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von wonnemonat am: 02.09.2007, 09:57 Uhr

Am 1. September fand eine Sonderfahrt mit der Höllentalbahn von Payerbach/Reichenau nach Reichenau und weiter nach Hirschwang statt. Diese Fahrt war für die Teilnehmer an der Erlebnisfahrt "Mit dem Roten Blitz über den Semmering" (eigener Bericht) vorbehalten.

Payerbach und Reichenau sind mit der Südbahn eng verbunden. Viele alte sehr gut erhaltene Villen aus der K&k-Zeit sind in diesem wunderschönen Höllental zu sehen. Im Schloß Reichenau ist auch die große Ausstellung "150 Jahre Südbahn" untergebracht und war Ziel dieser Sonderfahrt mit dem Roten Blitz und der Höllentalbahn.

Bei der Ankunft in Payerbach/Reichenau stand die Garnitur der ÖGLB bereits abfahrtbereit im Bahnhof. Diese sehr schön restaurierten Wagen sind wahre Prunkstücke.

Die "einfache" Technik dieser zur Jahrhundertwende zum 20 Jahrhundert fasziniert auch heute noch. Ausgestattet ist der Triebwagen mit den Steuergeräten, wie sie in den Strassenbahnen Verwendung fand. Einfach auch die Methode mit einem Seil den Bügel abzuziehen.

Der Fahrtregler von AEG und die Handbremse in Form einer Kurbel mit Feststellkranz am Boden. Der Hebel dient zur Besandung, wenn der Wagen schleudert (Antriebsräder drehen durch). An der Decke sind noch der Hauptschalter und am Fensterrahmen ist die Betätigungseinrichtung für die "automatische Vakuumbremse" angebracht.

Die Fahrt führt zuerst bergan, wo 25 Promille zu überwinden sind. Nach kurzer Zeit ist der Zenit erreicht und es geht, sachte gebremst hinab zur Haltestellt "Kurhaus".

Dort wurden die Fotografen in die Botanik geschickt. Die Strecke führt in einer nahezu 360 Grad messenden Kehre die so genannte Thalhofschleife hinab und bietet schöne Fotomotive mit der Rax im Hintergrund (leider Nebel).

Die Kurze Strecke bis Reichenau war schnell zurückgelegt und der Besuch der Ausstellung im Schloß war höchst interessant. Im Bahnhof Reichenau war Zeit den Original Triebwagen genauer zu betrachten.

Die wunderschön restaurierte Innenausstattung in ihrem Originalzustand. Die Holzbänke wurden in mühevoller Arbeit von den Mitgliedern des Vereins hergerichtet. Die großen Fenster sind wie früher mit einem Lederriemen gesichert und können beliebig tief heruntergelassen werden.

Interessant ist auch der Unterbau des Triebwagens. Der Antrieb der Achsen in den Drehgestellen erfolgt über große Zahnräder. Die Spurweite beträgt 760mm.

Hergestellt wurde dieses Triebfahrzeug in der ehemaligen Grazer Waggonfabirk in Graz, vorm Weitzer, nachmalig SGP. Das Produktionsschild befindet sich am Rahmen des Wagenkastens. Das Signalhorn wurde von einem Liebhaber gespendet und erst nachträglich eingebaut.

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Der ganze Stolz der Mitglieder des Vereins. Weiter ging die Fahrt nach Hirschwang, wo in den Hallen der weitere Fuhrpark und die Werkstätten der Höllentalbahn untergebracht sind.

Nach kurzer Zeit und einer Haltestelle weiter ist Hirschwang erreicht. Bedauerlich ist, dass die Bahn nicht bis zur Rax-Seilbahn weitergeführt wird.

Die Besichtigung der Remise war dann der Höhepunkt und Abschluß dieser Sonderfahrt.

Die stärkste Lok (Diesel) des Vereins stammt aus der Steiermark und war früher auf der Strecke nach Thörl im Einsatz. Es ist eine schwere und 200 Ps starke Lokomotive, die auch für den Einsatz im Personentransport zugelassen ist.

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Neben der "Fahrraddraisine" ist auch ein mit einem Puch-Motor ausgestattetes zweisitziges Gefährt zu bewundern, das auch schon eine beachtliche Geschwindigkeit von 50 km/h erreichte. Weitere Schienenfahrzeuge sind in der Halle zu bestaunen.

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Diese Draisine ist ebenfalls mit einem Motor mit Kickstarter ausgestattet. Eine kleine Diesellok wird als  Arbeitstier für den Streckenerhalt eingesetzt.

Das wohl beeindruckendste Gerät ist die älteste betriebsfähige Schmalspurlok aus dem Jahre 1903.

Früher im Bergbau eingesetzt, war das abenteuerlich anmutende Dach noch nicht aufgesetzt. Der Oberleitungsbügel war damals vermutlich auf dem Kabinendach angebracht. Liebevoll wird diese Lok "Das fahrende Gartenhaus" genannt.

Nach der Besichtigung ging es wieder zurück nach Payerbach und dann mit dem Roten Blitz weiter nach Graz.

150 Jahre Südbahn und viele nostalgische Erinnerungen an die große Zeit der Eisenbahn.

2 Kommentare   Kommentieren
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Kommentare
einen..
von schrema am: 05.09.2007, 21:15 Uhr
tollen Bericht hast du da geschrieben..
da bekomm ich direkt auch wieder einmal Lust zum Eisenbahn fahren..und so eine Fahrt ist sicher ein besonderes Erlebnis.....bin schon ewig nimmer in einem Zug gesessen...

liebe Grüsse Maria
Grosses
von richieslildarling am: 11.09.2007, 19:11 Uhr
Kompliment für den "tollen Bericht" über die Nostalgiefahrt.
Bei den Fotos und Beschreibungen könnt ich glatt "sofort den Zug besteigen" und in Richtung "Nostalgie" fahren....
Es gelang Dir hervoragend, die Stimmung einzufangen,
"mein lieber Schwan"
Liebe Grüsse aus dem Kärntnerlandl
Marie und Heinz
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