25. Mai 2013 01:13 | |||||
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Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs
Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.
Mit der Bitte um Ihr Verständnis,
Das Team von Kleine Zeitung Digital
Frei ist tief durchatmen können,
sich geborgen fühlen,
getrost und mit Freude in den Tag gehen.
So wie wärmende Sonnenstrahlen
am noch kühlen Morgen,
mir Mut machen mein Leben zu wagen
und in den neuen Tag mit seinen Aufgaben zu gehen.
Durchbrochene Wolken
Haiku und Lyrische Gedanken
26.2.2007
Schwere Gedanken
Sonne durchbricht die Wolken
Sicht wird verwandelt
Schneegipfel strahlen hell im Wolkenrahmen,
durchbrechen meine schweren Gedanken,
jetzt bricht sogar die Sonne durch die Wolken,
sollte es doch einen Weg geben,
den ich nur noch nicht sehe?
Gespannt gehe ich meinen Weg weiter,
auch wenn die Wolken jetzt wieder
meinen Weg verdecken,
trotz allem – Mut und Hoffnung,
gespanntes Warten,
jene lachen – ich vertraue!
In dem Zerrissensein des Lebens,
die Seele hungert nach Worten,
hungert nach Worten.
Anstöße zum Leben,
Hoffnungsinseln,
die tragen und Mut machen,
sich zu wagen.
Gewogen.
Wenn am Morgen,
wie von tausend Gewichten gezogen,
man sich trotzdem erhebt,
ein erster mühsam errungener Sieg entsteht,
trotz der müden Knochen,
das Leben ist einen freundlich gewogen.
Gott spricht:
Siehe, ich will ein Neues schaffen,
jetzt wächst es auf,
erkennt ihr's denn nicht?
Jesaja 43,19

Neues,
wie sehnen wir uns danach,
aber ausgetreten sind unsere Wege,
alt, kaputt, zerstört.
Lebt Neues nur in unseren Hoffnungen
oder können wir auf Neues hoffen?
Auch wenn andere über mich lächeln,
mich für weltfremd und lebensuntüchtig halten,
ich will an der alten Verheißung trotzdem
festhalten,
wie trostlos wäre doch unser Leben ohne sie.
So hoffe ich,
gebe nicht auf,
gestalte mein Leben,
gewinne Mut,
stehe zu Schuld,
bitte um Vergebung,
ein kleines Pflänzchen mit Lebensmut
bricht durch die Erde
und trotzt der noch kühlen Luft.
egal wie, wer und was ich bin.
In meiner Taufe ist mein Name mit seinem zusammengesprochen worden,
das gilt,
gilt für ihn.
Ich habe es oft vergessen,
nicht mehr daran gedacht,
auch heute oftmals noch,
obwohl ich schon so viel erfahren habe.
In der Jugend meinte man Bäume ausreißen zu können,
bahnte seine eigenen Wege,
man hatte ja seine Vorstellungen.
Wie oft verrannte ich mich in Sackgassen,
stand vor Mauern,
unsagbar allein,
wie sollte es denn nun weitergehen.
Unsichtbar war da seine Hand,
oftmals merkte ich sie gar nicht,
und doch war sie da.
Er ist kein Talisman, dass alles gut geht,
ich bin für mich schon verantwortlich,
wie und womit ich mein Leben gestalte.
Verstand und Verantwortung muss eingesetzt werden.
Und trotzdem reicht das manchmal nicht.
Physisch, psychisch und auch anderweitig
können Schwierigkeiten und Einschränkungen auftreten,
dann stehe ich wieder vor Mauern,
fühl mich elend und allein
und frag gibt es einen Weg
und wohin geht er.
Und da merke ich,
Er ist immer noch da,
hat mich nicht verlassen,
steht zu mir mit seinen ganzen Versprechen,
Er lässt mich nicht,
obwohl ich so bin wie ich bin.
Nicht allein,
nicht verlassen,
das bedeutet Hoffnung und Zukunft.
Es muss darum gut werden,
auch wenn im Moment ich nichts sehe.
Hat er es nicht immer wieder bewiesen?
Darum sage ich ihm all meine Not und Sorge.
Er hört mir zu,
nimmt es auf sein Herz
und und ….
Er lässt mich nicht,
verlässt mich nicht.
Ich bin nicht allein.
Seine Güte wendet er nicht von mir ab!
Geborgen,
getrost,
geliebt.
Sollte ich das nicht annehmen?
Es soll nicht durch Heer oder Kraft,
sondern durch meinen Geist geschehen,
spricht der Herr Zebaoth.
Sacharia 4,5

