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    <title>meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft - Blog (RSS 2.0)</title>
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    <copyright>wirtschaft</copyright>
    <pubDate>Thu, 17 Feb 2011 13:23:29 GMT</pubDate>
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      <title>meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft - Blog (RSS 2.0)</title>
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      <title>Ohne Investition zum Scheitern verurteilt</title>
      <link>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/408898/</link>
      <description>&lt;p&gt;80 Prozent der Studenten setzen ihr Studium nach dem Bachelorabschluss fort, um einen Masterlehrgang zu absolvieren. Auch am Arbeitsmarkt haben Bachelors kaum Aussichten auf Erfolg. Eine Analyse des gescheiterten Titels.&lt;/p&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Durch den Bologna-Prozess gibt es seit mehreren Jahren in &amp;Ouml;sterreich Universit&amp;auml;tsabsolventen mit einem Bachelor als Abschluss. Doch die Akzeptanz bei Wirtschaft und Studenten f&amp;uuml;r den neuen Titel ist gering bis gar nicht vorhanden. Das liegt vor allem an einem grundlegenden Fehler bei der Einf&amp;uuml;hrung der Bologna-Struktur.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Denn die Politiker haben etwas nicht bedacht: Der Bachelor ist als neuer Titel auch eine Art neues &amp;#8222;Produkt&amp;#8220; am Arbeitsmarkt. Wenn man nun vergleicht, wie viel Geld Unternehmen in die Innovation neuer Waren, Artikel oder Dienstleistungen stecken, wird schnell klar, warum die Einf&amp;uuml;hrung des Bachelors nicht von Erfolg gekr&amp;ouml;nt war.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Will ein Unternehmen ein neues Produkt auf den Markt bringen, sind Investitionen in die Entwicklung des Angebotes der erste Schritt. Nach ersten Prototypen und Tests ist die Ware dann marktreif. Es folgt Schritt 2: die Einf&amp;uuml;hrung. Auch hier muss kr&amp;auml;ftig in Werbung und PR investiert werden, um das Produkt beim Kunden bekannt zu machen und K&amp;auml;ufer zu begeistern. Erst nach diesen beiden Schritten kommt eine Wachstumsphase und das Unternehmen beginnt, mit dem neuen Angebot Geld zu verdienen.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Und wie ist die Bundesregierung vorgegangen, als das neue &amp;#8222;Produkt&amp;#8220; Bachelor eingef&amp;uuml;hrt wurde? Erst hat sich die Regierung Sch&amp;uuml;ssel nicht dazu bekannt und der EU die Schuld f&amp;uuml;r die &amp;Auml;nderungen in die Schuhe geschoben. Dann wollte man unbedingt die Magistertitel und Diplom-Ingenieure behalten, Mastertitel waren zu anglizistisch. Gleichzeitig kam man auf die glorreiche Idee, die Unis neu zu strukturieren und ihre Finanzierung auf Rahmenpl&amp;auml;ne umzustellen &amp;#8211; das Universit&amp;auml;tsgesetz 2002 war geboren. Ziel der Aktion waren allerdings nicht Investitionen in die Bildung sondern die K&amp;uuml;rzung der Ausgaben f&amp;uuml;r den terti&amp;auml;ren Sektor. Als Draufgabe wurden die Studiengeb&amp;uuml;hren nicht zur Finanzierung der Unis verwendet, sondern zum Stopfen von Budgetl&amp;ouml;chern. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Alle diese Punkte sind das Gegenteil davon, was man Investition nennen k&amp;ouml;nnte. Der Bachelor stand also von vornherein unter einem schlechten Stern. Dementsprechend war das &amp;#8222;Produkt&amp;#8220; Bachelor auch alles andere als marktreif, als es schlie&amp;szlig;lich eingef&amp;uuml;hrt wurde. Vielfach wurde ein achtsemestriges Studium einfach auf sechs Semester zusammengestrichen oder aus dem ersten Abschnitt eines Diplomstudiums wurde ein Bachelorstudium.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Die Reaktion der &amp;Ouml;ffentlichkeit entsprach genau dieser Entwicklung. Weder Wirtschaft noch Studenten akzeptieren diesen Abschluss. Er bietet keine vern&amp;uuml;nftige Berufsausbildung. Selbst die Mehrzahl europ&amp;auml;ischer Universit&amp;auml;tsrektoren h&amp;auml;lt den Titel nicht f&amp;uuml;r arbeitsmarktf&amp;auml;hig. Nicht einmal die Bundesregierung, die den Bologna-Prozess vorantreibt, sieht den Abschluss als gleichwertig zum Magister an. Im Staatsdienst kann man als Bachelor kein A-Beamter werden und ist damit einem Maturanten gleichgestellt. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Heute hat der Bachelorabschluss ein Renommee, das nicht einmal die beste PR-Strategie verbessern k&amp;ouml;nnte. Das Einzige, was helfen w&amp;uuml;rde, w&amp;auml;re zur&amp;uuml;ck zum Start. Die Studienpl&amp;auml;ne m&amp;uuml;ssen &amp;uuml;berarbeitet werden und der Staat muss viel Geld in diese neue Ausbildung und damit in die Universit&amp;auml;ten investieren. Denn nur gut ausgebildete Bachelorabsolventen k&amp;ouml;nnen das Ansehen des Titels noch retten. Leider macht die &amp;ouml;sterreichische Bundesregierung genau das Gegenteil &amp;#8211; das Scheitern dieser Uni-Politik ist so gut wie sicher.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;a href="http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/photos/306968/"&gt;&lt;img class="entry-inline-image" src="http://communityneu.klz.apa.net/static/sites/wirtschaft/media/roman-fuchs4blogcut%281%29.thumbnail.jpg" alt="" width="66" height="100" align="left" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="mailto:roman.huber@kleinezeitung.at" target="_blank"&gt;Roman Huber&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
      <pubDate>Thu, 17 Feb 2011 13:23:29 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>RomanHuber</dc:creator>
      <dc:date>2011-02-17T13:23:29Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Ein dreckiges Gesch&amp;auml;ft</title>
      <link>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/407874/</link>
      <description>&lt;p&gt;Unbekannten Hackern ist Mitte J&amp;auml;nner ein &lt;strong&gt;unvergleichlicher Coup&lt;/strong&gt; gegl&amp;uuml;ckt. Sie haben Tausende Tonnen CO2 &amp;#8222;gestohlen&amp;#8220;. Was auf den ersten Blick unspektakul&amp;auml;r wirkt, wirft ein dunkles Licht auf einen der &lt;strong&gt;undurchsichtigsten Wirtschaftszweige&lt;/strong&gt; der EU.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Klimaerw&amp;auml;rmung, Treibhauseffekt und Kyoto-Protokoll sind Begriffe, die seit Jahren die &amp;ouml;ffentliche Diskussion beherrschen. Vor allem wenn es um kalte Sommermonate oder warme Dezemberwochen geht, tauchen diese Begriffe in den Medien auf.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Rund um diese Themen hat sich in den vergangenen Jahren ein neuer Wirtschaftszweig entwickelt, abseits der Tagespolitik und dem Streit, ob der Klimawandel vom Menschen ausgel&amp;ouml;st sei oder nicht. &lt;strong&gt;Der Handel mit Verschmutzungsrechten&lt;/strong&gt;, auch CO2-Zertifikate genannt, ist zu einem Bombengesch&amp;auml;ft geworden, f&amp;uuml;r alle die verstehen, worum es dabei geht.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Erst der &lt;strong&gt;Diebstahl von diesen Zertifikaten&lt;/strong&gt; hat den Begriff jetzt wieder in die Medien gebracht. Europaweit wurden Verschmutzungsrechte im Wert von 28 Millionen Euro gestohlen und verkauft &amp;#8211; ein Teil davon verschwand aus &amp;Ouml;sterreich.&amp;nbsp;Aber was sind Verschmutzungsrechte? &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Idee ist durchaus nachvollziehbar: Um das &lt;strong&gt;Klima zu sch&amp;uuml;tzen&lt;/strong&gt; und die Emission von Treibhausgasen zu reduzieren sollen jene, die CO2 produzieren, etwas zahlen. Daf&amp;uuml;r, dass man eine Tonne CO2 in die Luft bl&amp;auml;st, muss man daher derzeit 14,2 Euro zahlen. Zum Vergleich: Rund 2,5 Tonnen verbraucht ein Mittelklassewagen im Jahr (20.000 Kilometer).&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Vorfall zeigt einen der Grundfehler des Konstrukts auf. &amp;Auml;hnlich den Derivaten bei Aktien und Wertpapieren &lt;strong&gt;gibt es CO2-Zertifikate in Wahrheit nicht. Es sind keine existenten G&amp;uuml;ter, es ist eine simple Idee,&lt;/strong&gt; die zwischen Energieunternehmen, Banken und Staaten gehandelt wird.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So wundert es nicht, dass Hacker auf die Idee gekommen sind, das System zu manipulieren. In &amp;Ouml;sterreich wurde die zust&amp;auml;ndige Beh&amp;ouml;rde ECRA mit einer Denial of Service Attacke abgelenkt und &lt;strong&gt;488.141 Zertifikate zur Luftverschmutzung mit je einer Tonne CO2 entwendet&lt;/strong&gt;. &amp;Auml;hnlich gingen die Computerspezialisten in Tschechien, Griechenland, Polen und Estland vor. Die gestohlenen Verschmutzungsrechte wurden verkauft.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So offenbart sich ein weiterer Grundfehler des Konstrukts. Denn &lt;strong&gt;Banken und Finanzdienstleister sch&amp;uuml;tzen die Computer&lt;/strong&gt;, hinter denen sich Derivate, Futures und Optionen verbergen mit gro&amp;szlig;em finanziellen Aufwand. Manche&lt;strong&gt; Staaten haben offenbar auf wirksame Sicherheitssysteme verzichtet.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Daher ist dieser Fall ein gutes Beispiel daf&amp;uuml;r, wie viel der Klimaschutz den Regierungen wert ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/photos/306966/"&gt;&lt;img class="entry-inline-image" src="http://communityneu.klz.apa.net/static/sites/wirtschaft/media/roman-fuchs4blogcut.thumbnail.jpg" alt="" width="66" height="100" align="left" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="mailto:roman.huber@kleinezeitung.at" target="_blank"&gt;Roman Huber&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
