26. Mai 2012 20:25 | |||||
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Heute feiern wir Mönche den Vater Pachomius. Lange Zeit wollte man ihn nicht wirklich hören; er galt und gilt zwar als Begründer des gemeinschaftlichen klösterlichen Lebens, aber was er uns berichtet, entsprach lange nicht dem Idealbild einer Mönchsgemeinschaft.
Ein Gemeinschaft mit Problemen? Eine Gemeinschaft, wo jeder einzelne gegen Versuchungen anzukämpfen hat? Davon berichtet Pachomius und seine Vita.
Aber Klöster haben sich oft als perfekt hingestellt. Waren so von sich überzeugt, dass sie solche Worte nicht hören wollten - und dann auch noch vom ersten gemeinschaftlichen Kloster überhaupt. Nein, danke. Über unsere Probleme - Stillschweigen.
Danke, heiliger Pachomius, dass Du die Probleme beim Namen nennst. Dass Du den Eiferern zeigst, dass ihr Weg direkt in die Hölle führt. Dass Du uns einen Weg der Mitte gezeigt hast: Zwischen Arbeit und Gebet. Zwischen Alleinsein und Gemeinschaft. Zwischen tiefer Beziehung zu Gott und den Menschen.
Mönche sind Menschen mit Gebrechen; sie sind oft Asketen zweiter Wahl; aber gerade das lässt sie erkennen wie groß und barmherzig unser Gott ist und dass man sich immer wieder bemühen muss aufzustehen.