Kein Flash-Plugin vorhanden
Benutzername 
Passwort 
26. Mai 2012 18:22
riky-icon.jpg
Mitglied seit: 30.08.2004
Geschlecht: weiblich
Geburtstag: 02.12.1958
Sternzeichen: Schütze
Hobbys: jetzt und heute
 

Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs

Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.

Mit der Bitte um Ihr Verständnis,

Das Team von Kleine Zeitung Digital

Album "STS "
von riky am: 04.11.2007, 17:19 Uhr

 

Steinbäcker und Timischl verlassen die Bühne, von der Band bleiben Ewald Beit und Franz Zettl, das Licht wird gedämpft, Schiffi sitzt vorn allein, die 1. Takte erklingen, im Saal wird es still, mir kommt die Gänsehaut hoch: „Unser letzter Tag“. Die fehlenden Streicher sind in meinem Kopf mit dabei. Alles andere um mich herum verschwindet, da ist dieses Lied, da ist Schiffi, da ist das aufgeschlagene Buch, da ist dieses wahnsinnige Gefühl zu wissen, ja so ist es, da ist Einsicht,  da ist Wehmut, da ist Hoffnung, … und da bin ich. Genau dieses Bild und diese Stimmung wird für mich die emotionalste Erinnerung an die „Neuer Morgen-Tour“ sein. Dieser Song war bereits auf der CD eines meiner Lieblingslieder, aber ab jetzt ist es für mich die Nummer 1.

 

Sinabelkirchen hat eine Sonderstellung in jeder Tournee, nicht nur, dass es die Generalprobe ist, nein, es ist so etwas wie die Begegnung mit Freunden, die ich schon lange nicht mehr gesehen und auf die ich mich schon sehr gefreut habe. Da ist die Erwartung, was wird der Abend bringen, werde ich nach wie vor so begeistert sein und mit singenden Bildern nach Hause gehen? Da ist die Freude auf die neuen Songs, welche werden es den 3 Herren wert gewesen sein, in die Setliste zu kommen? Da ist das gute Gefühl, die Freunde aus der Fan-Gemeinde und Eva und Markus von Entersound wieder zu sehen und sich nach den Konzerten begeistert austauschen zu können. Da ist wieder das leichte Kribbeln vor lauter Vorfreude und Begeisterung.

 

Was hat also dieser Abend gebracht?

 

Unsere Meister in bester Stimmung, fröhlich, locker, liebenswert und gut gelaunt. Steinbäcker wirkte wie immer sehr cool und souverän, so als wäre er gerade von Griechenland auf einen Sprung nach Sinabelkirchen gekommen, um mit guten Freunden ein bisschen Musik zu machen. Seine legendären Spaziergänge auf der Bühne und seine Lässigkeit werden bei so manchem Besucher wieder den Eindruck erwecken, als wenn er nicht ganz bei der Sache wäre, und zu einigen Diskussionen führen. Aber die eingeschworenen Fans wissen es, dass ist Steinbäcker pur, so und nicht anders wollen wir ihn haben. J Timischl, der Ruhepol, der sich sichtlich wohl in dieser kleinen Gemeinde fühlt, in seiner Umgebung, zeigt uns – sobald er zum Singen beginnt – wie seine Stimme den ganzen Saal zum Beben bringen kann. Und nun zu Schiffkowitz, immer sehr aufgeregt, hört man aus seinen ersten Worten die Freude auf den Beginn der Tour heraus, er begrüßt uns wie immer mit seinem typischen und sehr sympathischen Lächeln. Seine Moderationen, die nie irgendwie einstudiert klingen, sind ein Highlight bei den Konzerten. Immer witzig, nie fad oder peinlich, einfach menschlich und liebenswert. Da macht es auch gar nichts, wenn er sich plötzlich fragt, warum er sich gewisse  Stichworte zu einer Moderation vermerkt hat, was er damit sagen wollte, fragend sieht er sich zu den Kollegen um, die nur den Kopf schütteln. Diese kleinen Hoppalas machen sie ja so sympathisch, dadurch wirken sie spontan und nicht einstudiert wie Roboter. So wie z. B. Schiffi meinte: „Wennemuth ist müde, er will schlafen gehen“, als dieser plötzlich hinter seinem Schlagzeug verschwand. Wie schon bei der letzten Tour werden sie begleitet von: „Herrn Professor“ Ewald Beit mit Keyboard und Akkordeon, Wolfram Abt - Bass, Gerd Wennemuth – Schlagzeug und Percussion, und der grenzgeniale Franz Zettl – Keyboard, Blasinstrumente.

