10. Februar 2012 15:34 | |||||
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Auch dem Stift Heiligenkreuz im Wienerwald stattete Papst Benedikt XVI. einen Besuch ab. Hier studiert mit Frater Ulrich ein zweiter Admonter Benediktiner. Ich bin froh, dass mich Abt Bruno Hubl im März 2006 nach Heiligenkreuz zum Studium geschickt hat. So stand ich beim Papstbesuch mit in vorderer Reihe des Chorgestühls und kann auch sonst den Aufbruch dieser Gemeinschaft und deren Hochschule miterleben. Was macht diesen Aufbruch aus? Warum kommt Papst Benedikt ausgerechnet in das Zisterzienserstift im Wienerwald? Hier der Versuch einer Antwort auf diese zwei Fragen: 1988 wagte das Stift eine Neugründung in Bochum-Stiepel. Neben den Pfarren haben die Heiligenkreuzer einen wissenschaftlichen Arbeitsschwerpunkt. Sie betreiben die seit Jänner 2007 „päpstliche“ Hochschule. Sie ist inzwischen die größte Priesterausbildungsstätte im deutschsprachigen Raum. Zehn Zisterzienser und zwei Benediktiner dozieren an der Hochschule. Das Kloster hatte in den letzten 10 Jahren über 30 Eintritte. Die jungen Brüder werden in die Verantwortung genommen: Im Gästebetrieb, in der Jugendarbeit, bei den Stiftsführungen, in der Öffentlichkeitsarbeit oder als Assistent an der Hochschule übernehmen sie wichtige Aufgaben. Hunderte von Jugendliche kommen jährlich ins Stift Heiligenkreuz um an Jugendgebetszeiten oder diversen Freizeiten teilzunehmen. Die Mönche pflegen den gregorianischen Choral. Das ganze Stundengebet rezitieren oder singen sie auf Latein. Diese Mischung macht Heiligenkreuz zu einem Zentrum der Theologie und des Glaubens. Hier wird die viel beschworene „kniende Theologie“ betrieben.
Endlich haben wir auch Schnee im Wiener Wald. Unsere vietnamesischen Mitbrüder freuen sich riesig.
Pater Kosmas ist bekannt für seine unorthodoxe Methoden. Hier lesen die Studenten gerade in einer Kleingruppe einen Aristotelestext.
• Maria eilte in Liebe und Natürlichkeit zu ihrer Base Elisabeth. Als Elisabeth das „Grüß Gott“ von Maria hörte, antwortete sie: „Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“ Das Stift Heiligenkreuz könnte die Frage heute ähnlich stellen: „Wer sind wir, dass der Vikar des Herrn von Elisabeth (der Papst!) im September zu uns kommt?“ Im Papst hat Diakonenweihe ihren vollkommenen Sinn. Diakonie heißt (im Sinne des Festcharakters von Mariä Heimsuchung): Sich auf den Weg machen, um Christus zu treffen, zu fassen und um ihn zu den Elisabethen der heutigen Tage zu bringen.
• Mönche leben ihr ORA ET LABORA; sie bringen Früchte; sie brennen wie die Lampen in der Nacht.
• „Er zerstreut, die Herzen voll Hochmut sind.“
• Diakonie heißt auch Mission: Zu den Menschen gehen. Eine Diakonie für die Schwachen. Die Liebe Christi trängt uns, hat euch ins Kloster geführt. Aus dem vielen Kameraden hat er EUCH herausgeführt übers Bergland, in dieses Kloster Heiligenkreuz. Die Diakonie ist nicht nur eine Vorstufe zur Priesterweihe. sondern ein Weg des ganzen Lebens. ER nimmt sich Eurer Schwacheit an und begleitet Euch auf dem Weg zur vollkommenen Liebe.
• Profess, Studium & jetzt ein neuer Schritt in Eurem Engagement für Christus. Dieser Weg führt zum Berg Golgota. Es ist eine Vorstufe zum Teilnehmeramt am Werk Christi. Vergeßt nicht die Ehre, die Euch zuteil wird: Die Weihe macht uns ihm ähnlich. Unser Beruf ist groß und schön. Unter vielen ausgewählt. Seid nicht weniger großmütig. Gott braucht Euch mit Eurer Freude und Gelassenheit.
• Ein mangelhaft ausgebildeter Klerus wird kaum Zeugnis geben können.
• Ich danke, dass ihr schon lange die Faszination Christi gekostet habt und geantwortet habt. Wir freuen uns, dass der Herr der Ernte wieder Arbeiter in seinen Weinberg beruft. Lasst uns auch stolz sein: ER braucht uns. Er nennt uns Freunde; ER hat uns heute sein Vertrauen gegeben, weil er weiß, dass wir ihn nie verraten (aus der Liturgie der Ostkirche). Christus ist Euer neuer Anfang und Euer Ende, ER ist das Ziel, ER ist die Freude; eine wahre Freude; Herr, bleibe bei uns! Er ist bei uns in der Eucharistie. Wir sind Zeugen des eucharistischen Herrn.
Endlich gibt es auf Youtube Videos zum Papstbesuch:
Ende Juni und Anfang ist Juli ist Prüfungszeit an der Hochschule Benedikt XVI.
Heuer scheinen die Anmeldezettel an unserm Schwarzen Brett endlos zu sein. Den größten Fehler, den man bei einer Prüfung machen kann: rechtzeitig da sein, damit einem die andern Studenten verrückt machen...
Dr. Andreas Schnider ist uns Professor für Religionspädagogik.
Seine offene und herzliche Art kommt gut an in Heiligenkreuz. Was mir besonders gefällt ist sein Umgang mit Medien aller Art: apple-Notebook, Internetplattform, seine Bildschirmpräsentation und sein Handout. Wirklich top. Diskussion über alle Ebenen möglich. Und immer wenn er nach Heiligenkreuz kommt ist gutes Wetter.
Höhepunkt eines jeden Studienjahres ist in Heiligenkreuz der Hochschulausflug. Er führte uns im Mai nach Melk, auf der Donau nach Krems und Göttweig und dann zurück nach Heiligenkreuz.
Das Bild zeigt mich vor eine der zahllosen Baustellen in Heiligenkreuz. Denkmäler werden versetzt oder erbaut, Straßen asphaltiert: Es ist ein Wahnsinn was hier vor sich geht. Alles für den Papstbesuch. Die Mönche hier freuen sich auf ihren Papst. Das spürt man.
Was heißt das eigentlich: "fromm"? Dieses Wörtchen ist meist sehr negativ behaftet, deshalb jetzt zwei poitive Definitionen des Adjektivs "fromm":
Dass wer wirklich sagt, ich möchte mich Gott leben, mit ihm verbunden sein, ihn nicht verstecken, das nenne ich fromm .
(Pater Karl Wallner OCist, Rektor der Hochschule Heiligenkreuz)
Aus dem Glauben kommende Lebenstüchtigkeit. (Pater Hadrian W. Koch, Provinzialminister der Fuldaer Franziskanerprovinz)

