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Das Team von Kleine Zeitung Digital

von RomanHuber am: 19.11.2009, 11:23 Uhr

 

Präsentation der Jahresbilanz der Hypo Alpe Adria (Hypo AA) 2004: Vollmundig prophezeit Wolfgang Kulterer, die Hypo AA werde noch bis 2009 ihr rasantes Wachstum fortsetzen. Fünf Jahre später steht die Bank vor einem Milliardenverlust und sucht dringend frisches Geld.

 

Die Eigentümerin der Hypo Group Alpe Adria, die Bayern LB, will die Krot nicht alleine fressen und fordert Tribut von den Minderheitsaktionären Land Kärnten und Grazer Wechselseitige (Grawe). Ob die Münchner Bank damit Erfolg hat, bleibt abzuwarten.

 

Nachträglich muss man sagen, dass Grawe und Land Kärnten alles richtig gemacht haben. Bis 2007 haben die Beiden die Mehrheit an der Bank gehalten und von dem rasanten Wachstum profitiert. Vor allem das Geschäft im ehemaligen Jugoslawien war für diesen Erfolg verantwortlich. Die Landesgarantie im Rücken scheuten die Bankmanager kein Risiko und konnten lange Zeit fabelhafte Gewinne erzielen.

 

Nach dem Bilanzskandal bei der Hypo AA im Jahr 2006 gingen Grawe und Land Kärnten rasch auf die Suche nach einem neuen Käufer. In der Bayern LB fanden sie einen willigen Partner für die Landesbank. 1,625 Milliarden Euro legten die Bayern hin, um die Mehrheit an der Hypo AA zu erwerben und legten noch mal 600 Millionen an neuem Kapital nach.

 

In der Nachschau war der Kauf für die Bayern ein Fiasko. Im Rahmen der Finanzkrise zeigte sich, dass das Ausfallrisiko der Kredite in Süd-Ost-Europa enorm hoch ist. Milliardenabschreibungen und enorme Verluste waren die Folge. Seit dem Verkauf an die Bayern brauchte die Bank 700 Millionen Euro an frischem Eigenkapital und 900 Millionen Euro aus dem Bankenhilfspaket. Nun droht ein Verlust von rund einer Milliarde Euro.

 

Mein Fazit: Der Verkauf der Hypo AA war das Beste, was das Land Kärnten und die Grawe machen konnten.

 

 

Roman Huber
adria    alpe    bayernlb    finanzkrise    hypo
2 Kommentare   Kommentieren
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Kommentare
Und dabei haben Sie die
von Irgendeiner am: 27.11.2009, 00:13 Uhr
geniale Idee eine Riesenhaftung dazuzugeben,noch gar nicht erwähnt.Ganz abgesehen von dem Wert für die Volksbelustigung,wenn es zu Verurteilungen wegen Betruges kommen sollte und den Bayern was zum Begriff Rückabwicklung einfällt.Ja,ich finde das super und zahle gerne 900 Millionen an Steuergeld für eine Bank,für die ich 830 bekommen habe und die mir dann nicht gehört.Wenn Sie solche Ideen schätzen dann sollten Sie mich nach Geburtatagsfeiern ansprechen,wenn man mich gerade zum 15ten Bier genötigt hat,dann fällt mir so was auch ein-reichlich!
da gäbe es noch sinnhaftere alternativen.....
von emigrant am: 30.11.2009, 01:47 Uhr
unter ceteris paribus stimme ich zu: bei diesem management unter der fuchtel haiders und der hochrisiko strategie war das verklopfen richtig. strategisch besser wäre risk mitigation gewesen und mittelfristig weniger gewinn, aber den nachhaltig. die hypo hat all die risiken genommen, wo andere banken dankend abgelehnt haben.
das risk-management war ja nur rudimentär vorhanden. die kleine provinzbank wollte halt gross mitspielen.
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Auch das ist noch zu klein gedacht Herr...
Es sollte nicht nur auf die Handlungsfäh...
von globali am: 23.11.2010, 21:18 Uhr

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Genau deshalb sind die Vergleiche zwisch...
von Pompadour am: 29.09.2010, 17:31 Uhr

ein schöner
jedoch völlig wertloser aufsatz. ausser...
von klotzi am: 15.12.2009, 13:30 Uhr

da gäbe es noch sinnhaftere alternativen...
unter ceteris paribus stimme ich zu: bei...
von emigrant am: 30.11.2009, 01:47 Uhr

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