 

Die Setliste ist eine gute Mischung aus alten und neuen Songs, durchwegs rund und harmonisch, gefühlvoll und heiter, kritisch und augenzwinkernd, um helle Begeisterung bei mir hervorzurufen. Vieler meiner Favoriten von der neuen CD wurden gespielt, viele neue „alte“, sowie auch ein Peter Rosegger-Beitrag, der nicht der einzige Tribut an unsere Steiermark bleiben sollte. Vor der Pause gab es das bereits traditionelle „I bin aus Österreich“, ein Lied, in dem der Stolz – Österreicher zu sein – ganz besonders hervorgehoben wird, und es ist zu spüren, dass sie es auch so meinen. Die Liebe zu ihrer Heimat Österreich, und im Besonderen zur Steiermark, ist ein fester Bestandteil jeder Tournee, auch wenn einige Lieder von Fernweh und fremden Ländern erzählen, bleibt ihr Herz unserem Land verbunden. Natürlich darf „Großvater“, „Kalt und kälter“ und „Fürstenfeld“ nicht fehlen, ohne die kann kein Konzert enden, das sind die Songs, wo die Fans aufgerufen werden, mitzusingen, nein eigentlich gewisse Passagen allein zu singen, denn es gibt keinen Song, bei dem nicht der eine oder die andere mitsingt. Unvergesslich noch Franz Zettl mit seinen einzigartigen Darbietungen mit Trompete, Saxophon und Tuba. Zum Abschied gibt es dann ein Lied ohne viel Worte, weil hier weniger mehr ist, denn diese 9 Worte habe es in sich, hier bedarf es nicht mehr.

 

STS braucht keine Action auf der Bühne, STS braucht nur Steinbäcker, Timischl und Schiffkowitz. Die Momente, in denen sie allein auf der Bühne stehen, sind ganz besondere Perlen in einer Kette voller einmaliger Momente. Augenblicke voll Emotionen, Gefühl, Nachdenklichkeit, Witz, Traurigkeit, Fernweh, Heimatverbundenheit und vieles mehr wechseln einander ab und bleiben mir noch lange im Gedächtnis. Sie begleiten mich jetzt schon fast 30 Jahre lang und ihre Lieder zeigen heute noch Aktualität und sind zeitlos. Ich will sie nicht mit anderen Gruppen oder Musikern vergleichen, sie sind für mich einmalig und einzigartig. Und ich hoffe, dass diese Tournee wirklich das 1. von 3 Abschiedskonzerten ist und sie anschließend wieder zu normalen Auftritten zurückkehren. Was gibt es Schöneres als mit dieser Musik alt zu werden. ;-)

 

DANKESCHÖN für einen wunderbaren Abend!

 

