26. Mai 2012 18:27 | |||||
|
|
Mitglied seit: 30.08.2004
Geschlecht: weiblich Geburtstag: 02.12.1958 Sternzeichen: Schütze Hobbys: jetzt und heute |
|||
Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs
Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.
Mit der Bitte um Ihr Verständnis,
Das Team von Kleine Zeitung Digital
Morgen für Morgen erwache ich und blicke beim Hinaussehen aus dem Fenster direkt in den dichten Nebel, der aus der Unterwelt zu kommen scheint und oft erst am späten Vormittag weichen will. Meistens macht er nur einem grauen und mit schweren und dunklen Wolken verhangenem Himmel Platz. Die ganze Umwelt versinkt in einem düsteren Grau.
Da kann es natürlich schon vorkommen, dass mir manchmal trübe Gedanken und Gefühle emporsteigen. Dann erinnere ich mich an Zeiten, wo es mir sehr schwer ums Herz war, in denen ich manchmal dachte, es ginge nicht mehr weiter und meine Kraft würde nicht ausreichen, um die anstehenden Probleme oder negativen Einflüsse zu bewältigen. Ich bin in einem rabenschwarzen und endlosen Meer gefangen, das nicht bereit ist, mich wieder frei zu geben. Über mir ist der Himmel in ein dunkles Schwarz gehüllt und kein einziges Licht kann die bleischweren Wolken durchdringen. Der Versuch von diesem düsteren Ort zu fliehen, ist ein aussichtsloses Unterfangen. Ich schwimme und schwimme und komme einfach nicht von der Stelle. Die Wellen werden immer größer und Furcht einflößender und vereinigen sich plötzlich zu einem gewaltigen Strudel, der mich immer schneller in die Tiefe zieht. Am Beginn glaube ich noch, dem tiefen schwarzen Loch entkommen zu können, doch irgendwann fehlt mir die Kraft und ich lasse mich fallen. Ist es nicht wesentlich einfacher, nicht mehr gegen Windmühlen zu kämpfen und gegen den Strom zu schwimmen, sondern alles los zu lassen und auf eine gnädige Ohnmacht zu warten, die mich einhüllt und alles vergessen lässt? Fast spüre ich es körperlich, wie Wasser in meine Nase, meinen Mund und meine Ohren eindringt und mir den Atem zum Leben nimmt.
Aber in einem letzten Aufbäumen blicke ich nach oben und erhasche ein winzig kleines Licht, das sich durch die pechschwarze Nacht stiehlt. Zwar weit, weit weg, aber doch so nah, dass ich ein leichtes Gefühl der Wärme und Zuversicht verspüre und meinen Kampfgeist von Neuem erweckt. Mit einem Male spüre ich in mir Bewegung, das Bedürfnis für mein Leben, meine Liebe, meine Zuversicht, meine Zufriedenheit und mein Glück etwas zu tun. Ich greife mit beiden Händen nach diesem Strohhalm und kämpfe mich nach oben. Meter um Meter komme ich diesem wunderbaren und hoffnungsvollen Leuchten näher, es wird größer und strahlender und plötzlich bin ich frei, das Meer liegt ruhig vor mir, die Wolken haben sich verzogen und die Sonne lacht herab.
Diese Licht erscheint mir in diesen Momenten in Form meines Glaubens, der mir schon oft in schweren Zeiten geholfen und mir neue Wege gezeigt hat, meinen inneren Frieden wieder zu finden und dadurch die richtigen Entscheidungen zu treffen. Manchmal sind es auch Freunde, die zuhören können und für mich da sind, wenn ich in Not bin. Oder es ist nur eine kleine liebevolle Geste, ein herzliches Lächeln, ein freundliches Dankeschön, eine ausgestreckte Hand, ein verständnisvoller Blick, ein zärtlicher Kuss oder eine innige Umarmung, alles Dinge, die mir sagen "Du bist nicht allein". Dann bin ich froh und dankbar über mein Leben, bin bereit mich allen Anforderungen zu stellen und mein Bestes zu geben. Ist es nicht herrlich, zu leben?
November 2004