26. Mai 2012 18:21 | |||||
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Premiere in der Grazer Oper!

Richard Wagner stand auf dem Spielplan mit seiner wohl kürzesten Oper, Dauer 2 1/4 Stunden ohne Pause. Sonst nicht gerade ein Fan von Wagner, wollte ich mir "Den fliegenden Holländer" doch nicht entgehen lassen.
Bereits mit der Ouvertüre war ich gefangen, in einer musikalischen Darbietung, die mich sowohl von der Musik als auch von den sängerischen Leistungen begeistert hat.
Christiane Libor ist in der Rolle der Senta aufgegangen. Sie hat sie mit viel Gefühl und Begeisterung gespielt.
Robert Hale war der fliegende Holländer in Person, ist mit dieser Figur verschmolzen und hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Genauso hätte ich mir den ewig auf dem Meer verdammten Seefahrer vorgestellt. Verwegen, aber müde vom Nicht-ankommen-können, immer auf der Suche nach jener Frau, die ihm treu bis in den Tod ist und ihn von seiner endlosen Reise erlöst.
Ich kann nur jedem, der sich für Opern interessiert, empfehlen, diese Aufführung anzuschauen. Es war ein wunderbarer Abend, ein musikalischer Genuss ersten Ranges, die Musik und diese Bilder werden mich in den nächsten Tage noch begleiten.
Reinhard Mey, schon ewig gehört, schon ewig geliebt (nur seine Lieder, damit da niemand auf falsche Gedanken kommt), aber zum ersten Mal bei einem seiner Konzerte.
Eine ganz besondere Stimmung herrschte in der Salzburger Arena als sich Reinhard Mey auf die Bühne stellte, seine Gitarre ergriff und das erste Lied anstimmte. Im ganzen Saal hörte man keinen einzigen Laut, alles lauschte gespannt, jeder hing an den Lippen von Reinhard Mey, nur um ja kein einziges Wort zu überhören, nach den letzten Tönen war es auch immer noch einige Sekunden lang ruhig, um dieses besondere Gefühl, das er mit seinen Liedern bei uns hervorruft, nachwirken zu lassen, bevor der Applaus einsetzte. Ganze 3 Stunden entführte er uns in eine nachdenkliche, herzergreifende, gefühlvolle und sensible Welt, ließ uns teilhaben an seinen Überlegungen über den unendlichen Tango der deutschen Rechtschreibung, über die Zustände in Guantanamo Bay, über das Schicksal der Messner-Brüder auf dem Nanga Parbat, über das Narrenschiff und vieles mehr. Die kurzen Abstecher in die französische Sprache zeigten mir Nicht-Französisch-Könner wie intensiv diese Sprache wirken kann, aber auch das dreisprachig (NL-F-D) gesungene Lied "Wie vor Jahr und Tag" hatte einen ungeheuren Reiz.
Viele bekannte Lieder wie "Annabelle, ach Annabelle", "Über den Wolken" und "Gute Nacht, Freunde" vermischten sich mit Songs aus seinem neuen Album, gaben einen interessanten Mix aus alt und neu. Meine Hits an diesem Abend waren:
Je t'aime
Ich kann
Sven
Nanga Parbat
Ich glaube nicht
Ein unvergesslicher Abend, ein paar Stunden mit Musik von Hand gemacht, die ohne Band auskommt, die einen berührt und viele Seiten zum Klingen bringt. So sage ich wie Reinhard Mey: Wir sehen uns wieder um 20 Uhr.
LG Riky
Salzburg, 5.4.2006
So, nun hätte ich es geschafft, Fotos von diesem wirklich "denk"-würdigen Abend sind online, wer will kann sie unter
http://www.sts-page.com/(5c5cqiu0sqkc0z55ffvbmo45)/fotos/galerie.aspx?gid=220
ansehen, viel Vergnügen.
Dieses WE war einsame Spitze, zuerst habe ich am Freitag um 14.00 Livia vom Bahnhof abgeholt, dann mit ihr durch die Altstadt gebummelt, gut gespeist, am Schloßberg im Freien sitzend und die Sonne genießend einen Capuccino geschlürft. Anschließend Livia einige denkwürdige Plätze und Örtlichkeiten gezeigt, auf Roland gewartet und um 19.30 mit ihm zum Orpheum gefahren.
Um 20.00 ging es los, Bukowski und Band kamen auf die Bühne. Ich muss sagen, mir hat das Konzert sehr gut gefallen. Habe mir eigentlich nie die Mühe gemacht, seine Lieder genauer anzuhören, sondern habe sie halt nur mal da und dort gehört. (Aber ich habe mir gleich nach dem Konzert seine CD Bukowski und Freunde zugelegt.) Bereits kurz nach dem Beginn konnten wir dann auch schon Schiffi im Hintergrund stehen sehen, da half dann gar nichts, dass Bukowski ganz geheimnisvoll von einem Überraschungsgast gesprochen hat, da wussten wir bereits schon, auf was wir uns zusätzlich freuen konnten.
Nach der Pause war es dann soweit, Schiffi kam zu einem Duett auf die Bühne. Aber ich will die Leistung von Boris Bukowski + Band nicht schmälern, mir hätte natürlich dieses Konzert auch ohne Schiffi sehr gut gefallen. Schiffi war da nur das Tüpfelchen auf dem i. Schiffi ließ es sich auch nicht nehmen, zum Schluss mit Bukowski die letzte Zugabe zu geben.
Schade war, dass nur ca. 200 Leute das Konzert besucht haben. Bukowski hätte mehr Besucher verdient. Die Leute wissen nicht, was sie da versäumt haben.
Nach dem Konzert ging es noch ins Cafe Fink und dann weiter ins Theatercafe zum wohlverdienten Eierspeis für Roland, wo wir es fast bis 3.00 früh ausgehalten haben.
Dieser Abend war sowohl musikalisch, als auch aufgrund des Treffens mit einem Teil der Fan-Gemeinde ein absoluter Höhepunkt in diesem Jahr.
LG Riky