Das Radio ist ein außergewöhnliches Instrument der Evangelisation, der Verkündigung der Frohen Botschaft. Es ist für diesen Dienst in gewisser Weise besser geeignet als das Fernsehen, denn ein Radiosender kann die Menschen überall erreichen: zuhause, am Arbeitsplatz, im Auto. "Der Glaube kommt vom Hören", betont der Apostel Paulus im Brief an die Römer (Röm 10,17).
Dabei stützt sich Radio Maria als apostolisches Werk auf das Volontariat, die ehrenamtliche Mitarbeit vieler Menschen mit ihren unterschiedlichen, Fähigkeiten, Charismen und Talenten.
Durch die besondere Qualität der Liebe aller Mitarbeiter ist der Sender auch ein Mittel der Ermutigung und des Trostes für kranke und einsame, körperlich oder geistig leidende, für gefangene und für alte Menschen, die durch das Radio Worte des Lebens empfangen.
Wenngleich die Zielgruppe der Hörer aus Menschen aller Lebensalter und unterschiedlicher Bildung besteht, wird in den Sendungen von Radio Maria gerade den jungen und einfachen Menschen, von denen das Evangelium so oft spricht, besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
Zahlreiche Menschen bezeugen, wie sie durch Radio Maria neu zu Gott und einem "Leben in Fülle" (Joh 10,10) gefunden haben.
Aufgrund des geistlichen Charakters der Programmgestaltung schließt Radio Maria jede Art von Werbung aus, die selbst von katholischen Massenmedien heutzutage als unentbehrlich betrachtet wird.
Die Finanzierung erfolgt ausschließlich durch die freien Spenden der Hörer. Sie entscheiden letztlich durch ihre Mitwirkung, ob dieses ungewöhnliche Projekt fortbestehen soll. Es sind die Hörer, die das Radio tragen und durch ihr Zeugnis 'weitertragen'.
Als privater Verein ist Radio Maria Österreich rechtlich und finanziell eigenständig. Berthold Brecht und Radio Maria
Um 1930 stellt Berthold Brecht in seiner Radiotheorie fest: "Der Rundfunk ist aus einem Distributionsapparat in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln - d.h., er würde es, wenn er es verstünde, nicht nur auszusenden, sondern auch zu empfangen, also den Zuhörer nicht nur hören, sondern auch sprechen zu machen und ihn nicht zu isolieren, sondern ihn in Beziehung zu setzen.“ Brecht fordert hier, was in Radio Maria erstmals verwirklicht wurde: ein Radio der Hörer, die jederzeit die Möglichkeit haben, das Programm durch Anrufe, Mitreden, Mitbeten und Mitarbeit auch mitzugestalten – ein Radio, das nicht nur sendet sondern auch empfängt – eine Hörerfamilie, die eine Sendung lebt.
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