von
rebella am: 25.09.2005, 18:41 Uhr
wie so oft, wenn ich meine letzten gäste verabschiedet hab, wenn die
zeit kommt zu reflektieren..., frag ich mich, wie sich die welten in
diesen tagen wohl vermischt haben? was ist hiergeblieben auser
mitbringseln und essensresten? was haben meine besuche mitgenommen
ausser fotos und glückliche hühner-eier?
soviel offen arme und herzen. soviele innere und äussere berührungen.
soviel übermut und tränen. vielfalt, vom sozialberuf bis zum
management, unkomplizierter, ehrlicher austausch..., das waren diese
tage...
"in meiner welt funktioniere ich, - in deiner welt komm ich in mir an",
sagte eine. "in meiner welt ist rastlose suche und stress, hier ist
erfüllung", sagte eine andere.
sie alle haben aufgetankt, sind sich selbst (und einander) näher
gekommen. und ich? da bin ich jetzt, voller geschichten und
empfindungen, mit leeren armen und übervollem herzen... und ich frag
mich: wo findet das leben statt? dort oder da??? in ihrem
gesellschafts-politischem engagement, oder in meinem "reservat", in dem
statt intellektueller action sowas wie "hingabe" gedeiht?
wieder einmal komm ich mir fad vor. sonst hälts läger an, diese freude
darüber, dass ich und mein platz für meine freunde unverwechselbar
wichtig sind, dass sie hier glück und gutsein tanken können. dass ich
damit einen beitrag, - vielleicht gar auch einen
gesellschafts-politischen beitrag leiste, indem hier kleine innere
revolutionen stattfinden (dürfen).
heut ist wehmut da. und zweifel, wieder einmal, ob ichs richtig mach.
ob ich ihnen ein gutes echo war auf ihr lachen und weinen? ob ich ihre
herzen wärmen, ihre gedanken beflügeln, ihre rücken stärken konnte für
ihre welt?
es käme mir viel zu einfach vor, - und doch ists fast meine daseinsberechtigung...
die milde abendsonne. die henderln gehn stallwärts. ich spür noch das
prickeln auf der haut vom hügel-kugeln. so gut ists hier, und gern bin
ich wieder für mich..., was macht mich dann so "traurig"???
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