      <pubDate>Fri, 21 Jan 2011 13:36:47 GMT</pubDate>
      <guid>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/407874/</guid>
      <dc:creator>RomanHuber</dc:creator>
      <dc:date>2011-01-21T13:36:47Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Die Eurokrise hat auch eine gute Seite</title>
      <link>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/406729/</link>
      <description>&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Jahr geht zu Ende und aus &amp;ouml;sterreichischer Sicht kann man durchaus &lt;strong&gt;zufrieden auf die wirtschaftliche Entwicklung zur&amp;uuml;ckblicken.&lt;/strong&gt; Das Bruttoinlandsprodukt w&amp;auml;chst real um zwei Prozent und auch f&amp;uuml;r die kommenden Jahre sind die Aussichten positiv.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Diese Entwicklung hat &amp;Ouml;sterreich auf den ersten Blick zwei Faktoren zu verdanken: &lt;strong&gt;steigende Einnahmen aus Exporten und der Entwicklung in Deutschland&lt;/strong&gt;. Denn dort w&amp;auml;chst die Wirtschaft heuer sogar um 3,7 Prozent. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Nun klopfen sich die Politiker in Berlin und Wien selbst auf die Schulter&lt;/strong&gt; und betonen, wie gut sie ihre L&amp;auml;nder aus der globalen Finanzkrise gesteuert haben und das, &lt;strong&gt;obwohl in Europa die Eurokrise ausgebrochen ist.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Wobei &amp;#8222;obwohl&amp;#8220; in meinen Augen das falsche Wort ist. Denn eigentlich &lt;strong&gt;sollte hier ein &amp;#8222;weil&amp;#8220; stehen&lt;/strong&gt;. In Deutschland war der Export 2010 der gr&amp;ouml;&amp;szlig;te Wachstumstreiber. Umgelegt auf &amp;Ouml;sterreich bedeutet das, dass das Wirtschaftswachstum vor allem den gestiegen Ausfuhren zu verdanken ist. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Aber was hat das mit der Eurokrise zu tun? Die L&amp;ouml;sung daf&amp;uuml;r ist in der &lt;strong&gt;globalen Vernetzung der Wirtschaft&lt;/strong&gt; zu suchen. Die Eurozone tr&amp;auml;gt rund 14 Prozent des weltweiten BIP und ist f&amp;uuml;r gut ein F&amp;uuml;nftel der weltweiten Exporte verantwortlich. Zum Vergleich: Die USA liegen in diesem Bereich mit rund 11 Prozent deutlich hinter der Eurozone. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Dennoch wird weltweit &lt;strong&gt;haupts&amp;auml;chlich in Dollar verrechnet&lt;/strong&gt;. Das war vor allem im Jahr &lt;strong&gt;2009 ein gro&amp;szlig;es Problem f&amp;uuml;r die europ&amp;auml;ische Wirtschaft&lt;/strong&gt;. Der Euro pendelte vor der Eurokrise zwischen 1,4 Dollar und 1,5 Dollar. Diese hohen Wechselkurse bedeuteten f&amp;uuml;r die europ&amp;auml;ische &lt;strong&gt;exportorientierte Industrie einen gro&amp;szlig;en Wettbewerbsnachteil,&lt;/strong&gt; da ihre Produkte im Vergleich zu Produkten aus dem Dollarraum sehr teuer waren.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Dann kam die Eurokrise und die deutsche Bundeskanzlerin &lt;strong&gt;Angela Merkel handelte in einer Art und Weise, die den Euro noch zus&amp;auml;tzlich schw&amp;auml;chte.&lt;/strong&gt; Erstens blockierte sie anf&amp;auml;nglich Finanzhilfen f&amp;uuml;r Griechenland und sorgte damit daf&amp;uuml;r, dass der IWF mit ins Boot geholt wurde. Die Folge: ein Verfall des Eurokurses. Im Fall Irlands forderte sie eine Beteiligung der Banken bei der Bew&amp;auml;ltigung der Eurokrise. Und wieder kam die Gemeinschaftsw&amp;auml;hrung unter Druck.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Auf den ersten Blick eine schwer nachzuvollziehende Vorgangsweise. Sieht man allerdings genauer hin, muss man erkennen, dass sie f&amp;uuml;r die Wirtschaft in Deutschland &amp;#8211; und auch in &amp;Ouml;sterreich &amp;#8211; &lt;strong&gt;genau das Richtige getan hat: Sie hat daf&amp;uuml;r gesorgt, dass der Euro abgewertet wurde&lt;/strong&gt;. Der Wechselkurs Euro/US-Dollar fiel kurzzeitig auf 1,2. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Aber warum war das gut f&amp;uuml;r die deutsche und &amp;ouml;sterreichische Wirtschaft&lt;/strong&gt;? Beide Staaten sind Exportl&amp;auml;nder. Die Wirtschaft wird vor allem von den Ausfuhren getragen, die Binnennachfrage ist eher gering. Und der schwache Euro hat im weltweiten Handelskarusell nun Folgendes bewirkt: &lt;strong&gt;Im Vergleich zum Jahr 2009 sind Produkte aus dem Euroraum um 15 bis 20 Prozent billiger geworden.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Zur Erinnerung: Weltweit wird der Handel in Dollar abgerechnet. Eine&lt;strong&gt; Abwertung des Euros verbilligt daher die Produkte&lt;/strong&gt; aus diesem Wirtschaftsraum.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Die billigen Preise hatten zur Folge, dass Waren aus dem Euroraum st&amp;auml;rker nachgefragt wurden und die exportorientierte Industrie mehr Auftr&amp;auml;ge bekam. Das bewirkt in den &lt;strong&gt;Exportl&amp;auml;ndern ein starkes Wirtschaftswachstum. &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;&amp;Uuml;brigens: Vor der Irlandkrise erreichte der Kurs des Euro wieder einen Stand von 1,4 US-Dollar. Als Folge schw&amp;auml;chte sich die Exportdynamik in Deutschland im vierten Quartal ab.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Bevor sich also die heimischen Politiker damit beweihr&amp;auml;uchern, dass sie in &amp;Ouml;sterreich trotz Eurokrise die Wirtschaft angekurbelt haben, sollten sie bedenken, dass die &lt;strong&gt;Eurokrise einen Gutteil zu diesem Wachstum beigetragen hat&lt;/strong&gt;. Und bevor Experten den Euro in ihren Kommentaren zu Grabe tragen, sollten sie beachten, &lt;strong&gt;welche enormen Auswirkungen die Wechselkursschwankungen der Gemeinschaftsw&amp;auml;hrung bereits jetzt auf den Welthandel haben.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/photos/306968/"&gt;&lt;img class="entry-inline-image" src="http://communityneu.klz.apa.net/static/sites/wirtschaft/media/roman-fuchs4blogcut%281%29.thumbnail.jpg" alt="" width="66" height="100" align="left" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="mailto:roman.huber@kleinezeitung.at" target="_blank"&gt;Roman Huber&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&amp;nbsp;</description>
      <pubDate>Mon, 27 Dec 2010 10:39:17 GMT</pubDate>
      <guid>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/406729/</guid>
      <dc:creator>RomanHuber</dc:creator>
      <dc:date>2010-12-27T10:39:17Z</dc:date>
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      <title>Irland-Krise: Der EU mangelte es an Weitblick</title>
      <link>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/404719/</link>
      <description>&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Irland&lt;/strong&gt;, einst der keltische Tiger, ist nun Europas Sorgenkind Nummer zwei. Ein aufgebl&amp;auml;hter Immobiliensektor und viel zu gro&amp;szlig;e Banken rei&amp;szlig;en das Land in den Abgrund. Wenn man fragt, &lt;strong&gt;wie es dazu kam,&lt;/strong&gt; wird oft das rasante Wachstum Irlands genannt oder die fahrl&amp;auml;ssige Vergabe von Krediten.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Man muss allerdings gar nicht so lange suchen, um die wahre Ursache zu finden. Sie liegt in einer &lt;strong&gt;Grundsatzentscheidung&lt;/strong&gt;, die Europas Staatschefs im August 2009 getroffen haben. Am H&amp;ouml;hepunkt der Finanzkrise rissen &lt;strong&gt;hohe Abschreibungen etliche europ&amp;auml;ische Banken in die Tiefe&lt;/strong&gt;. Viele dieser Institute galten als &amp;#8222;too big to fail&amp;#8220;. Aus diesem Grund hat man sich dazu entschieden, den Unternehmen zu helfen. Die&lt;strong&gt; EU &amp;uuml;bernahm Haftungen in H&amp;ouml;he von 2.900 Milliarden Euro&lt;/strong&gt;. Zum Vergleich &amp;#8211; der Rettungsschirm f&amp;uuml;r den Euro beinhaltet 750 Milliarden Euro. Dass die Banken somit rund vier Mal wichtiger sind, als die Eurozone ist nur ein Detail am Rande. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Rettung der Banken war r&amp;uuml;ckblickend betrachtet der erste Fehler&lt;/strong&gt;, der begangen wurde. Ein &lt;strong&gt;gesteuerter Konkurs&lt;/strong&gt; der Institute mit darauf folgender Zerschlagung h&amp;auml;tte die Verluste auf die Privatinvestoren verteilt und die Budgets der Staaten nicht zus&amp;auml;tzlich belastet. Zugegeben, die darauf folgende Krise w&amp;auml;re drastischer gewesen, als jene, die wir durchlebten. &lt;strong&gt;Dennoch w&amp;auml;re dieser Schritt vern&amp;uuml;nftiger gewesen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Es gibt aber auch einen&lt;strong&gt; zweiten Fehler:&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;Die EU-Staaten haben sich wie gesagt dazu entschieden, ihre Banken zu retten.&lt;/strong&gt; Allerdings hat man hier nur auf den ersten Blick gemeinsam gehandelt. Das einzig Gemeinsame an dem Vorgehen war n&amp;auml;mlich, dass alle L&amp;auml;nder ihre Banken retten. &lt;strong&gt;Man hat nicht auf wirtschaftliche Unterschiede&lt;/strong&gt; geachtet und so auch nicht erkannt, welche Folgen das haben k&amp;ouml;nnte.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Um das deutlich zu machen. Die H&amp;ouml;he der Garantien f&amp;uuml;r Banken unterschied sich &lt;strong&gt;je nach Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e des Bankensektors des jeweiligen Landes.