09. Februar 2012 17:53 | |||||
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Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs
Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.
Mit der Bitte um Ihr Verständnis,
Das Team von Kleine Zeitung Digital
In Österreich sind über 111.000 Menschen in Frühpension – gut drei Viertel davon über die berühmte Hacklerregelung. Angesichts dieser Zahlen kann man über die Forderungen von EU und Nationalbank nur schmunzeln. Die ausufernden Budgetdefizite machen nämlich eine Anhebung des Pensionsantrittalters erforderlich– der generelle Tenor: Menschen sollen bis zum 67. Lebensjahr arbeiten. Dabei gehen in Österreich gerade mal zehn Prozent mit 65 Jahren in Pension – der Rest früher.
Politiker verlangen immer wieder, dass die Frühpension eingedämmt wird. Allerdings scheitern sie an ihren parteiinternen Pensionistenverbänden. Man könnte fast meinen, die Regierung steckt mit Absicht den Kopf in den Sand. Denn so teuer die Folgekosten der Frühpensionierungen auch sind – kurzfristig hat die österreichische Praxis durchaus Vorteile.
Vor allem beim Thema Altersarbeitslosigkeit ist Frühpension ein probates Mittel der Problemlösung. Hätte man die 111.000 Frühpensionisten nicht in den Ruhestand geschickt, wäre die Zahl der Arbeitslosen um beinahe 50 Prozent höher. Ein Frühpensionist ist sogar ein doppelter Gewinn für die Statistik. Nicht nur, dass er offiziell nicht mehr arbeitslos ist, er fällt noch dazu aus der Gesamtzahl der arbeitsfähigen Bevölkerung – der Basiswert zur Errechnung der Arbeitslosigkeit.
Diese kurzsichtige Politik wird immer mehr zum Problem für die nachfolgende Generation. Unter den Jungunternehmen gehen 85 Prozent davon aus, dass sie keine staatliche Pension mehr bekommen werden. Bei Arbeitern und Angestellten trifft das auf ein Drittel zu. Zwei Drittel der Österreicher rechnen damit, dass der Generationenvertrag nicht mehr zu halten ist.
Was macht die Regierung angesichts solcher Zahlen? Man verhandelt eine „Hacklerregelung neu“. Die Kosten tragen die heute 20- bis 40-Jährigen, denn sie werden bis ins hohe Alter arbeiten müssen. Aber das interessiert bei der nächsten Wahl (noch) niemanden.
Roman Huber