26. Mai 2012 20:18 | |||||
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Auch dem Stift Heiligenkreuz im Wienerwald stattete Papst Benedikt XVI. einen Besuch ab. Hier studiert mit Frater Ulrich ein zweiter Admonter Benediktiner. Ich bin froh, dass mich Abt Bruno Hubl im März 2006 nach Heiligenkreuz zum Studium geschickt hat. So stand ich beim Papstbesuch mit in vorderer Reihe des Chorgestühls und kann auch sonst den Aufbruch dieser Gemeinschaft und deren Hochschule miterleben. Was macht diesen Aufbruch aus? Warum kommt Papst Benedikt ausgerechnet in das Zisterzienserstift im Wienerwald? Hier der Versuch einer Antwort auf diese zwei Fragen: 1988 wagte das Stift eine Neugründung in Bochum-Stiepel. Neben den Pfarren haben die Heiligenkreuzer einen wissenschaftlichen Arbeitsschwerpunkt. Sie betreiben die seit Jänner 2007 „päpstliche“ Hochschule. Sie ist inzwischen die größte Priesterausbildungsstätte im deutschsprachigen Raum. Zehn Zisterzienser und zwei Benediktiner dozieren an der Hochschule. Das Kloster hatte in den letzten 10 Jahren über 30 Eintritte. Die jungen Brüder werden in die Verantwortung genommen: Im Gästebetrieb, in der Jugendarbeit, bei den Stiftsführungen, in der Öffentlichkeitsarbeit oder als Assistent an der Hochschule übernehmen sie wichtige Aufgaben. Hunderte von Jugendliche kommen jährlich ins Stift Heiligenkreuz um an Jugendgebetszeiten oder diversen Freizeiten teilzunehmen. Die Mönche pflegen den gregorianischen Choral. Das ganze Stundengebet rezitieren oder singen sie auf Latein. Diese Mischung macht Heiligenkreuz zu einem Zentrum der Theologie und des Glaubens. Hier wird die viel beschworene „kniende Theologie“ betrieben.