&lt;/strong&gt; So stand &lt;strong&gt;&amp;Ouml;sterreich&lt;/strong&gt; f&amp;uuml;r seinen Bankensektor mit 100 Milliarden Euro an Haftungen gerade &amp;#8211;&lt;strong&gt; 32,8 Prozent des Bruttoinlandproduktes&lt;/strong&gt;. Dieser Vergleich zur Wirtschaftsleistung zeigt, wie weit reichend diese Hilfen waren und wie drastisch sich das im Garantiefall ausgewirkt h&amp;auml;tte.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;&amp;Ouml;sterreich lag mit den 32,8 Prozent im Mittelfeld der EU-Staaten. Bei der H&amp;ouml;he der Garantien standen zwei L&amp;auml;nder mit Abstand an der Spitze: &lt;strong&gt;D&amp;auml;nemark&lt;/strong&gt; gew&amp;auml;hrte die h&amp;ouml;chsten Haftungen im Vergleich zum BIP und garantierte mit fast &lt;strong&gt;260 Prozent seiner j&amp;auml;hrlichen Wirtschaftsleistung&lt;/strong&gt; f&amp;uuml;r seine Banken. &lt;strong&gt;Irland &lt;/strong&gt;stand dem aber nicht um viel nach. Der Inselstaat &amp;uuml;bernahm Garantien in H&amp;ouml;he von rund &lt;strong&gt;232 Prozent seines BIP&lt;/strong&gt;. Nur um das zu verdeutlichen: Alle Bewohner der Insel und alle Unternehmen m&amp;uuml;ssten zwei Jahre und vier Monate lang arbeiten und produzieren und jeden erwirtschafteten Cent abgeben, um diesen Betrag zu bezahlen. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Irlands Problem&lt;/strong&gt;: Es ist wirklich so weit gekommen, dass die Banken die Haftungen des Staates brauchen. Und bei Garantien in H&amp;ouml;he von 232 Prozent des BIP wundert es mich nicht, dass Irland nun in gewaltigen Problemen steckt. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;R&amp;uuml;ckblickend w&amp;auml;re es daher vern&amp;uuml;nftiger gewesen, &lt;strong&gt;nicht die Staaten einzeln f&amp;uuml;r ihre Banken haften zu lassen, sondern die 2.900 Milliarden Euro auf die Mitgliedsstaaten im Verh&amp;auml;ltnis zu deren BIP zu verteilen.&lt;/strong&gt; Das h&amp;auml;tte f&amp;uuml;r Deutschland und &amp;Ouml;sterreich zwar deutlich mehr Haftungen bedeutet, h&amp;auml;tte uns aber die derzeitige Irlandkrise erspart.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Abschlie&amp;szlig;end bleibt nur zu sagen, dass &lt;strong&gt;das Kr&amp;auml;mer-Denken der europ&amp;auml;ischen Politik endlich ein Ende haben muss.&lt;/strong&gt; Wir sind eine Gemeinschaft und sollten auch so handeln &amp;#8211; von Anfang an. Das bedeutet, dass man &lt;strong&gt;auf die Handlungsf&amp;auml;higkeit der anderen Mitgliedsstaaten achtet und darauf aufpasst, dass kein Ungleichgewicht entsteht.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="mailto:roman.huber@kleinezeitung.at" target="_blank"&gt;&lt;img class="entry-inline-image" src="http://communityneu.klz.apa.net/static/sites/wirtschaft/media/roman-fuchs4blogcut%281%29.thumbnail.jpg" alt="" width="66" height="100" align="left" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;a href="mailto:roman.huber@kleinezeitung.at" target="_blank"&gt;Roman Huber&lt;/a&gt;</description>
      <pubDate>Tue, 23 Nov 2010 14:06:31 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>RomanHuber</dc:creator>
      <dc:date>2010-11-23T14:06:31Z</dc:date>
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    <item>
      <title>Nach dem Golde dr&amp;auml;ngt&amp;#8230;</title>
      <link>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/403785/</link>
      <description>&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Faust schreibt Johann Wolfgang von G&amp;ouml;the &amp;#8222;Nach dem Golde dr&amp;auml;ngt, am Golde h&amp;auml;ngt doch alles. Ach wir Armen!&amp;#8220; Der aktuelle Goldpreis scheint dieses Zitat nur zu best&amp;auml;tigen. Doch nicht nur die internationalen Anleger verlangt es nach dem Edelmetall. Auch der Chef der Weltbank sieht im Gold einen Rettungsanker f&amp;uuml;r die Weltwirtschaft.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Denn was vor wenigen Jahren als undenkbar galt, hat Robert Zoellick nun gefordert: die R&amp;uuml;ckkehr zum Gold-Standard. Bis in die 1970er Jahre waren die internationalen Wechselkurse im Bretton-Woods-Abkommen fixiert. Alles orientierte sich an der Leitw&amp;auml;hrung US-Dollar, die man zu einem fixen Satz in Gold umtauschen konnte. Das ging genau so lange gut, solange die USA viel Geld im Ausland investierten. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Als andere Exportnationen wie Deutschland und Frankreich wieder erstarkten, begann das System zu wackeln. Endg&amp;uuml;ltig kippte es, als die USA zur Finanzierung des Vietnamkriegs die Dollarpresse anwarfen. 1973 wurde das Abkommen f&amp;uuml;r ung&amp;uuml;ltig erkl&amp;auml;rt und das System der freien Wechselkurse eingef&amp;uuml;hrt, wie wir es heute kennen. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Warum nun der Schwenk des Weltbank-Pr&amp;auml;sidenten? Zoellick reagiert mit seiner Forderung auf eine drohende Entwicklung, die der brasilianische Finanzminister Guido Mantega als &amp;#8222;W&amp;auml;hrungskrieg&amp;#8220; bezeichnete. Au&amp;szlig;erhalb der Eurozone versuchen Industrienationen n&amp;auml;mlich derzeit mittels einer expansiven Geldpolitik die Wirtschaft anzukurbeln &amp;#8211; allen voran Japan und die USA. Gleichzeitig h&amp;auml;lt China den Yuan anhaltend auf einem niedrigen Wechselkurs zum Dollar. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Warum machen die L&amp;auml;nder das? Die Idee dahinter klingt recht simpel: Ist mehr Geld im Umlauf, k&amp;ouml;nnen Banken lockerer Kredite vergeben, k&amp;ouml;nnen Unternehmen mehr investieren, k&amp;ouml;nnen Konsumenten mehr ausgeben. Allerdings funktioniert diese Theorie nur in geschlossenen Systemen &amp;#8211; eine globalisierte Welt mit zumindest f&amp;uuml;nf bis sechs gro&amp;szlig;en W&amp;auml;hrungsbl&amp;ouml;cken wird so in den Untergang getrieben.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Deshalb nun der beinahe verzweifelte Appell Zoellicks, doch wieder feste Wechselkurse einzuf&amp;uuml;hren. Der freie Handel der W&amp;auml;hrungen scheint gescheitert zu sein. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Allerdings sollte Zoellick vorsichtig sein, mit den Geistern, die er ruft. Schlie&amp;szlig;lich ist das Abkommen von Bretton-Woods nicht am politischen Willen gescheitert, sondern an handfesten Unterschieden zwischen den W&amp;auml;hrungsbl&amp;ouml;cken. Und nicht zuletzt bezweifle ich, dass man das heutige Weltw&amp;auml;hrungssystem wirklich in Gold aufwiegen kann &amp;#8211; soviel Edelmetall d&amp;uuml;rfte gar nicht im Umlauf sein. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Ein neuer Goldstandard w&amp;auml;re daher ein Fehler. Er w&amp;uuml;rde die Weltwirtschaft genauso destabilisieren, wie das Spiel der freien Kr&amp;auml;fte es derzeit tut. Anstatt zu alten Rezepten zu greifen, w&amp;auml;ren Politik, Notenbanken, IWF und Weltbank gut beraten, nach neuen L&amp;ouml;sungen zu suchen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/photos/306968/"&gt;&lt;img class="entry-inline-image" src="http://communityneu.klz.apa.net/static/sites/wirtschaft/media/roman-fuchs4blogcut%281%29.thumbnail.jpg" alt="" width="66" height="100" align="left" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="mailto:roman.huber@kleinezeitung.at" target="_blank"&gt;Roman Huber&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
      <pubDate>Tue, 09 Nov 2010 13:59:20 GMT</pubDate>
      <guid>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/403785/</guid>
      <dc:creator>RomanHuber</dc:creator>
      <dc:date>2010-11-09T13:59:20Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Kovats schont sein Verm&amp;ouml;gen</title>
      <link>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/402641/</link>
      <description>&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bis zur Insolvenz seiner Firmengruppe A-Tec galt&lt;strong&gt; Mirko Kovats als Paradebeispiel f&amp;uuml;r einen Sanierer &lt;/strong&gt;&amp;#8211; einen Manager, der aus einem bankrotten Betrieb ein florierendes Unternehmen macht. Am Mittwoch dann die Meldung&amp;#8211;&lt;strong&gt; A-Tec muss in die Insolvenz, &lt;/strong&gt;der Ruf als Sanierer scheint auf den ersten Blick verloren.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Wer sich den Fall allerdings genauer ansieht, erkennt, dass Mirko &lt;strong&gt;Kovats genau das macht, was er am besten kann&lt;/strong&gt; &amp;#8211; er saniert A-Tec zu m&amp;ouml;glichst geringen Kosten. Kovats hatte vielleicht Pech mit zwei Kraftwerksprojekten, aber normalerweise sollte eine Firma wie A-Tec diese Schlappe schlucken k&amp;ouml;nnen, zumal es von Kovats hei&amp;szlig;t, er sei Multimillion&amp;auml;r.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Allerdings ist genau das ein Problem.&lt;strong&gt; Ein Sprichwort besagt: &amp;#8222;Vom Geldausgeben wird man nicht reich&amp;#8220;&lt;/strong&gt; und dementsprechend weigert sich der Mehrheitseigent&amp;uuml;mer &amp;#8211; Kovats&amp;acute; Privatstiftung M.U.S.T. &amp;#8211; auch nur einen Cent zur Rettung des Unternehmens beizutragen. Wen wundert es da also, dass die Banken kein Interesse daran hatten, eine Anleihe der A-Tec zu refinanzieren.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Nun steckt das Unternehmen im so genannten &amp;#8222;Sanierungsverfahren mit Eigenverantwortung&amp;#8220; und A-Tec bietet seinen Gl&amp;auml;ubigern eine &lt;strong&gt;Ausgleichsquote von 30 Prozent an &lt;/strong&gt;&amp;#8211; das ist die kleinste Quote, die eine Firma anbieten muss. Kommt Kovats damit durch, hat er die Schulden des Unternehmens um 70 Prozent verringert, ohne auch nur einen Euro selbst hineinzustecken. &lt;strong&gt;Ein geniales Sanierungskonzept, wenn man mich fragt.