LG Riky

Mehr
0 Kommentare   Kommentieren
von riky am 04.11.2007, 17:16Uhr
jpg, 291 KB
PICT0096 (2) - Ausschnitt
Schiffi - danke für "Unser letzter Tag"
Mehr
0 Kommentare   Kommentieren
von riky am 25.01.2006, 21:11Uhr
jpg, 41 KB
f1000028_640x428
Steinbäcker beim Open Air in FF
Mehr
0 Kommentare   Kommentieren
von riky am: 22.10.2006, 11:58 Uhr
Durch das intensive und bewusste Anhören der Lieder, bin ich immer mehr auf den Geschmack gekommen, vor allem "deine" Lieder anzuhören. Ich habe erkannt, wie anspruchsvoll und zeitweise kompromisslos deine Aussagen darin sind. Das bezieht sich sowohl auf die Songs mit den zwei Anderen aus der Gruppe als auch auf dein Solo-Album. Wenn ich auch nicht immer einer Meinung mit dir bin, merke ich, wie viel du mir zu sagen hast. Deine Musik und deine Worte rütteln mich auf, sie regen mich zum Nachdenken an, zum Schmunzeln, du gibst Zündstoff für heftige Diskussionen, du zeigst lächelnd und ironisch den Kleingeist der heutigen Gesellschaft auf, lässt unsere Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten, behandelst viele Themen, über die Ausländerproblematik bis hin zur Liebe, über Fernweh, Freunde und vieles mehr, kannst witzig, ironisch und ernst sein.
Alles in allem ist dein Album ein wirklich fantastisches Werk, das ich nicht missen möchte. Deine CD ist für mich wie ein exzellentes Buch, das man immer wieder gerne aufschlägt, um ein paar Zeilen, ein paar Worte nachzulesen, das einen Lieblingsplatz im Bücherregal hat, aber nicht um dort zu verstauben, das man gerne mit auf Reisen nimmt, weil einem sonst was fehlen würde, das abgegriffen und zerschlissen ist, weil es hunderte Male in die Hande genommen wird und in das man seine eigenen Interpretationen am Rande vermerkt. Es offenbart Gedanken, die mich nicht mehr loslassen.
Mehr
0 Kommentare   Kommentieren
von riky am: 22.10.2006, 11:58 Uhr
STS begleitet mich schon so lange, ca. seit 1982. Die ersten Titeln waren wohl: Da kummt die Sunn - In der fremd'n stadt - He, alter Liedersänger.
Doch der erste absolute Lieblingssong kam mit dem 2. Album "Überdosis G'fühl" und zwar: I hab di leben g'sehn, für mich eines der schönsten Lieder, einfach irre, wie viel Gefühl hier zum Ausdruck kommt.
Von den Alben war dann für mich "Auf a Wort" der Überhit schlechthin.
Natürlich waren wir (mein Mann und ich) auch all die Jahre fleißige Konzertbesucher, vor allem im Stefaniensaal (und dann immer kurz vor Weihnachten) war da eine tolle Stimmung. Am Anfang gab es ja noch jedes 2. Jahr eine Tournee.
Und jedes Mal, wenn eine neue CD rauskam, habe ich so bei mir gedacht, diese ist eigentlich nicht mehr zu übertreffen. Aber wie man sieht (Herzverbunden) gibt es doch immer wieder eine Steigerung.
Ich hatte mir nie vorstellen können, dass die drei einmal nicht mehr gemeinsam Musik machen. Für mich gehören sie einfach zusammen, ihre Musik und ihre Texte sind einfach wunderbar, vor allem glaube ich, dass es dieser besondere sympathische Mix ausmacht. STS ist einfach eine Lebensphilosophie.
... obwohl die Solo-CD's vom Steinbäcker haben in meiner CD-Sammlung einen ganz besonderen Platz erhalten - eigentlich warte ich schon sehnsüchtig auf eine neue. Natürlich habe ich auch die Solo-CD vom Schiffi, die mir mit der Zeit und anscheinend mit den Jahren "smile" so richtig ins Blut geht (Besuch seines Konzertes im Orpheum im Jahr 2000 war Pflicht und absolute Spitze).
Mit jeder neuen CD und mit den Jahren haben sich immer wieder andere Lieder in meine persönliche Best of Liste eingefunden und ändert sich - je nach Befinden - auch heute noch.
Derzeit: Zeig mir dein Himmel, Auf a Wort, Regen fällt auf Milos.
LG Riky
Ein Besuch auf der Fan-Page von STS ist sicherlich interessant: www.sts-page.com
geschrieben am 3.7.2004
 