Wir wollen!!!
ich ich ich
ärgern
beleidigen
auslachen
bestimmen
Streit
Hass

Hoffnung
helfen
verstehen
Liebe
du
vergeben
trösten
Beschenkt mit Lebeskraft!
Wünsche ein beGEISTertes Pfingstfest
Weiß, rosa,
rosa-weiß, rosa-rot,
rot, gelb,
violett, blau,
helles bis dunkles grün.
Nach langen grauen Tagen,
diese Farbenpracht.
Leben will leben
und verkündet es farbenfroh,
setzt so Mutpunkte
und zündet Hoffnungslichter an.
Sanft und kräftig sind die Farben des Frühlings.
Es tut gut
und ist wichtig.
Wir sollten uns einander
auf die Farben des Frühlings aufmerksam machen.
Sie wollen mit uns gehen,
uns Geschichten erzählen,
dass wir nicht übersehen,
und erkennen was wichtig ist.
Wohl dem der sich die Zeit nimmt,
er lernt Wunder und Geheimnisse schauen.
7. Juni,
bin zu Besuch in meiner alten Heimat.
Schon gestern fiel es mir auf,
nicht nur die Landschaft,
auch die Farben sind anders.
Grüne Felder, mit allen Schattierungen,
von hell bis ganz satt,
wie wenn ich meine Buntstifte
zu einem Grünbild verarbeiten würde.
Die Gerste wandelt schon ihre Farbe ins gelbliche
und wenn man näher an eine Wiese herankommt,
wird das Grün durchsetzt von kleinen roten Blüten.
In der Ferne
werden die hügeligen Grünflächen und Grünfelder
von helldunkel-
bis sattdunkelgrünen Wäldern durchbrochen.
Einziger Kontrast
der blaue Himmel mit wenigen weißen‚ Wolken.
Obwohl, es fällt kaum auf,
auch der Himmel
scheint eine Einheit mit dem Grün zu bilden.
Fasziniert von dieser Eintönigkeit
denke ich über das Wunder der Schöpfung nach:
Wenn schon eine Farbe so bunt ist,
wie viel Buntheit
ist dann für mein Leben bestimmt?
Schau nur die Wiesenblumen,
wie schön sind sie anzusehen,
rot, weiß, gelb, blau,
ja pink und violett,
wild und unordentlich,
frech und übermütig,
einfach so wachsen sie hervor,
strecken sich unbekümmert der Sonne entgegen.
Erzählen mir von Lebensfreude,
ich höre ihren Geschichten zu,
sie machen mich nachdenklich,
stecken mich an.
Ach hätt ich doch mehr Zeit
durch Wiesen zu gehen,
bevor der Schnitter kommt.
Heute hörte ich eine gute Predigt von unserer scheidenden Pfarrerin Ursula Arnold über das Gleichnis von dem Schatz und der Perle.
Der versteckte Schatz und die Perle44 »Die neue Welt Gottes ist mit einem Schatz zu vergleichen, der in einem Acker vergraben war: Ein Mensch fand ihn und deckte ihn schnell wieder zu. In seiner Freude verkaufte er alles, was er hatte, und kaufte dafür den Acker mit dem Schatz. 45 Wer die Einladung in Gottes neue Welt hört und ihr folgt, handelt wie der Kaufmann, der schöne Perlen suchte: 46 Als er eine entdeckte, die besonders wertvoll war, verkaufte er alles, was er hatte, und kaufte sie.«
Die Predigt möchte ich nicht wiedergeben, dafür ein Gedicht, dass ich vor Jahren zu diesem Bibeltext geschrieben habe und es mir im Gottesdienst wieder in den Sinn kam:

Schätze, sag ich dir geschwinde,
liegen auch an deinen Wegen.
Ja, entdecke, suche, finde,
sei unverschämt, gar verwegen!
Wirst es bestimmt nicht bereuen,
riesig dich darüber freuen.
Ein Schatz verborgen im Acker,
der auf einmal Hoffen erlaubt!
Ein Kaufmann sucht ganz wacker
und findet was er nie geglaubt!
So schenkt dir Gott seinen Segen,
dass du finden kannst das Leben.


Unsere Sehnsucht will alles,
doch wir zögern,
getrauen uns nicht,
ein bisschen ja,
ein bisschen nein,
halb ist alles was wir wagen.
Aber halbe Freude,
halbe Liebe,
halbes Glück,
befriedigt unsere Sehnsucht nicht!
Sie will mehr!
Warum habe ich nicht den Mut alles zu wagen?
Was hindert mich?

Weicher Boden unter mir,
Sonnenstrahlen
durchbrechen das Dunkel der Bäume,
erleuchten
Moos, Farn und Schwarzbeerstauden,
Waldzeiten sind etwas kostbares.
Leider nehmen wir uns oft zu wenig Zeit dafür,
schieben als Ausrede unsern Alltag vor,
obwohl
unser Alltag davon bereichert werden könnte.
Stille, nachdenken, sehen, staunen,
in eine neue Dimension eintauchen,
neu sich und das Leben sehen.
Will ich es annehmen und mich wagen?

Auf dem Weg.
Man sucht Schatten.
Früchte reifen farbenfroh.
Sonnenblumen neigen ihr Haupt.
Alles reift heran.
Der Sommer geht seinem Ziel zu.

Herbst-Gedanken
22.9.2007

Ab-brechen,
auf-hören,
er-sterben,
beginnt aber auch etwas Neues?

Ein Weg, der nicht mehr weiter geht,
eine erschütternde Diagnose,
der sichere Stand gerät ins Wanken.
Blätter am Baum verfärben sich,
Herbststurm reißt sie weg,
die Äste werden mehr und mehr sichtbarer.
Herbst ist’s,
es wird geerntet,
in die Scheune eingefahren.

Herbst fragt,
worauf hast du gebaut,
was hast du vorzuweisen?
Ist im ersterben etwas das trägt,
mir wieder Bestand gibt,
bricht gar etwas Neues auf?

Ich bin ein welkes Blatt im Wind,
doch der, der die Lebenskraft in sich hat,
reicht mir seine durchbohrte Hand.
Ja, es gibt hoffnungslose Situationen
und trotzdem bin ich nicht ohne Hoffnung.

Leben lohnt sich immer!
Zeit nehmen
30.9.2007
Gedanken zu Jean Giono

Wir haben verlernt,
die Augen auf etwas ruhen zu lassen,
deshalb erkennen wir so wenig.
Jean Giono

Wenn ich meinen Malkasten aufmache
oder meinen Füllhalter aufschraube,
muss ich innehalten,
aus der Hektik aussteigen
und mir Zeit nehmen
um den einen flüchtigen,
aber wichtigen Augenblick
auf Papier zu bannen.
So bleibt er mir und dir erhalten
und ich erkenne langsam
welch einem Schatz ich begegnet bin.
Reich sind wir beschenkt,
nur wir merken es oft nicht.