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Allerdings zeigt der Fall A-Tec auch, welche &lt;strong&gt;Fehler dieses neue Insolvenzverfahren&lt;/strong&gt; hat. Der Eigent&amp;uuml;mer wird aus der Verantwortung genommen, die Gl&amp;auml;ubiger tragen die volle Last.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Was mich nun interessieren w&amp;uuml;rde, ist: &lt;strong&gt;Welche Folgen h&amp;auml;tte dieses Vorgehen wohl, wenn ich als Privatperson &amp;auml;hnlich agieren w&amp;uuml;rde? &lt;/strong&gt;Ich nehme einen hohen Kredit auf, bringe dieses Geld in eine Privatstiftung ein und beantrage daraufhin Privatkonkurs. Ich bin kein Jurist, allerdings &lt;strong&gt;bezweifle ich, dass dieses Vorgehen ohne strafrechtliche Konsequenzen bleiben w&amp;uuml;rde.&lt;/strong&gt; Die einzige Folge die Mirko Kovats f&amp;uuml;rchten muss, ist der Hohn der Medien. Angesichts seines Verm&amp;ouml;gens ein geringer Preis.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/photos/306968/"&gt;&lt;img class="entry-inline-image" src="http://communityneu.klz.apa.net/static/sites/wirtschaft/media/roman-fuchs4blogcut%281%29.thumbnail.jpg" alt="" align="left" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="mailto:roman.huber@kleinezeitung.at" target="_blank"&gt;Roman Huber&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description>
      <pubDate>Fri, 22 Oct 2010 12:43:23 GMT</pubDate>
      <guid>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/402641/</guid>
      <dc:creator>RomanHuber</dc:creator>
      <dc:date>2010-10-22T12:43:23Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Was die &amp;Ouml;BB von der Schweiz lernen k&amp;ouml;nnen</title>
      <link>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/401253/</link>
      <description>&lt;p&gt;Innerhalb des Wahlkampfs rund um die Steiermark und Wien ist die &lt;strong&gt;&amp;Ouml;BB immer wieder ins Fadenkreuz der Politik&lt;/strong&gt; geraten. Die &amp;Ouml;VP kritisierte die Staatsbahn &amp;#8211; Parteichef Josef Pr&amp;ouml;ll denkt sogar an die Privatisierung mancher Teilbereiche. Von Bundeskanzler Werner Faymann kam postwendend das Niet.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Im &amp;nbsp;andauernden Hin und Her wird die &lt;strong&gt;&amp;Ouml;BB gerne mit den Schweizer Bahnen verglichen.&lt;/strong&gt; Diese fahren immerhin regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig einen Gewinn ein. Sich an erfolgreichen Mitbewerbern zu messen, ist eigentlich eine gute Sache. Dennoch sollte man darauf achten, nicht &amp;Auml;pfel mit Birnen zu vergleichen. &lt;strong&gt;Denn die SBB haben ganz andere Voraussetzungen als die &amp;Ouml;BB.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Geografie:&lt;/strong&gt; &amp;Ouml;sterreich hat eine Fl&amp;auml;che von&lt;strong&gt; 83.871 Quadratkilometern&lt;/strong&gt; und erstreckt sich in West-Ostrichtung vom Boden- bis zum Neusiedlersee. 8,3 Millionen Menschen leben hier. Die Hauptstadt und wichtigste Wirtschaftsmetropole &lt;strong&gt;Wien liegt im Osten des Lands&lt;/strong&gt;. Die gro&amp;szlig;en St&amp;auml;dte des Landes sind mit Wien in einem Ein- bis Zwei-Stundentakt verbunden.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Die Schweiz hat eine Fl&amp;auml;che von &lt;strong&gt;41.285 Quadratkilometern&lt;/strong&gt; und liegt in Nord-S&amp;uuml;drichtung zwischen Boden- und Genfer See. Die Schweiz hat 7,7 Millionen Einwohner, ihre&lt;strong&gt; Hauptstadt ist Bern, wichtigste Wirtschaftsmetropole ist Z&amp;uuml;rich &amp;#8211; beide St&amp;auml;dte liegen zentral.&lt;/strong&gt; Die Taktung der SBB ist so angelegt, dass der Gro&amp;szlig;teil der Fahrg&amp;auml;ste innerhalb einer Stunde von ihrem Wohnort nach Z&amp;uuml;rich fahren kann.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Geografisch bietet sich f&amp;uuml;r die SBB daher ein komplett anderes Bild als f&amp;uuml;r die &amp;Ouml;BB. Bei fast gleich vielen potenziellen Fahrg&amp;auml;sten sind die zur&amp;uuml;ckzulegenden Strecken deutlich k&amp;uuml;rzer. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wirtschaft:&lt;/strong&gt; Auch bei Umsatz und Gewinn sind die Schweizer Bahnen wesentlich besser dran. Im ersten Halbjahr 2010 erwirtschaftete die SBB ein&lt;strong&gt; Konzernergebnis von 127,9 Millionen Euro.&lt;/strong&gt; Die ersten sieben Monate des Jahres brachten den &lt;strong&gt;&amp;Ouml;BB ein Minus von 46 Millionen Euro. &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Woher kommt dieser eklatante Unterschied? Zwei Faktoren sind Personal und Strecke. W&amp;auml;hrend die &lt;strong&gt;&amp;Ouml;BB rund 45.000 Mitarbeiter&lt;/strong&gt; besch&amp;auml;ftigt, arbeiten bei den &lt;strong&gt;SBB rund 28.000 Menschen&lt;/strong&gt;. Allerdings muss hier erw&amp;auml;hnt werden, dass die &amp;Ouml;BB auch deutlich mehr Strecke instand halten muss &amp;#8211; rund 5.000 Kilometer. Bei den SBB sind es lediglich rund 3.000 Kilometer.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Wenn man sich die Konzernzahlen genau ansieht, muss man aber erkennen, dass das nicht der &lt;strong&gt;ausschlaggebende Unterschied ist. Es ist der Personenverkehr,&lt;/strong&gt; der die SBB klar in F&amp;uuml;hrung bringt. &lt;strong&gt;Bis Juli 2010 (sieben Monate) erwirtschaftete die &amp;Ouml;BB in diesem Bereich ein Plus von 19 Millionen Euro. Die SBB verdiente im ersten Halbjahr 2010 das Siebenfache &amp;#8211; rund 118 Millionen Euro&lt;/strong&gt;. Dabei sind ist die SBB doch um einiges teurer. So kostet eine Jahreskarte f&amp;uuml;r die 2. Klasse der &lt;strong&gt;SBB rund 2.350 Euro&lt;/strong&gt;. F&amp;uuml;r ein Jahr Bahnfahren in der 2. Klasse verlangen die&lt;strong&gt; &amp;Ouml;BB 1.790 Euro&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Im Bereich &lt;strong&gt;G&amp;uuml;terverkehr &lt;/strong&gt;mussten beide Unternehmen ein Minus einstecken &amp;#8211; die SBB verlor 38 Millionen Euro, die &amp;Ouml;BB 77. Im Bereich &lt;strong&gt;Infrastruktur&lt;/strong&gt; konnte die &amp;Ouml;BB sogar ein Plus von 21 Millionen Euro schreiben, die SBB verlor hier 8,5 Millionen Euro.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Personenverkehr ist also das Zugpferd der SBB&lt;/strong&gt; &amp;#8211; dementsprechend werden Projekte gef&amp;ouml;rdert, die mehr G&amp;auml;ste in die Z&amp;uuml;ge bringen. So wird in der Schweiz derzeit der &lt;strong&gt;Gotthard-Basistunnel gebaut&lt;/strong&gt;. Er ist Teil der Alpentransversale, die rund &lt;strong&gt;13,3 Milliarden Euro &lt;/strong&gt;kostet. Zum Vergleich: Die umstrittenen Tunnelprojekte in &amp;Ouml;sterreich, &lt;strong&gt;Brenner, Koralm, Semmering&lt;/strong&gt; kosten alle zusammen nicht wesentlich mehr &amp;#8211; n&amp;auml;mlich gut &lt;strong&gt;17,6 Milliarden Euro. &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Politik:&lt;/strong&gt; Im Gegensatz zu &amp;Ouml;sterreich gibt es in der Schweiz allerdings kein Politgez&amp;auml;nk um das Riesenprojekt. Das w&amp;uuml;rde auch nicht viel bringen. Auch wenn die &lt;strong&gt;SBB Staatseigentum sind, so hat die Politik kein Durchgriffsrecht.&lt;/strong&gt; Regierung und Parlament beschlie&amp;szlig;en lediglich eine Leistungsvereinbarung. Das Management kann dann ohne politische Einmischung arbeiten. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Konklusio: Das Erste was die &amp;Ouml;BB von der SBB daher &amp;uuml;bernehmen sollte, w&amp;auml;re die &lt;strong&gt;endg&amp;uuml;ltige Entkoppelung des Konzerns von der Politik.&lt;/strong&gt; Dann k&amp;ouml;nnte sich die &amp;Ouml;VP die Angriffe auf die Bahn sparen und die SP&amp;Ouml; k&amp;ouml;nnte sich in der Verkehrspolitik auf andere Fragen als Koralm-, Brenner- oder Semmeringtunnel konzentrieren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/photos/248446/"&gt;&lt;img class="entry-inline-image" src="http://communityneu.klz.apa.net/static/sites/wirtschaft/media/fotoblog6080.thumbnail.jpg" alt="" width="60" height="80" align="left" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="mailto:roman.huber@kleinezeitung.at" target="_blank"&gt;Roman Huber&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
      <pubDate>Mon, 27 Sep 2010 13:05:00 GMT</pubDate>
      <guid>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/401253/</guid>
      <dc:creator>RomanHuber</dc:creator>
      <dc:date>2010-09-27T13:05:00Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Budget: die ungesch&amp;ouml;nte Wahrheit</title>
      <link>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/399212/</link>
