war es...

weicht ein bisschen vom thema ab, aber ich denke, deine lebensweise hat für menschen, die es anders kennen bestimmt ihren reiz. und was das alleinsein angeht - da gehts mir nicht anders. es gibt menschen, die hab ich total gern um mich, aber ich brauch auch meine alleingänge. auch daran gewöhnt man sich. sie sind irgendwie auch ein echter luxus, find ich...

ist ja wieder alles im lot wie ich seh :-)
slg renate
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