Mehr
0 Kommentare   Kommentieren
von riky am: 22.10.2006, 11:58 Uhr
Ein Bericht, der besonderen Art - Teil 1
Es waren einmal fünf wundersame Menschen, die eine beschwerliche Reise mit allen möglichen Gefahren und Abenteuern auf sich genommen hatten, um drei einzigartigen Minnesängern ihre Aufwartung zu machen. Zwei (Ursula, die Musikalische und Riky, die Literarische) waren nach langer reiflicher Überlegung bereit, sich aus dem tief liegenden Becken im Süden des Landes heraus zu wagen und machten sich auf den Weg in den nördlichen Teil ihrer Heimat. Bereits in der Nacht hatte sich das Wetter gegen sie gestellt und die Umwelt mit einem schon lange nicht mehr gesehenen, weißen Niederschlag bedeckt. Mühsam kämpften sie sich durch die Naturgewalten und schnauften die Steigungen hinauf, um immer wieder anzuhalten, da sperrige Fuhrwerke die Straßen versperrten. Zwei weitere (Ulli, die Fürsorgliche und Roland, der Unterhaltsame) kamen vom hohen Norden und mussten den kaum zu bewältigenden Semmering überqueren, wobei sie jedoch den Vorteil eines eigenen Kutschers hatten. Stundenlang, wenn nicht schon fast tagelang, dauerte ihre sehr beschwerliche, aber auch amüsante Reise an. Der Letzte im Bunde (Ronsi, der Gelehrte) musste sich sogar zwei fast unüberwindbare Berghänge hinaufquälen, kam er doch aus dem Land der Nocken, um nach einer endlosen Odyssee an sein Ziel zu gelangen.
Nur kurz konnten sich die fünf Freunde am Ort ihrer Begierde von ihren Strapazen erholen, da hier noch der steile Aufstieg zu den geheiligten Stätten notwendig war, um zu den umjubelten Sängern vorgelassen zu werden. Endlich konnten sie sich mit all den anderen Weit- und Nahgereisten zu ihren Füssen nieder lassen. Als die Spannung kaum mehr zu ertragen war, erschienen die lang ersehnten und erwarteten Meister: Gert, der Gelassene, Schiffi, der Fernwehgeplagte und Timen, der Heimatverbundene. Sie entführten ihre Anhänger in das Reich einer besonders melodischen, einfühlsamen, aber auch aufwühlenden und herzzerreißenden Musik. Viele, viele Minuten, sogar Stunden wurde gelauscht und geschwelgt, mitgesungen und jedes Wort, jeder Ton gierig aufgesaugt, wurden Herzen berührt und Tränen vergossen, wurden kleine Feuerchen entzündet und solange in die Hände geklatscht, bis sie schmerzten und sich kleine Blasen zeigten.
Eigentlich wollte Gert eine ganz besondere Hymne mit seinem Freund aus dem weit entfernten Land der Hellenen singen, jedoch hatte dieser den beschwerlichen Weg in die vom vielen Schnee eingeschlossene Welt doch lieber nicht angetreten, weshalb auch Gert?s Weggefährte Schiffi diesen Teil übernahm. Alle drei Musikanten waren gut gelaunt, machten Späße, lachten viel und genossen sichtlich die entspannte Atmosphäre. Schiffi, ein begnadeter, wenn auch etwas aufgeregter Redner erzählte kleine Anekdoten und erheiterte somit die anwesende Schar. Timen setzte gekonnt seinen Hüftschwung in Szene und ließ mit seiner tiefen und melodischen Stimme den Raum vibrieren, so lange, bis die Schwingungen auch in den Knochen der entfernst stehenden Zuhörer spürbar wurden. Gert schlenderte gelassen über Stock und Stein und dirigierte seinen persönlichen, sich hin und her wogenden Chor.