      <description>&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das beherrschende politische Sommerthema des Jahres war die Weigerung der Bundesregierung ihren &lt;strong&gt;Budgetvorschlag f&amp;uuml;r 2011&lt;/strong&gt; vorzulegen. Die Opposition sprach von Gesetzesbruch und hat eine Sondersitzung des Nationalrates einberufen. Au&amp;szlig;er viel Schaumschl&amp;auml;gerei und einer geh&amp;ouml;rigen Portion Wahlkampf wird das wohl nichts bringen. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Der Hauptgrund f&amp;uuml;r die Verschiebung des Budgetvorschlages auf Dezember ist laut Regierung die &lt;strong&gt;schwierige Planung&lt;/strong&gt; f&amp;uuml;r die kommenden Jahre. Die Opposition wettert, SP&amp;Ouml; und &amp;Ouml;VP w&amp;uuml;rden &lt;strong&gt;wegen der Landtagswahlen in Wien und der Steiermark&lt;/strong&gt; mit dem Haushaltvorschlag warten. Diese Vermutung d&amp;uuml;rfte wohl wahr sein &amp;#8211; ein&lt;strong&gt; Blick in die Zahlen&lt;/strong&gt; sollte das Mysterium um das Budget l&amp;ouml;sen.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Zwar gibt es f&amp;uuml;r 2010 noch keine genauen Auswertungen der Steuereinnahmen und Staatsausgaben, aber man kann ja ein bisschen mit alten Zahlen hantieren. Der Staat &amp;Ouml;sterreich hat im Jahr&lt;strong&gt; 2009 133,8 Milliarden Euro eingenommen&lt;/strong&gt;, rund drei Milliarden weniger als im Jahr zuvor (Steuern + Sozialbeitr&amp;auml;ge). Ausgegeben hat die Regierung allerdings 143,3 Milliarden Euro, gute f&amp;uuml;nf Milliarden mehr als 2008. Vergangenes Jahr hatte der Staat daher ein Defizit von knapp zehn Milliarden Euro. Die Quelle f&amp;uuml;r diese Zahlen ist die Statistik Austria.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Um mehr Klarheit zu bekommen lohnt auch ein Blick ins Jahr &lt;strong&gt;2008.&lt;/strong&gt; Damals lagen die reinen Steuereinnahmen noch bei rund &lt;strong&gt;80,3 Milliarden Euro,&lt;/strong&gt; im Jahr darauf waren es ziemlich genau vier Milliarden Euro weniger. Da die Sozialbeitr&amp;auml;ge mehr einbrachten als im Jahr zuvor ist das Gesamtminus bei den Einnahmen etwas kleiner.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Soweit die Einnahmenseite, wie sieht es mit den Ausgaben aus? Der &lt;strong&gt;Anstieg der Ausgaben entwickelt sich eigentlich seit dem Jahr 2005 sehr stabil. &lt;/strong&gt;Jedes Jahr wird zwischen f&amp;uuml;nf und sechs Milliarden Euro mehr ausgegeben als im Jahr zuvor. Das hat sich auch trotz Konjunkturpaket im vergangenen Jahr kaum ge&amp;auml;ndert. Sowohl die Beamtengeh&amp;auml;lter als auch die Subventionen sind &amp;auml;hnlich stark gestiegen wie in den Jahren zuvor.&lt;strong&gt; Nur bei den monet&amp;auml;ren Sozialleistungen gab es einen signifikanten Anstieg&lt;/strong&gt;. Hier wurden 3,2 Milliarden Euro mehr ausgegeben. 2008 betrug das Plus in diesem Bereich noch zwei Milliarden.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Das waren jetzt viele Zahlen &amp;#8211; aber &lt;strong&gt;was bedeutet das f&amp;uuml;r die derzeitige Situation und das Budget der kommenden Jahre?&lt;/strong&gt; Die Antwort darauf d&amp;uuml;rfte niemand gefallen und bedarf genauerer Erl&amp;auml;uterungen.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Finanzminister Josef Pr&amp;ouml;ll hat angek&amp;uuml;ndigt, das &lt;strong&gt;Budgetdefizit bis 2013 auf 2,7 Prozent des BIP &lt;/strong&gt;zu senken &amp;#8211; 2009 gab es ein Minus von 3,5 Prozent, 2010 wird dieses noch h&amp;ouml;her ausfallen. Daf&amp;uuml;r braucht Pr&amp;ouml;ll aber &lt;strong&gt;mindestens f&amp;uuml;nf Milliarden Euro pro Jahr&lt;/strong&gt;. Laut den aktuellen Aussagen der Regierungsparteien sollen diese vor allem durch Einsparungen bei den Ausgaben lukriert werden und es soll&lt;strong&gt; keine neuen Massensteuern&lt;/strong&gt; geben.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ausgabenseitige Einsparungen sind ein dehnbarer Begriff&lt;/strong&gt;. Gehen wir daher nochmals die Zahlen durch. In den Daten der Statistik Austria gibt es ausgabenseitig drei gro&amp;szlig;e Posten. Einen habe ich schon erw&amp;auml;hnt: &lt;strong&gt;monet&amp;auml;re Sozialleistungen mit 54,1 Milliarden Euro,&lt;/strong&gt; z. B. Arbeitslosengeld, Pflegegeld etc. Der zweite Bereich nennt sich Arbeitnehmerentgelt mit &lt;strong&gt;27 Milliarden Euro, zu Deutsch: Beamtengeh&amp;auml;lter.&lt;/strong&gt; Platz drei belegen die sozialen &lt;strong&gt;Sachleistungen mit 16,2 Milliarden Euro&lt;/strong&gt;, darunter fallen unter anderem die Rezeptgeb&amp;uuml;hrenerstattung. Diese drei Punkte machen mehr als die H&amp;auml;lfte der staatlichen Ausgaben aus. Das bedeutet auch, dass &lt;strong&gt;hier das gr&amp;ouml;&amp;szlig;te Sparpotential liegt, &lt;/strong&gt;welches die Regierung auch mit Sicherheit aussch&amp;ouml;pfen wird. Nulllohnrunden bei Beamten und die Streichung der ersten Pflegestufe wurden ja bereits &amp;ouml;ffentlich kolportiert.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Das Drosseln der Ausgaben hat aber &lt;strong&gt;einige Haken&lt;/strong&gt;: Zu gro&amp;szlig;er Spareifer bei den Beamten f&amp;uuml;hrt zu Streiks und &lt;strong&gt;Problemen mit der Gewerkschaft&lt;/strong&gt;, K&amp;uuml;rzen der Sozialleistungen &lt;strong&gt;kommt beim W&amp;auml;hler nicht gut an&lt;/strong&gt; und k&amp;uuml;rzt man die Subventionen, droht man wichtige &lt;strong&gt;Parteispender zu vergraulen&lt;/strong&gt;. Aus diesem Grund l&amp;auml;sst sich der gew&amp;uuml;nschte &lt;strong&gt;R&amp;uuml;ckgang des Defizits nicht ohne weitere Steuern realisieren.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Hier gibt es auch einige sehr spannende M&amp;ouml;glichkeiten, die spannenste ist allerdings &lt;strong&gt;im Bereich der so genannten Massensteuern &lt;/strong&gt;zu finden. Von den 76 Milliarden Euro, die der Bund 2009 an Steuern eingenommen hat, verteilen sich mehr als 43 Milliarden Euro auf exakt zwei Posten: &lt;strong&gt;Mehrwertsteuer mit rund 22,3&lt;/strong&gt; Milliarden Euro und &lt;strong&gt;Lohnsteuer mit rund 21 Milliarden Euro&lt;/strong&gt;. Im Vergleich dazu sind die Einnahmen aus der &lt;strong&gt;K&amp;ouml;rperschaftssteuer &lt;/strong&gt;&amp;#8211; Steuer auf Gewinne von GmbH und AG &amp;#8211; mit &lt;strong&gt;4,1 Milliarden Euro&lt;/strong&gt; geradezu minimal. Die viel diskutierte Abschaffung der Gruppenbesteuerung &amp;#8211; Abschreibung von Verlusten der Auslandst&amp;ouml;chter &amp;#8211; w&amp;uuml;rde daher wenig bringen, auch wenn das prinzipiell w&amp;uuml;nschenswert w&amp;auml;re. Auch ein Anheben der &lt;strong&gt;Mineral&amp;ouml;lsteuer (3,8 Milliarden Euro)&lt;/strong&gt; w&amp;auml;re nur ein Tropfen auf dem hei&amp;szlig;en Stein. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Was aber viel bringen w&amp;uuml;rde, sind &lt;strong&gt;kleine Ma&amp;szlig;nahmen bei den beiden gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten Einnahmeposten:&lt;/strong&gt; Das Anheben der Mehrwertssteuer um nur einen Prozent sp&amp;uuml;lt dem Staat mehr als eine Milliarde Euro in die Kasse, h&amp;ouml;here Lohnsteuern bringen wahrscheinlich noch mehr. Und genau darauf m&amp;uuml;ssen sich die &amp;Ouml;sterreicher vorbereiten - &lt;strong&gt;nur vor den Wahlen will das halt keiner offen aussprechen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/photos/248446/"&gt;&lt;img class="entry-inline-image" src="http://communityneu.klz.apa.net/static/sites/wirtschaft/media/fotoblog6080.thumbnail.jpg" alt="" width="60" height="80" align="left" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;a href="mailto:roman.huber@kleinezeitung.at" target="_blank"&gt;Roman Huber&lt;/a&gt;</description>
      <pubDate>Wed, 25 Aug 2010 13:45:27 GMT</pubDate>
      <guid>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/399212/</guid>
      <dc:creator>RomanHuber</dc:creator>
      <dc:date>2010-08-25T13:45:27Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Meinls Never Ending Story</title>
      <link>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/398068/</link>
      <description>&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Julius Meinl V. findet keine Ruhe&lt;/strong&gt;. Vor vier Jahren noch als Parade-Banker gefeiert, w&amp;uuml;rde ihm heute wohl niemand mehr sein Geld anvertrauen. Das taten Tausende &amp;Ouml;sterreicher, als der Nachfahre aus der ber&amp;uuml;hmten Kaffeer&amp;ouml;ster-Familie damit warb, dass eine Gesellschaft mit seinem Namen viel bessere Zinsen b&amp;ouml;te, als das in der Werbung zerschmetterte Sparschwein &amp;#8211; der klingende Name des Unternehmens: &lt;strong&gt;Meinl European Land (MEL).&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Im Jahr 2007 drehte sich der Wind, massive Zertifikat-R&amp;uuml;ckk&amp;auml;ufe brachten die &lt;strong&gt;MEL ins Trudeln&lt;/strong&gt;. Nach einem massiven Wertverlust, hie&amp;szlig; es pl&amp;ouml;tzlich, dass diese Gesellschaft trotz Namensgleichheit nichts mit der Meinl Bank und schon gar nichts mit Julius Meinl zu tun habe. Man habe dem Unternehmen lediglich &amp;#8222;Dienstleistungen&amp;#8220; verkauft. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;So weit so gut. Einige Gerichtsverfahren sp&amp;auml;ter steht nun fest, dass die Meinl Bank und ihr Chef doch irgendwie etwas mit der Aff&amp;auml;re rund um die 2008 in Atrium Real Estate unbenannte Firma zu tun haben. Die&lt;strong&gt; Bank willigte in einen Vergleich ein. 5.500 Anleger bekamen 12 Millionen Euro.&lt;/strong&gt; Und da im August die Verj&amp;auml;hrungsfrist eintritt, sollte es das gewesen sein, dachten die Manager des Finanzinstitutes. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Doch noch rechtzeitig vor Ende der Frist&lt;/strong&gt; folgt der n&amp;auml;chste Schlag: &lt;strong&gt;Zwei Milliarden verlangen die neuen Eigent&amp;uuml;mer&lt;/strong&gt; der Atrium Real Estate mittels Klage von Julius Meinl, der Meinl Bank und den ehemaligen Manager der MEL. Der Betrag soll Verluste und Sch&amp;auml;den ausgleichen, die durch die damalige Gesch&amp;auml;ftsf&amp;uuml;hrung verursacht worden sein sollen. &lt;strong&gt;Nat&amp;uuml;rlich gilt f&amp;uuml;r alle Beschuldigten, auch f&amp;uuml;r Julius Meinl V., die Unschuldsvermutung.