Farben des Herbstes
14.10.96
Ein sonniger Herbsttag

Farben des Herbstes,
bunt,
aber sterbend!
Ja, sterbend!
Nicht, wie die Farben des Frühlings,
nicht so, wie die des Sommers.
Sterbend verzaubern sie mich
mit ihrer Melancholie;
im Glanz der Sonne, fragend;
im Dunst des Nebels, bedrückend.
Sterbend, noch einmal alles aufbietend,
zeigen sie mir die Schönheit ihres Alters.

Farben des Herbstes,
nehmen mich mit auf ihre eigene Reise.
Sterbend sehe ich Leben vergehen;
rinnt durch die Finger im letzten Aufblühn.
Farben des Herbstes,
spiegeln sich in mir;
die Kräfte vergehn,
ich werde ruhig,
. . .
freu mich an der Sonne,
noch einmal alles geben.

Farben des Herbstes,
eine seltsame Kraft;
lässt die Meinungsmacher schrein,
sie erreichen mich nicht!
Was ist wichtig,
das frage ich dich!
Farben des Herbstes,
sie lehren es mich.
Erster Schnee
20.10.2007

Erster Schnee,
frostklarer Morgen,
der Herbst tritt in ein neues Stadium,
das heißt auch für uns neue Erfahrungen.
Es kommt nicht immer das Gleiche,
obwohl vieles bekannt ist,
ist es doch anders,
geradezu neu,
jedes Jahr wird ein neues Kapitel aufgeschlagen,
denn der Horizont soll durchschritten werden,
vielleicht sogar durchbrochen.
Herbst, du mein Lehrer,
habe ich die Aufmerksamkeit
und habe ich den Mut
mich auf deine Lehrstunde einzulassen?
Bienenstock im Herbst
15.10.2007

Fleißig summen die Bienen,
der Herbst hat Einzug gehalten,
viel Arbeit gibt es noch,
bevor der Winter kommt.
Trotzdem sind die Bienen
nicht von unüberlegter Hast getrieben,
sie wissen es ist Zeit,
tun trotzdem alles zu ihrer Zeit.
Sollten wir nicht von ihnen lernen
für unsere Zeit?
Manuel
28.10.2007
An meinen Freund und Bruder Ugro

Halte deine Nachricht in Händen,
vom Tod deines Sohnes.
Tief traurig,
mehr kann ich nicht sagen.
Unfassbar sind manchmal die Wege,
Gottes Wege.

Gegangen
Von einer, die ich nicht kannte,
es nur von einer Freundin hörte.
24.9.2006
*
In Gedenken an
Elli Mörtl
Wolfgang Maier
Christiane Stollwitzer
Bernd Engel
&
Peter Knop
*
So plötzlich und unerwartet,
von uns gegangen,
ohne Vorankündigung,
einfach so.
Hinterlässt uns hilflos,
Fragen, über Fragen,
an Gott, die Welt,
an mich, ja an mich.
Was wenn ich gehe,
einfach so?
Kann ich das?
Bin ich bereit?
Wenn's dran ist, werde ich nicht gefragt!
Dann kann ich nichts mehr
nachholen, verbessern,
jetzt ist Zeit,
später, kann zu spät sein.
Gott verstehen, wer kann das?
Aber er reicht seine Hand,
will mit mir mein Leben gestalten,
dass ich lebe
und wenn's zum Gehen ist,
gehen kann.
Leid – Krankheit
25.10.2007
Für meinen Bruder Wolf-Dieter, meine Schwägerin Renate, Gretl Heidenthal,
Holger Wenzel, Elisabeth Alber, Sepp Tscharre, Margot Kießling,
Michael Jurman und allen denen ich in der Onko-Ambulanz in Klagenfurt begegne.