Die Minnesänger hatten zur Verstärkung vier Männer zur Seite, die mit ihren Instrumenten den Gesang der drei wunderbar untermalten und begleiteten. Ewald, der Fingerfertige, hämmerte auf viele, viele Tasten und entlockte so seinem Instrument die tollsten Töne. Gerd, der Quirlige, wirbelte verschiedenste Stöckchen durch die Luft und brachte eine ganze Reihe von Trommeln und sonstigem zum Klingen. Wolfram, der Einfühlsame, zupfte Welt vergessen auf seinem Bass und beglückte mit einem ganz besonderen Klangerlebnis. Franz, der Begnadete, rundete das Ganze mit seinem Einsatz auf den diversen Blasinstrumenten ab und entführte ? vor allem mit seinem Trompetensolo ? in eine Welt, die alle auf Klangwolken durch den musikalischen Himmel schweben ließ.
Mehr
0 Kommentare   Kommentieren
von riky am: 22.10.2006, 11:58 Uhr
Ein Bericht der besonderen Art - Teil 2
Für den reibungslosen Ablauf ihres Liedvortrages hatten die drei Musikanten viele Knappen dabei, die es ihnen ermöglichten, sich voll auf ihre musikalischen Darbietungen zu konzentrieren. Ein ganz besonderer Jüngling war der liebevoll genannte ?Das-Lied-ist-zwar-noch-nicht-fertig-aber-Deine-Gitarre-will-ich-jetzt-schon-haben? ?Mann, der nicht nur die Instrumente seiner Meister versorgte, sondern auch die Herzen vieler anwesenden Burgfräuleins im Sturme eroberte und die bei einem Blick aus seinen Augen dahin schmachteten, weshalb sich auch Roland dazu entschlossen hatte, seine ihm Angetraute daheim im fernen Lande zu lassen. Damit die Sänger mit ihrer wunderbaren Musik weit über die Grenzen ihrer Heimat bekannt wurden und blieben, dafür sorgten zwei lustige Marketender (Eva und Markus) mit einem kleinen Marktstand, an dem sich die begeisterte Schar mit allen möglichen Erinnerungen eindecken konnte.
Mitten unter den jung gebliebenen und bereits erfahrenen Zuhörern haben sich aber auch viele junge Burschen und zierliche Fräuleins eingefunden, die andächtig und ehrfürchtig, aber auch mitsingend und sich wie wild verrenkend den Klängen lauschten. Andere wiederum hatten ihre Hofmaler mit, die ? von Merlin in kleine Kästen verbannt ? die Geschehnisses dieser denkwürdigen Nacht für die Nachwelt aufzeichneten. Wieder einmal hatte es sich gezeigt, dass diese Musik alle erreichte und in die Annalen eingehen würde. Es hatte gebrodelt wie ein kurz vorm Ausbruch stehender Vulkan, das Feuer brannte lichterloh und weit sichtbar, die durch die Töne hervorgerufenen Gefühle waren bis in die Zehenspitzen spürbar und eine berauschende Nacht blieb für ewig unvergessen.
Die fünf wundersamen Freunde haben sich dann noch kurz zusammen getan und gemeinsam für ein paar Minuten die letzten Stunden vor ihren inneren Augen vorbei gleiten lassen. Dann haben sie glücklich und beseelt den anstrengenden Heimweg wieder angetreten, mit dem Gedanken, dass sie in einiger Zeit sich wieder zusammen finden würden, um diesen Minnesängern ihre Referenz zu erweisen.
Hofschreiberling Riky von der Burg Immergrün zu Graetz
Mürz zu Schlag, am 4. Tage des 2. Monats, anno 05
                        