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Was genau Atrium mit der Klage bezweckt, entzieht sich allerdings meinem Verst&amp;auml;ndnis. Denn schlie&amp;szlig;lich haben &lt;strong&gt;Citi Property Investors und Gazit Globe Limited die Gesellschaft gekauft, als sie am Boden lag.&lt;/strong&gt; Gazit &amp;uuml;bernahm die F&amp;uuml;hrung des Unternehmens am 1. August 2008. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Man k&amp;ouml;nnte nat&amp;uuml;rlich anmerken, dass das Unternehmen &lt;strong&gt;2008 und 2009 insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro verloren hat.&lt;/strong&gt; Allerdings d&amp;uuml;rfte ein Teil dieses Verlustes auf Abwertungen im Zuge der Finanzkrise zur&amp;uuml;ckzuf&amp;uuml;hren sein. Au&amp;szlig;erdem hatte Atrium im Dezember noch immer gut 610 Millionen Euro in der Kasse. Im ersten Quartal &lt;strong&gt;2010 hat das Unternehmen sogar Gewinne geschrieben. &lt;/strong&gt;Wie die geforderten zwei Milliarden Euro zu erkl&amp;auml;ren sind, ist daher durchaus zu hinterfragen. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Am ehesten erkenne ich in der Klage einen Versuch, &lt;strong&gt;aus der Meinl Bank noch ein paar Millionen herauszupressen&lt;/strong&gt;. Der Prozess k&amp;ouml;nnte sich auf sieben Jahre hinziehen und den Ruf des Finanzinstitutes weiter sch&amp;auml;digen. Einen &lt;strong&gt;Vergleich&lt;/strong&gt; anzustreben w&amp;auml;re f&amp;uuml;r die Bank daher sinnvoll. Atrium kann in diesem Fall also fast nur gewinnen. Auch ein zweiter Aspekt muss beachtetet werden. Denn dank der Klage ist die nun gesundete Atrium Real Estate wieder im Gerede. Der &lt;strong&gt;Marketing-Wert&lt;/strong&gt; dieses Verfahrens d&amp;uuml;rfte daher auch beachtlich sein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/photos/248446/"&gt;&lt;img class="entry-inline-image" src="http://communityneu.klz.apa.net/static/sites/wirtschaft/media/fotoblog6080.story.jpg" alt="" width="60" height="80" align="left" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;a href="mailto:roman.huber@kleinezeitung.at" target="_blank"&gt;Roman Huber&lt;/a&gt;</description>
      <pubDate>Wed, 11 Aug 2010 12:25:05 GMT</pubDate>
      <guid>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/398068/</guid>
      <dc:creator>RomanHuber</dc:creator>
      <dc:date>2010-08-11T12:25:05Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Der Banken-Streicheltest</title>
      <link>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/396358/</link>
      <description>&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bankstresstest &lt;/strong&gt;&amp;#8211; schon das Wort an sich sorgt f&amp;uuml;r Verwirrung, schlie&amp;szlig;lich ist Stress eher eine menschliche Emotion als ein &lt;strong&gt;wirtschaftliches Szenario&lt;/strong&gt;. Genau das ist dieser Test aber eigentlich. Er simuliert einen Abschwung der Wirtschaft und die Auswirkungen desselben auf das Kernkapital der Banken. Den Test gibt es in &lt;strong&gt;drei Stufen&lt;/strong&gt;: erstens die heutige wirtschaftliche Situation, zweitens eine weitere Rezession und drittens eine Staatsschuldenkrise.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Der &lt;strong&gt;erste Teil ist eher ein Nicht-Stress-Test. Der&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;zweite&lt;/strong&gt; klingt da schon besser &amp;#8211; &lt;strong&gt;eine Probe, wie lange Banken einer Rezession standhalten.&lt;/strong&gt; Allerdings h&amp;auml;lt dieses Planspiel nicht, was es verspricht. Denn f&amp;uuml;r Deutschland geht der Test davon aus, dass die Wirtschaft 2010 um 0,2 Prozent w&amp;auml;chst und 2011 um 0,6 Prozent schrumpft. Nur zum Vergleich: 2009 schrumpfte Deutschlands Wirtschaft um f&amp;uuml;nf Prozent. Die &lt;strong&gt;Realit&amp;auml;t war f&amp;uuml;r Banken also knapp zehnmal so stressig&lt;/strong&gt;, wie der nunmehrige Stresstest.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Wenn schon dieser zweite Teil der Pr&amp;uuml;fung leicht zu schaffen ist, sollte doch &lt;strong&gt;Teil Nummer dr&lt;/strong&gt;ei wenigstens eine richtig harte Simulation sein. Immerhin: Es wird ein &lt;strong&gt;Wertverlust von bis zu 20 Prozent bei Staatsanleihen&lt;/strong&gt; angenommen. Auf den zweiten Blick folgt auch hier eine &lt;strong&gt;Entt&amp;auml;uschung&lt;/strong&gt;: 20 Prozent Minus wird nur bei griechischen Anleihen angenommen und auch nur wenn diese &lt;strong&gt;kurzfristig veranlagt&lt;/strong&gt; sind &amp;#8211; eine f&amp;uuml;nfj&amp;auml;hrige Staatsanleihe aus Griechenland w&amp;uuml;rde im Test ihren Wert daher behalten. Weiters wird der &lt;strong&gt;Verlust bei Anleihen anderer L&amp;auml;nder deutlich geringer&lt;/strong&gt; angenommen. Bei deutschen Staatsanleihen droht &amp;uuml;berhaupt nur ein Minus von 2,3 Prozent.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Wenn man hinter die Kulissen dieses Stresstests blickt, merkt man schnell, wie &lt;strong&gt;zahnlos er in Wahrheit&lt;/strong&gt; ist. Unter diesen Bedingungen wird der Gro&amp;szlig;teil der Banken diese Pr&amp;uuml;fung bestehen. Allerdings ganz umsonst ist dieses Planspiel nicht: &lt;strong&gt;Es entlarvt jene Finanzinstitute, die eigentlich schon im Sterbebett liegen&lt;/strong&gt;. Diese werden, wenn &amp;uuml;berhaupt, nur mit sehr viel Geld zu retten sein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/photos/248446/"&gt;&lt;img class="entry-inline-image" src="http://communityneu.klz.apa.net/static/sites/wirtschaft/media/fotoblog6080.story.jpg" alt="" width="60" height="80" align="left" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="mailto:roman.huber@kleinezeitung.at" target="_blank"&gt;Roman Huber&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
      <pubDate>Fri, 23 Jul 2010 13:47:55 GMT</pubDate>
      <guid>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/396358/</guid>
      <dc:creator>RomanHuber</dc:creator>
      <dc:date>2010-07-23T13:47:55Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Vom Hackler zum Pensionisten</title>
      <link>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/395636/</link>
      <description>&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In &amp;Ouml;sterreich sind &amp;uuml;ber &lt;strong&gt;111.000 Menschen in Fr&amp;uuml;hpension &lt;/strong&gt;&amp;#8211; gut drei Viertel davon &amp;uuml;ber die ber&amp;uuml;hmte Hacklerregelung. Angesichts dieser Zahlen kann man &amp;uuml;ber die Forderungen von EU und Nationalbank nur schmunzeln. Die ausufernden Budgetdefizite machen n&amp;auml;mlich eine Anhebung des Pensionsantrittalters erforderlich&amp;#8211; der generelle Tenor: Menschen sollen bis zum 67. Lebensjahr arbeiten. Dabei gehen in &amp;Ouml;sterreich gerade mal &lt;strong&gt;zehn Prozent mit 65 Jahren in Pension &lt;/strong&gt;&amp;#8211; der Rest fr&amp;uuml;her.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Politiker verlangen immer wieder, dass die Fr&amp;uuml;hpension einged&amp;auml;mmt wird. Allerdings &lt;strong&gt;scheitern sie an ihren parteiinternen Pensionistenverb&amp;auml;nden. &lt;/strong&gt;Man k&amp;ouml;nnte fast meinen, die Regierung steckt mit Absicht den Kopf in den Sand. Denn so teuer die Folgekosten der Fr&amp;uuml;hpensionierungen auch sind &amp;#8211; kurzfristig hat die &lt;strong&gt;&amp;ouml;sterreichische Praxis durchaus Vorteile.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Vor allem beim Thema Altersarbeitslosigkeit ist Fr&amp;uuml;hpension ein probates Mittel der Probleml&amp;ouml;sung. H&amp;auml;tte man die 111.000 Fr&amp;uuml;hpensionisten nicht in den Ruhestand geschickt, w&amp;auml;re die &lt;strong&gt;Zahl der Arbeitslosen um beinahe 50 Prozent h&amp;ouml;her.&lt;/strong&gt; Ein Fr&amp;uuml;hpensionist ist sogar ein doppelter Gewinn f&amp;uuml;r die Statistik. Nicht nur, dass er offiziell nicht mehr arbeitslos ist, er f&amp;auml;llt noch dazu aus der Gesamtzahl der arbeitsf&amp;auml;higen Bev&amp;ouml;lkerung &amp;#8211; der Basiswert zur Errechnung der Arbeitslosigkeit.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Diese kurzsichtige Politik wird immer mehr zum Problem &lt;strong&gt;f&amp;uuml;r die nachfolgende Generation.&lt;/strong&gt; Unter den Jungunternehmen gehen 85 Prozent davon aus, dass sie &lt;strong&gt;keine staatliche Pen&lt;/strong&gt;sion mehr bekommen werden. Bei Arbeitern und Angestellten trifft das auf ein Drittel zu. Zwei Drittel der &amp;Ouml;sterreicher rechnen damit, dass der Generationenvertrag nicht mehr zu halten ist. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Was macht die Regierung angesichts solcher Zahlen? Man &lt;strong&gt;verhandelt eine &amp;#8222;Hacklerregelung neu&amp;#8220;.&lt;/strong&gt; Die Kosten tragen die heute 20- bis 40-J&amp;auml;hrigen, denn sie werden bis ins hohe Alter arbeiten m&amp;uuml;ssen. Aber das interessiert bei der n&amp;auml;chsten Wahl (noch) niemanden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/photos/248446/"&gt;&lt;img class="entry-inline-image" src="http://communityneu.klz.apa.net/static/sites/wirtschaft/media/fotoblog6080.story.jpg" alt="" width="60" height="80" align="left" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;a href="mailto:roman.huber@kleinezeitung.at" target="_blank"&gt;Roman Huber&lt;/a&gt;</description>
      <pubDate>Tue, 13 Jul 2010 12:04:22 GMT</pubDate>
      <guid>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/395636/</guid>
      <dc:creator>RomanHuber</dc:creator>
