10. Februar 2012 01:25 | |||||
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"Eine magische Verquickung zwischen Geschichte, Phantasie, Kreativität und Natur"....
so lautete der Untertitel einer Ausstellung, die vom 8.bis 9. April 2006 im Castello di Strassoldo stattgefunden hat.![]()
Die Veranstaltungen (Frühjahr und Herbst)
ziehen jedes Jahr Tausende in - und ausländische Besucher an und können schon auf eine breite Anhängerschaft verweisen.
Die Organisatorinnen, die Gräfinnen Gabriella und Ombretta di Strassoldo, fürsorgliche Schlosswächterinnen, setzen sich im harten aber leidenschaftlichen Kampf zur Wahrung der antiken Bausteine und der jahrhundertealten Parkanlagen für den Erhalt der zauberhaften Reize dieses Ortes sowie ihrer Familienerinnerungen ein.![]()
Die Veranstaltungen haben durch die Einführung von innovativen und immer eindrucksvollen Arragements sowie durch die steigende Anzahl an Ausstellern und Begleitveranstaltungen im Verlauf der Jahre zusätzlich an Qualität gewinnen können.
Ziel der Veranstaltungen ist es, dem Besucher ein paar entspannende Stunden in der zauberhaften Atmosphäre vergangener Zeiten zu bereiten und ihn dabei auf eine Entdeckungsreise zu den Neuschöpfungen hunderter Kunsthandwerker, Dekorateure, Künstler, Antiquare, Hobbybastler und Gartengestalter zu schicken.![]()
Sorgfältig ausgewählt und mit viel Liebe zum Detail, werden in den Schlosssälen - zwischen antikem Mobiliar und Ahnenbildern, prachtvolle der Jahreszeit angepasste Raumdekorationen ausgestellt.
Ein Besuch zu dieser Ausstellung lohnt sich wirklich, allein um das Ambiente und besondere Flair in den alten Gemäuern schnuppern zu können....
Das Schloss ist nur bei den Ausstellungen öffentlich zugänglich.
Die nächste Ausstellung findet wieder im Herbst statt..
das Motto lautet: "Obst, Gewässer und Schlösser"
Eine zusätzliche Fotoreise gibt es auch noch im Fotoalbum unter "Castello di Strassoldo"...
Die Schlösser von Strassoldo, wie Zeitzeugen
in
unmittelbarer Nähe der alten römischen
Kolonie von Aquilea und der Festung Palmanova, sind "Wasserschlösser" im Quellgebiet der friaulanischen Tiefebene und zählen zu den ältesten und bedeutensten Schlössern in Friaul sowies zu den wenigen Schlössern in Europa, die immer noch von der Familie bewohnt werden, die sie vor beinahe 1400 Jahren erbauen ließ, nämlich der Grafenfamilie von Strassoldo.
Bereits 565 soll an der gleichen Stelle eine Burg "der zwei Türme" bestanden haben, die aus Materialien der Ruinen des von Attila zerstörten Aquilea errichtet wurde, während der Überlieferung nach der Name auf Rambaldo von Strassau zurückgehen soll.
Der genaue Zeitpunkt der Errichtung ist umstritte
n.
Der Zugang zum Schloss erfolgt heute wie in alter Zeit über das antike Tor "Porta Cistigna"
und nach dem "Borgo vecchio" (alte Vorstadt) gelangt man zum
Haupttrakt, der sich an einen antiken Turm aus der Karolingerzeit anlehnt und von Nebengebäuden umgeben ist, die früher landwirtschaftlichen und administrativen Zwecken dienten.
Das Castello di Sopra ("Oberes Schloss") ist wie das aus der gleichen Zeit stammende, angrenzende Castello di Sotto ("Unteres Schloss") in eine zauberhafte, mittelalterliche Ansiedlung eingebettet und von einem großen, erholsamen Park mit jahrhundertealten Baumbestand und klaren, aus Grundwasser gespeisten Wasserläufen umgeben.
Die Inneneinrichtung besteht immer noch aus dem antiken Mobiliar mit Bildern der Ahnen und familiären Erinnerungsstücken, eine magische Atmosphäre, in der die Geschichte nie aufgehört hat, lebendige Gegenwart zu sein.![]()
In jüngerer Vergangenheit war das Schloss Residenz von Michele Strassoldo, Vizekönig von Lombardo-Venetien und der Steiermark, dessen Schwester Francesca Romana mit Feldmarschall Radetzky in der Schlosskirche getraut wurde.
Das Schloss wurde zum bevorzugten Ziel vieler hoher Würdenträger des österreichischen Kaiserhauses, darunter auch Feldmarschall Kuhn von Kuhnenfeld, Berater und Kriegsminister von Kaiser Franz Josef, Urgroßvater der derzeitigen Besitzerin, welcher häufig bei seiner Tochter Rosa, Frau von Giulio Cesare Strassoldo zu Gast war und nach seiner Pensionierung - Ende des 19.Jh., eine Villa im Ort erwarb, die er vergrößern und den Park neu gestalten ließ.