PS: Ich habe mir gedacht, da über die Lieder und den Verlauf der einzelnen Konzerte schon so viel geschrieben wurde, wäre einmal ein etwas anderer Bericht vielleicht ganz lustig. Ich glaube, dass man trotzdem herauslesen kann, wie sehr es mir gefallen hat. Es war wieder einmal fantastisch, der kleine Rahmen in der Sporthalle war schon eine Reise nach Mürzzuschlag wert.
http://www.sts-page.com/(5c5cqiu0sqkc0z55ffvbmo45)/berichte/bericht.aspx?bid=37

LG Riky
Mehr
0 Kommentare   Kommentieren
von riky am: 22.10.2006, 11:58 Uhr

Knapp vor 14 Uhr erreichen wir Tulln und sausen sofort zur Donaubühne, um uns dort noch rechtzeitig am Ufer der Donau zu Füßen von STS niederzulassen und ihren Soundcheck mitzuverfolgen. Eine tolle 1/2 Stunde lang können wir bei ihren Proben und ihren Späßen dabei sein. Da höre ich nicht nur, dass Steinbäcker irgendwann dort bleibt, bevor ihn der Herzinfarkt mit ACHTZIG in die Windel prackt, sondern auch, dass immer nur der in der Mitte das Sagen hat. Auf die Ansage, warum schon viele da sind, obwohl sie die Lieder nur kurz anspielen, lautete Timischl's Antwort, dann spielen wir doch gleich alle 160 Lieder, was mit zustimmendem Applaus quittiert wird. STS und Band sind sichtlich sehr gut gelaunt. Leider war der Soundcheck viel zu schnell vorbei.
Um 21 Uhr ist dann sowohl bei uns als auch beim übrigen Publikum die Spannung schon riesengroß. Endlich erscheinen Steinbäcker, Timischl und Schiffkowitz, die Band mit Ewald Beit, Gerd Wennemuth, Wolfram Abt und Franz Zettl. Tosender Applaus brandet hoch und die Show kann beginnen. Wir erheben uns alle von unseren Plätzen und lauschen den Klängen, die uns wieder in viele Geschichten und Gedanken entführen, die uns wenigstens für kurze Zeit alles um uns herum vergessen lassen. Wir genießen, wir schwelgen und wir singen mit, wir lassen ihre Lieder vor unseren inneren Augen vorbei ziehen, irgendwie fühlen wir uns bei ihnen zuhause. Hier stimmt einfach alles, die Musik, die Sänger, die Band, da kommt die gute Laune von selbst. Auch wenn ich mich umschaue, sehe ich nur begeisterte Gesichter, bei Großvater auch so manche Träne im Auge, viele halten sich bei den Händen, viele schmunzeln bei so manchem Lied, denken sich vielleicht, wie recht STS mit einigen Texten hat, keiner will zum Touristentrottel oder virtuellen ****** werden. Es kommt halt die Zeit, wo du sagst "i bleib". Und wir alle wollen bleiben, wollen zuhören, wollen keine Sorgen wälzen, sondern teilhaben an einem schönen Sommerabend.
Auszug aus meinem Bericht über das Tullner Open-Air-Konzert vom 17. Juli 2005: ganzer Bericht unter www.sts-page.com/(5c5cqiu0sqkc0z55ffvbmo45)/berichte/bericht.aspx?bid=49
 
Mehr
0 Kommentare   Kommentieren
von riky am: 10.02.2008, 12:15 Uhr

 