      <dc:date>2010-07-13T12:04:22Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>G-20-Gipfel: Clash of Cultures</title>
      <link>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/394915/</link>
      <description>&lt;p&gt;In Toronto treffen am 26. Juli die Staatschefs &lt;strong&gt;der G-20&lt;/strong&gt; zusammen. Auf der Agenda steht nichts Geringeres als die &lt;strong&gt;Neuordnung der globalen Finanzwirtschaft &amp;#8211; schon wieder&lt;/strong&gt;. Bereits beim Gipfel vergangenen Jahres wollte man gemeinsam gegen die Finanzkrise vorgehen. Herausgekommen ist ein Minimal-Papier mit dem Ergebnis, dass Banken mehr Eigenkapital halten und Manager-Boni beschr&amp;auml;nkt werden sollen.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Aber immerhin: &lt;strong&gt;Vor einem Jahr&lt;/strong&gt; waren sich die Regierungschefs der 20 wichtigsten Wirtschaftsnationen wenigstens so weit einig, &lt;strong&gt;dass man die Krise nur gemeinsam l&amp;ouml;sen k&amp;ouml;nne&lt;/strong&gt;. Von dieser Einsicht ist &lt;strong&gt;heute wenig &amp;uuml;brig geblieben&lt;/strong&gt;. Ein ideologischer Riss geht durch die Teilnehmer am G-20-Gipfel in Toronto: &lt;strong&gt;Schuldenmachen gegen Sparpaket.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Letzteres vertreten vor allem die Vertreter der EU &amp;#8211; immerhin ein Viertel der Teilnehmer. Die Schuldenkrise Griechenlands hat &lt;strong&gt;Europa zum Sparen&lt;/strong&gt; gezwungen. Nun vertreten Angela Merkel, Nicolas Sarkozy, Silvio Berlusconi, David Cameron und Herman Van Rompuy die Meinung, dass die &lt;strong&gt;Staaten genug geholfen h&amp;auml;tten&lt;/strong&gt; und nun die Ausgaben zur&amp;uuml;ckfahren m&amp;uuml;ssten.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Diese Haltung bedingt den zweiten gro&amp;szlig;en Forderungskatalog der EU: eine &lt;strong&gt;Bankenabgabe und eine Finanztransaktionssteuer&lt;/strong&gt;. Au&amp;szlig;erhalb der EU kann sich eigentlich nur Japan mit diesen Ideen anfreunden.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;In den Vereinigten Staaten st&amp;ouml;&amp;szlig;t die Sparwut Europas auf Ablehnung. In den &lt;strong&gt;USA wird weiterhin staatliches Geld in den Wirtschaftskreislauf gepumpt&lt;/strong&gt;. Der Erfolg: ein eher moderates Wirtschaftswachstum und ausufernde Schulden. Dementsprechend hart die Kritik der US-&amp;Ouml;konomen an der EU: Die Europ&amp;auml;er w&amp;uuml;rden mit ihren Sparpaketen die Erholung der Weltwirtschaft abw&amp;uuml;rgen und eine zweite Rezession ausl&amp;ouml;sen.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Als w&amp;uuml;rden die ideologischen Unterschiede nicht reichen, reist &lt;strong&gt;ein geschw&amp;auml;chter Barack Obama zum Gipfel in Toronto&lt;/strong&gt;. Sein gro&amp;szlig; angek&amp;uuml;ndigter &amp;#8222;&lt;strong&gt;Change&amp;#8220; scheitert&lt;/strong&gt; immer wieder an den Abgeordneten des US-Kongresses. Die &lt;strong&gt;&amp;Ouml;lpest&lt;/strong&gt; im Golf von Mexiko bringt den US-Pr&amp;auml;sidenten zus&amp;auml;tzlich unter Druck. Und dann noch die Sache mit Stanley McChrystal. Nach einer kritischen Aussage hat Obama den &lt;strong&gt;Oberbefehlshaber der Armee in Afghanistan&lt;/strong&gt; abgesetzt. Ein Schritt, f&amp;uuml;r den er heftig kritisiert wurde. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;In dieser Situation hat Barack Obama eigentlich keine M&amp;ouml;glichkeit mehr, am G-20-Gipfel vern&amp;uuml;nftig zu verhandeln. Jedes &lt;strong&gt;Zugest&amp;auml;ndnis&lt;/strong&gt; an die europ&amp;auml;ische Position w&amp;uuml;rde von seinen politischen Gegnern als &lt;strong&gt;Zeichen der Schw&amp;auml;che &lt;/strong&gt;gedeutet &amp;#8211; etwas, das sich der US-Pr&amp;auml;sident nicht leisten kann. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Dementsprechend wird dieser &lt;strong&gt;Gipfel zu keinem Ergebnis&lt;/strong&gt; f&amp;uuml;hren. Der Unterschied zwischen den gro&amp;szlig;en Kulturkreisen ist zu gro&amp;szlig;. Was bleiben wird, sind&lt;strong&gt; Staatsch&lt;/strong&gt;efs, die damit prahlen werden, dass sie die &lt;strong&gt;Position des jeweiligen Landes eisern vertreten&lt;/strong&gt; haben. Das bringt wenigstens Imagepunkte, ganz nach dem Motto: &amp;#8222;Die n&amp;auml;chste Wahl kommt bestimmt&amp;#8220; Die &lt;strong&gt;Weltwirtschaft muss noch ein Jahr warten.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/photos/248446/"&gt;&lt;img class="entry-inline-image" src="http://communityneu.klz.apa.net/static/sites/wirtschaft/media/fotoblog6080.thumbnail.jpg" alt="" width="60" height="80" align="left" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="mailto:roman.huber@kleinezeitung.at" target="_blank"&gt;Roman Huber&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
      <pubDate>Fri, 25 Jun 2010 12:53:06 GMT</pubDate>
      <guid>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/394915/</guid>
      <dc:creator>RomanHuber</dc:creator>
      <dc:date>2010-06-25T12:53:06Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Angst vor der &amp;#8222;unsichtbaren Hand&amp;#8220;</title>
      <link>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/394230/</link>
      <description>&lt;p&gt;Wien wurde von F&amp;uuml;hrungskr&amp;auml;ften zum zweiten Mal in Folge zur lebenswertesten Stadt der Welt gek&amp;uuml;rt. Kein Wunder also, dass sich die &lt;strong&gt;oberste Riege der Bankmanager hier zusammenfindet&lt;/strong&gt;. Das Institude of international Finance (IIF) h&amp;auml;lt in der Hofburg seine Fr&amp;uuml;hjahrssitzung ab.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Doch was ist das&lt;strong&gt; Ziel dieser Konferenz? &lt;/strong&gt;Man h&amp;ouml;rt viel dar&amp;uuml;ber, wie wichtig der Bankensektor f&amp;uuml;r die gesamte Wirtschaft ist, viel dar&amp;uuml;ber, dass die Krise noch nicht ausgestanden ist und so eine Entwicklung k&amp;uuml;nftig verhindert werden soll.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Der Milliarden George Soros bringt es auf den Punkt: &lt;strong&gt;Banken brauchen Kontrolle.&lt;/strong&gt; Finanzbeh&amp;ouml;rden m&amp;uuml;ssen Blasen beobachten, Kredite und Derivate m&amp;uuml;ssen reguliert und systemische Risiken beachtet werden. Ein besonderer Dorn im Auge sind f&amp;uuml;r Soros die Systembanken. Wer &amp;#8222;too big to fail&amp;#8220; ist, soll besonders strengen Regeln unterliegen.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Diese Worte sind wohl &lt;strong&gt;Wasser auf die M&amp;uuml;hlen der europ&amp;auml;ischen Politiker,&lt;/strong&gt; welche Banken- und Finanzm&amp;auml;rkte h&amp;auml;rter an die Kandare nehmen wollen. Doch, &lt;strong&gt;was bleibt am Ende von Soros feuriger Rede? Nicht viel.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Denn die &lt;strong&gt;Bankvorst&amp;auml;nde sehen die Sache naturgem&amp;auml;&amp;szlig; anders&lt;/strong&gt;. Der Vorsitzende des IIF und Deutsche Bank Chef Josef Ackermann warnt vor einer zu raschen Regulierung. Timing und Abstimmung m&amp;uuml;ssten sorgf&amp;auml;ltig betrachtet werden. Eine Erh&amp;ouml;hung der Eigenkapitalvorschriften w&amp;uuml;rde bis 2015 9,7 Millionen Jobs weniger bedeuten, f&amp;uuml;hrt Ackermann aus. Auch wenn Reformbem&amp;uuml;hungen begr&amp;uuml;&amp;szlig;t werden, &lt;strong&gt;Transaktionssteuer und Bankenabgabe lehnt der Bankenverband strikt ab.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Also weiter wie bisher?&lt;/strong&gt; Menschen, M&amp;auml;rkte und Politik sollen weiter an die &amp;#8222;unsichtbare Hand&amp;#8220; des Moralphilosophen Adam Smith glauben. Der&lt;strong&gt; Markt reguliert sich schon von alleine&lt;/strong&gt;. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das gilt nat&amp;uuml;rlich nur, solange die Banken selbst nicht betroffen sind. Wenn der Markt eine Bank von alleine in die Pleite reguliert &amp;#8211; dann bitte, aber nur dann,&lt;strong&gt; soll der Staat das Finanzinstitut retten.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Vielleicht w&amp;auml;re es wirklich gut gewesen, wenn man nach Ausbruch der Krise dieser &lt;strong&gt;&amp;#8222;unsichtbaren Hand&amp;#8220;&lt;/strong&gt;, den Kr&amp;auml;ften des Marktes, freies Spiel gelassen h&amp;auml;tte. Ackermann und Co. h&amp;auml;tten dann vermutlich schon l&amp;auml;ngst ausgedient.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/photos/248446/"&gt;&lt;img class="entry-inline-image" src="http://communityneu.klz.apa.net/static/sites/wirtschaft/media/fotoblog6080.thumbnail.jpg" alt="" width="60" height="80" align="left" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;a href="mailto:roman.huber@kleinezeitung.at" target="_blank"&gt;Roman Huber&lt;/a&gt;</description>
      <pubDate>Fri, 11 Jun 2010 12:12:08 GMT</pubDate>
      <guid>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/394230/</guid>
      <dc:creator>RomanHuber</dc:creator>
      <dc:date>2010-06-11T12:12:08Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Schizophrene M&amp;auml;rkte</title>
      <link>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/393934/</link>