Das durch den Papstbesuch noch bekannter gewordene Stift Heiligenkreuz liegt zwar im Wienerwald und ist auf das Engste mit der Geschichte Niederösterreichs verbunden, denoch hat es auch einen starken steirischen Einschlag:
Seit dieser Woche gibt es das neue Vorlesungsverzeichnis der Hochschule Heiligenkreuz.
Vorlesungsverzeichnis Wintersemester 07 als pdf

Wenn die Vorlesung mal wieder etwas ermüdend ist, genemigen wir uns einen Kaffee in der Frühstücksrekreation.
Die diesjährige Austrofoma findet im Stift Heiligenkreuz statt. Heute besuchten viele Mönche diese tolle Austellung, bei der man FOrstMAschinen voll im Einsatz sieht <-- und genau das unterscheidet die Austrofoma von anderen Austellungen.
Zwei begeisterte Mönche!
Dieser Herbst an der Päpstlichen Hochschule Heiligenkreuz ist von einigen Blockveranstaltungen geprägt: Kirchenrecht bei Hierold, Dogmatik bei Feulner oder Fundamentaltheologie bei Heim. Der Vorlesungssaal ist voll - Fast 50 Studenten.
Der Vorteil in Heiligenkreuz ist, dass man viele Stunden aus anderenTeilkirchen der Erde kennenlernt. So ergeben sich tolle Gelegenheit. Am Sonntag war ich in der Diözese Budweis und habe dort an der Firmung teilgenommen. Ich lernte das kleine Städtchen Netolice kennen.
Wir beide vor dem Städtchen Netolice.
Hier stehe ich vor einem Denkmal von Jan Hus in Hus. Ich sehe schwanger aus?
Das Pontifikalamt hielt der Bischof Budweis, ein Kapuziner.
Ein österreichischer Abt braucht schon mal einen dicken Schädel. Er hat 20 bis 80 Mitbrüder, die nicht alle immer einfach sind, oft mehr als hundert Mitarbeiter in den Betrieben und trägt in der Gesellschaft in verschiedensten Funktionen Verantwortung.
Das Bild oben zeigt in der MItte den Abt von Heiligenkreuz (Gregor Henckel Donnersmarck) umrahmt von Altabt Gerhard und dem Ökonomen von Heiligenkreuz mit grünem Helm.
Heute waren wir zum zweiten Mal an einer Schule und haben den Lehrerinnen beim Unterrichten zugesehen. Professor Schnider läßt uns an sage und schreibe sechs Volks- und Hauptschulen visitieren und wir werden ab Dezember hier und dort auch unterrichten.
Hier arbeitet Frau Doria mit den Kindern im Sesselkreis. Sie reden über das Leben des heiligen Leopold.
Wie die Jünger von Emmaus sind wir zu Zweit unterwegs. Wir besuchen zu Zweit eine Schule und helfen uns gegenseitig, müssen aber auch aufeinander Rücksicht nehmen.

Pater Petrus hat heute diesen Schneemönch gebaut.
Heute waren wir zum dritten Mal an einer Schule und haben den Lehrerinnen beim Unterrichten zugesehen. Professor Schnider läßt uns an sage und schreibe sechs Volks- und Hauptschulen visitieren und wir werden ab Dezember hier und dort auch unterrichten.
Wie die Jünger von Emmaus sind wir zu Zweit unterwegs. Wir besuchen zu Zweit eine Schule und helfen uns gegenseitig, müssen aber auch aufeinander Rücksicht nehmen.
Hier arbeitet Frau Doria mit den Kindern im Sesselkreis. Sie reden über das Leben des heiligen Leopold.
WiEs gibt ein neues aufregendes Video aus Heiligenkreuz. Musst Du klicke hier.