Mit gemischten Gefühlen ging ich dieses Mal zur 2. Generalprobe nach Sinabelkirchen. Erst vor kurzem haben wir aus der Zeitung vernommen, dass Wolfram „Woofy“ Abt nicht mehr unter uns weilt. Auch wenn man ihn nur – so wie ich – über STS & Band gekannt hat, erschüttert es einen doch sehr und man fragt sich, dürfen wir uns auf das Konzert freuen, als wenn nichts geschehen wäre, gehen wir einfach so zur Tagesordnung über?  Diese Frage haben sich vermutlich auch S, T und S, sowie die Bandmitglieder gestellt. Daher fiel auch die übliche Begrüßung – höflichste Combo der Welt etc. – aus und Schiffi sprach einige sehr berührende Worte, von Trauer und Betroffenheit, von einem schweren Verlust, von der Überlegung die Konzerte abzusagen und zu verschieben und von ihrem Entschluss, doch zu spielen. Ich glaube, das wäre auch im Sinne von „Woofy“ gewesen, ein begnadeter Bassist, der mit seinem virtuosen Spiel sicher die Konzerte mitgeprägt hat. An diesem Abend war sein Geist unter uns und unsere Gedanken waren bei ihm. Sinabelkirchen hat für mich unter den Konzerten immer eine Sonderstellung. Es ist das 1. Konzert am Anfang einer Tournee oder wie dieses Mal die Fortsetzung, auf die alle schon mit viel Freude und Kribbeln im Bauch gewartet haben. Hier habe ich das Gefühl, ich bin unter vielen, vielen Freunden, es ist sozusagen ein Heimspiel, in einem netten, kleinen Rahmen. So um die 1300 Leute finden in der Turnhalle Platz. Es ist heimelig und man ist auf Tuchfühlung mit S.T. und S.  Die Setliste war wie bei den anderen Konzerten, bis auf eine kleine Änderung bei den Zugaben, die gleiche. „Es wird wieder a Sommer“ wurde dieses Mal nicht gespielt, dafür gab es ein anderes Steinbäcker-Lied, das ich aber hier nicht verraten will.  Für mich war Sinabelkirchen dieses Mal das intensivste Konzert, das ich in den letzten Jahren je miterlebt habe.  Es war einfach überwältigend, jeder Song, jeder Ton, jedes Instrument, sind 100%ig rüber gekommen, sozusagen bis in die Zehenspitzen. In den ersten Tagen danach fehlten mir noch immer die Worte, diese Stimmung richtig zu beschreiben. Es war etwas Einmaliges, Besonderes und wird mir ewig in Erinnerung bleiben. Lieder wie „Neuer Morgen“, „Tausendmal“, „Dankschön“, „Herzverbunden“ und „Das Feuer“ bekommen plötzlich eine neue Bedeutung.  Nach wie vor mein absoluter Lieblingssong auf dieser Tournee ist  „Unser letzter Tag“, Schiffi allein auf der Bühne und dann dieses Lied, die Worte sagen dir, denk daran, mach was aus dir, wer weiß, wann dein letzter Tag ist, überleg dir, was ist wirklich wichtig in deinem Leben. Welch unvorstellbare Traurigkeit dieses Mal jedoch in seiner Stimme mitschwingt, zeigt uns allen, wie sehr er an seinen Kollegen und Freund „Woofy“ denkt.  Bei „Steiermark“, „Lohengrin“ und trotz allem auch bei „Fürstenfeld“ bin ich Stolz darauf, im „grünen Herz“ Österreichs leben zu dürfen. Die Lieder beschreiben unsere Heimat mit einem leisen Zwinkern und mit ein bisschen Selbstironie, jedoch mit viel Zugehörigkeitsgefühl. Nicht umsonst wurde der Song „Steiermark“ vorgeschlagen, als es einmal eine Diskussion um eine neue Landeshymne ging. Ähnlich geht es mir natürlich auch bei „I bin aus Österreich“, dass wie schon üblich vor der Pause gespielt wurde.  