      <description>&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Double Bind&lt;/strong&gt; &amp;#8211; das ist der psychologische Fachbegriff f&amp;uuml;r eine Situation, in der man stets der Verlierer ist. Und in genau solch einem Double Bind steckt die Finanzpolitik in Europa. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;In der Psychologie werden Double Binds oft als Ursache f&amp;uuml;r &lt;strong&gt;schizophrene Erkrankungen&lt;/strong&gt; gesehen. Meist sendet eine Bezugsperson oder ein Elternteil, einem Kind eine Botschaft, die so aufgebaut ist, dass das Kind &lt;strong&gt;immer bestraft wird&lt;/strong&gt;. In weiterer Folge kann es geschehen, dass das Kind in seinem sp&amp;auml;teren Leben Scheinwelten aufbaut und diese von der Realit&amp;auml;t nicht mehr unterscheiden kann &amp;#8211; es entwickelt sich eine schizophrene Erkrankung&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Wozu dieser Ausflug in die Tiefen der Seele: Der europ&amp;auml;ischen &lt;strong&gt;Politik droht derzeit eine &amp;auml;hnlich negative Entwicklung&lt;/strong&gt;. B&amp;ouml;se Spekulanten, eine internationale Verschw&amp;ouml;rung oder ein Angriff auf den Euro &amp;#8211; Europas Staatsm&amp;auml;nner und -frauen waren in den vergangenen Monaten sehr erfinderisch, wenn es darum ging, Erkl&amp;auml;rungen f&amp;uuml;r die Euro-Schw&amp;auml;che zu suchen &amp;#8211; scheinbar so erfinderisch, dass sie die &lt;strong&gt;realen Probleme nicht mehr erkennen&lt;/strong&gt;: jahrelanges Wirtschaften auf Pump. &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Die Akteure auf den &lt;strong&gt;Finanzm&amp;auml;rkten befinden sich bereits in einem psychotischen Stadium&lt;/strong&gt; &amp;#8211; jedes kleinste Ger&amp;uuml;cht wird f&amp;uuml;r wahr befunden und l&amp;ouml;st panikartige Verk&amp;auml;ufe aus; Paranoia beherrscht das Broker-Dasein.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Dieser Entwicklung vorangegangen sind &lt;strong&gt;mehrere Double Binds:&lt;/strong&gt; &lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Das erste: Die EU-Mitgliedsstaaten aus dem ehemaligen &lt;strong&gt;Ostblock haben den Euro gr&amp;ouml;&amp;szlig;tenteils noch nicht, wollen ihn aber unbedingt&lt;/strong&gt;. F&amp;uuml;r sie scheint der Euro eine gute W&amp;auml;hrung zu sein. Anders die Staaten, die den Euro eingef&amp;uuml;hrt haben. Die &lt;strong&gt;gemeinsame W&amp;auml;hrung wird f&amp;uuml;r alles verantwortlich gemacht&lt;/strong&gt;, was schlecht l&amp;auml;uft: hohe Preise, niedrige L&amp;ouml;hne, Inflation &amp;#8211; alles nur die Schuld des Euro.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Das zweite: Als der Euro einen Kurs &lt;strong&gt;von 1,5 US-Dollar hatte, fluchten die Betriebswirte und &amp;Ouml;konomen &lt;/strong&gt;&amp;#8211; die Exportwirtschaft werde durch den hohen Euro gebremst, Arbeitspl&amp;auml;tze gingen verloren, Wirtschaftswachstum w&amp;uuml;rde eingebremst. Nun hat &lt;strong&gt;der Euro einen Kurs von 1,21 US-Dollar und wieder kommen die negativen Meldungen&lt;/strong&gt;: Das Konsumentenvertrauen sei dahin, die Wirtschaft k&amp;ouml;nne nicht in sich wachsen, die Inflationsgefahr sei hoch.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Das dritte: Griechenlands Budgettricks und hohe Defizite in den Eurostaaten haben die Ratingagenturen dazu veranlasst, die &lt;strong&gt;Bonit&amp;auml;t mehrerer Euro-L&amp;auml;nder abzustufen&lt;/strong&gt;. Der durchg&amp;auml;ngige Tenor der Ratingagenturen: Die Defizite m&amp;uuml;ssen abgebaut werden. Die Folge war ein Kraftakt der Europ&amp;auml;ischen Union: ein Rettungsschirm f&amp;uuml;r den Euro und harte Sparma&amp;szlig;nahmen f&amp;uuml;r die Euro-L&amp;auml;nder. &lt;strong&gt;Doch anstatt diese Anstrengungen zu belohnen, folgt eine weitere Strafe&lt;/strong&gt;: Spaniens Bonit&amp;auml;t wird abgewertet Die Sparma&amp;szlig;nahmen greifen zu weit, die Erholung der Wirtschaft ist in Gefahr.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Doch, was tun? Die Psychologie wendet zur Aufl&amp;ouml;sung von Double Bind Kommunikation die Methode der&lt;strong&gt; Paradoxen Intervention&lt;/strong&gt; an. In unserem Fall w&amp;uuml;rde das bedeuten, dass Europas Politiker an die &amp;Ouml;ffentlichkeit gehen und bekennen: &amp;#8222;&lt;strong&gt;Unsere Staatsanleihen sind nichts mehr wert&lt;/strong&gt;. Jeder, der welche gekauft hat, ist selber schuld&amp;#8220;. Im Klartext: Die Eurol&amp;auml;nder &amp;#8211; und zwar alle &amp;#8211; rufen einen so genannten &lt;strong&gt;Haircut&lt;/strong&gt; aus und k&amp;uuml;rzen den Wert ihrer Anleihen deutlich.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Wenn es das ist, was die Akteure an den Finanzm&amp;auml;rkten wollen, m&amp;uuml;ssen sie nur weiterhin so agieren, wie bisher. &lt;strong&gt;Wenn der Haircut nicht die gew&amp;uuml;nschte L&amp;ouml;sung ist&lt;/strong&gt;, sollten die handelnden Personen ihre Spekulationen auf den fallenden Euro einstellen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/photos/248446/"&gt;&lt;img class="entry-inline-image" src="http://communityneu.klz.apa.net/static/sites/wirtschaft/media/fotoblog6080.thumbnail.jpg" alt="" width="60" height="80" align="left" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="mailto:roman.huber@kleinezeitung.at" target="_blank"&gt;Roman Huber&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
      <pubDate>Tue, 01 Jun 2010 12:38:20 GMT</pubDate>
      <guid>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/393934/</guid>
      <dc:creator>RomanHuber</dc:creator>
      <dc:date>2010-06-01T12:38:20Z</dc:date>
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      <title>Daumen rauf, Daumen runter</title>
      <link>http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/stories/393378/</link>
      <description>&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Manchmal muss man &amp;uuml;ber das Verhalten der Finanzm&amp;auml;rkte &lt;strong&gt;einfach den Kopf sch&amp;uuml;tteln&lt;/strong&gt;. Offenbar gibt es nichts, das man in den Augen der M&amp;auml;rkte recht machen kann. Die z&amp;ouml;gerliche Haltung Deutschlands beim Hilfspaket f&amp;uuml;r Griechenland schickte den Euro auf Talfahrt und nun wird die deutsche Bundesregierung heftig daf&amp;uuml;r beschossen, dass sie &lt;strong&gt;Leerverk&amp;auml;ufe und ungedeckte CDS (eine Art Kreditausfallsversicherung) stoppt&lt;/strong&gt;. Auch die Vorst&amp;ouml;&amp;szlig;e Merkels in Richtung einer Transaktionssteuer verhallen ungeh&amp;ouml;rt.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Aber was wollen die M&amp;auml;rkte denn?&lt;/strong&gt; Immer wieder wird ins Rennen gef&amp;uuml;hrt, dass ein Verbot oder die Besteuerung von Finanzwetten nur ein Symptom behandeln w&amp;uuml;rde &amp;#8211; die Krankheit der &amp;uuml;berbordenden Schulden der Industriestaaten bleibe bestehen. Die Reaktion der Politik: Vor allem die s&amp;uuml;deurop&amp;auml;ischen L&amp;auml;nder fahren eine rigide Sparpolitik, Deutschland und &amp;Ouml;sterreich ziehen mit einer Schuldenbremse nach. In der EU fordert man strenge Konsequenzen f&amp;uuml;r Steuers&amp;uuml;nder &amp;#8211; nebenbei bemerkt: &lt;strong&gt;Deutschland hatte unter Schr&amp;ouml;der als eines der ersten Eurol&amp;auml;nder ein Defizitverfahren am Hals. &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Nun k&amp;ouml;nnte man ja denken, dass diese Sparprogramme die M&amp;auml;rkte beruhigen w&amp;uuml;rden &amp;#8211; schlie&amp;szlig;lich ist es das, was sie fordern. Doch schon kommen Stimmen hoch,&lt;strong&gt; die davor warnen, das zarte Pfl&amp;auml;nzchen mit Namen &amp;#8222;Wirtschaftswachstum&amp;#8220; m&amp;ouml;glichst nicht gleich auszutrocknen. &lt;/strong&gt;Auch vor neuen Steuern wird gewarnt, schlie&amp;szlig;lich schade das dem Konsum und damit der Wirtschaft. Was jetzt?&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was mich einfach entsetzt ist:&lt;/strong&gt; Hier reden vern&amp;uuml;nftige Menschen &amp;uuml;ber die Folgen der Euro-Krise und wie diese zu bew&amp;auml;ltigen sei. Als Richtschnur dienen die Bewegungen auf den Finanzm&amp;auml;rkten &amp;#8211; Euro rauf, positives Signal; Euro runter, negatives Signal. Scheinbar wie im antiken Rom stehen die &lt;strong&gt;Politiker im Kolosseum und warten auf die Reaktion des C&amp;auml;saren&lt;/strong&gt; &amp;#8211; der Finanzm&amp;auml;rkte. Daumen rauf: &amp;uuml;berleben; Daumen runter: sterben. Wer aber sind die Finanzm&amp;auml;rkte, die Spekulanten, jene, die den Euro gezielt attackieren?&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Die Antwort ist einfach und schockierend zu gleich: &lt;strong&gt;Es gibt sie nicht, diese Finanzm&amp;auml;rkte.&lt;/strong&gt; Sie sind keine Wesen, denen man rationales Handeln unterstellen kann. Sie k&amp;ouml;nnen keine Richtschnur bieten, keinen richtigen oder falschen Weg aufweisen. In einem anarchischen, markt&amp;auml;hnlichen System flie&amp;szlig;t Geld hin und her, ohne Sinn und ohne Ziel. &lt;strong&gt;Europas Politiker sollten daher aufh&amp;ouml;ren, auf die M&amp;auml;rkte zu h&amp;ouml;ren und wieder rational denken.&lt;/strong&gt; Nur so kommt man zu einer L&amp;ouml;sung der aktuellen Krise, die auch die Einf&amp;uuml;hrung einer Transaktionssteuer nur in der EU sein kann. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://meinekleine.kleinezeitung.at/wirtschaft/photos/248446/"&gt;&lt;img class="entry-inline-image" src="http://communityneu.klz.apa.net/static/sites/wirtschaft/media/fotoblog6080.thumbnail.jpg" alt="" width="60" height="80" align="left" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="mailto:roman.huber@kleinezeitung.at" target="_blank"&gt;Roman Huber&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
      <pubDate>Thu, 20 May 2010 11:46:25 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>RomanHuber</dc:creator>
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