Am Beginn der zweiten Hälften, spielen sie – so wie Gott sie „als Musiker“ schuf – alleine, ohne Band, nur Steinbäcker, Timischl und Schiffkowitz, das sind die Perlen, die sich hervorheben, die mich zum Schwärmen bringen. „Immer weiter fort“ lässt mich auf einer Brücke stehen und in Gedanken treibt mich das Wasser immer weiter fooooooooooooort, da ist es mir egal, wohin. Die Griechenlandhymne „Irgendwann bleib i dann dort“ erinnert mich an wunderbare Tage und Stunden, Nächte und Sternenhimmel, an das Rauschen der Wellen, den feinen Sand zwischen den Zehen, das Glas Wein in der Hand oder Ouzo, an den besonderen Duft des Meeres und an die Leichtigkeit des Seins in diesem Land. Und am Ende von „Sie wissen all’s besser“ melden sich die Bandmitglieder mit einem fulminanten Schluss zurück, zeigen, was in ihnen steckt, dass es doch nicht mehr ohne sie geht. Dann kommen die Evergreens, die – ohne die ein Konzert nicht zu Ende gehen dürfte – „Großvater“, bei dem Lichter in die Höhe schnellen, so manche Tränen in den Augen schimmern und Hände stumm gedrückt werden. „Kalt und kälter“ bringt die Halle zum Kochen und natürlich „Fürstenfeld“, bei dem die Zuschauer zeigen können, dass sie bei den Texten sattelfest sind.  Es ist klar, damit kann es noch nicht zu Ende sein, es wird geklatscht was die Hände hergeben, es wird Zugabe gerufen. STS lassen sich auch nicht lange bitten und erscheinen wieder auf der Bühne. Wie bereits erwähnt, wurde dieses Mal „Es wird wieder a Sommer“ nicht gespielt. Dafür kam ein anderes Steinbäcker-Lied, bei dem ich meinen Mann wissend angesehen habe, und er „komm i halt dei’ Hand“ in die Tat umgesetzt hat und auch ohne Worte wusste ich, dass er mir sagt „weißt was, wir fahr’n nach Venedig oder Griechenland“, vielleicht nicht heuer, aber spätestens im nächsten Jahr. So, jetzt habe ich vermutlich doch zuviel verraten J. Bei „Fahr mit mir auf’s Land“ – das auf der CD nicht ganz zu meinen Lieblingen gehört, ist live schon eine Wucht, dabei legt sich Timischl so in diesen Song, hier gibt er mehr als 100%, seine Stimme, wie immer ein absoluter Wahnsinn, kommt noch mehr zur Geltung, ich glaube, bei diesem Song, da kann er sich so richtig gehen lassen, da holt er alles raus, was nur geht. Eine Freude, ihm dabei zusehen und zuhören zu dürfen. Die 2. und letzte Zugabe sind ein würdiger und stimmungsvoller Abschluss. Sind doch beide Nummern meine Favoriten. Das eine, von der neuen CD, „Du sollst leben“,  berührt und rüttelt mich auf, ich sehe vor meinem geistigen Auge die Wolken ziehen und die Vögel fliegen, hör’ den Regen fallen und die Musik erklingt. So sehr wir uns freuen, dass Freunde kommen, so sehr betrübt es uns, wenn Freunde gehen. Mit „Auf a Wort“ verabschiedet sich STS, mehr Worte braucht es nicht, es sagt alles. Auf a Wort: die Bandmitglieder begeisterten wie immer, Ewald Beit auf seinem Keyboard, Gerd Wennemuth auf dem Schlagzeug, Erich Buchebner, der den Bassteil übernommen hat, mit seiner Bassgitarre und Franz Zettl, der für mich ein Genie auf Saxophon und noch vieles mehr ist.  Auf noch a Wort: ich bin froh, dass ich die Musik von STS kenne, dass ich sie genießen und lieben kann, sie begleiten mich schon fast 30 Jahre lang, mit STS kann ich alt werden und fühle mich aber so jung wie noch nie. Riky, am 9.2.2008
Mehr
0 Kommentare   Kommentieren
User ist offline
Tags/Schlagwörter
100woertertaeglich   advent   blumen   buecherecke   gr koroni   griechenland   haikutankagedichte   hamburg   herbst   i venedig   jahresgedanken   klangwolken   sonstiges   stadtstuecke   sts   turrach   unnoetig   venedig   verzaubert   zitate  
Meine Alben
Zufallsbild
08_8_640x426
Gästebuch
Liebe Riky! Habe mich sehr gefreut über deinen Kommentar. Island ist faszinierend. Man hat überall das Gefühl, bei der Entstehung der Erde dabei zu sein. Alle diese rauchenden und fauchenden Fumar...
von bernhardpfeifer

Liebe Riky, herzlichen Dank für deine Worte. Ich halte es seit Beginn so, dass jeder Teilnehmer in diesem Blog das Recht hat, auch mal ein Pause zu machen. Es soll hier ja die ganze Freiheit gelte...
von bernhardpfeifer

Liebe Riky! Ich wünsche Dir zu Deinem Geburtstag Alles Gute. Viel Glück und vor allem Gsundheit im neuen Lebensjahr. Alles Liebe Bernhard    
von bernhardpfeifer