Leid – Krankheit,
ist Gott daran schuld?
Leid – Krankheit,
wie oft begegnen sie mir,
und stellen Fragen,
Fragen an mich.
Leid – Krankheit,
hinterlassen mich hilflos,
weiß nichts, dass greifen könnte,
kann sie nicht ertragen,
diese Hilflosigkeit.
Wir legen uns manches zurecht,
haben unsere Theorien,
reden und reden,
ohne auf den andern zu hören,
überhören,
und Texten den Hilflosen mit unserer Hilflosigkeit zu.

Höre!
Wenn uns Gott fragt,
gerät alles ins Schwanken.
Mit Logik kommen wir nicht weit,
es geht um Hören,
dass wir sensibel werden,
unsere gewohnten Denkstrukturen verlassen,
uns auf etwas unbekanntes Einlassen.
Herrschaftsanspruch Gottes!
Lasse ich mich auf ihn ein?
Seine Wege sprengen oft meine Vorstellungen.
Aber bin ich das Maß aller Dinge?
Nein!!!
Gottes Weisheit ist weiser.
Vertrauend, getrost gehe ich meinen Weg weiter,
mein Leben ist nicht sinn- und ziellos.
9. November
9.11.1998

9. November!
Angst steigt herauf.
Sehnsucht nach Geborgenheit.
Die Mutter
hüllt das Tuch
um ihr Kind.
Bergend,
die Hand davor.
Fragende Augen.
Hilflose
Bedürfen
doch der Hilfe!
Schutzlose
einen bergenden Ort!
Dunkle Wellen,
brausend
grollen sie daher.
Bin ich Mensch
nur ausgeliefert?
Wo der Fels,
der trotzt?
Wo?
Ich brauche einen Halt!
Jesaja 49,15:
„Kann auch ein Weib
ihres Kindleins vergessen,
dass sie sich nicht erbarme
über den Sohn ihres Leibes?
Und ob sie seiner vergäße,
so will ich doch deiner nicht vergessen.“
„So will ich doch deiner nicht vergessen!!!“
Vom Pianissimo zum Fortissimo
Herbstgedanken
16.10.2007

Nebel umhüllt Häuser, Wiesen und Felder,
ruhig ist alles geworden,
selbst die Vögel halten inne,
als wollten sie nachdenken.
Pianissimo – höre ich ihre Einladung?
Oder ärgere ich mich über diesen grauen Schleier,
der mal wieder meine Sicht verstellt,
alles Vorwärtskommen langsamer macht.

Ein erster Sonnenstrahl erweckt das Leben,
aus der Stille heraus ein Lied entsteht,
und je mehr Macht die Sonne gewinnt,
desto mehr Stimmen erheben sich,
ein Pfeifen, ein Zwitschern,
dazu das summen der fleißigen Bienen,
immer vielfältiger wird das Lied,
Hoffnung bricht auf und Mut,
mündet hinein in den Sonnenglanz des bunten Herbsttages,
fortissimo, fortissimo!

Wegzehr für graue, kalte, dunkle Tage,
wohl dem, der sich vom Hoffnungslied mitreißen lässt!

Brausen
16.10.2007

Herbststurm rüttelt an den Bäumen,
Blätter wirbeln durch die Luft,
grau und trüb,
nass und kalt,
ist da jemand, der mich liebt?
Herbststurm rüttelt an mein Leben,
Nase tropft, rau der Hals,
müde und matt,
alt und krank,
ist da jemand, der mich liebt?

Sturm, du kannst brausen wie du willst,
hab mein Haus auf guten Grund gebaut,
merk dich zwar durch die Ritzen,
machst mir aber keine Angst,
war gescheit, habe Sonnenstrahlen gespeichert!
Schiebe noch ein Scheid Holz in den Ofen.
Brause, brause, ich habe keine Angst,
auch wenn ich müde, matt und krank bin,
ein Mantel der Geborgenheit umgibt mich,
von einem, der ein anderes Brausen in die Welt schickte.

Damals erfüllte sein Lebens-Brausen das Haus
und eine eingeschüchterte Schar bekam Mut,
das Leben hinauszubrausen.
Ja, so kam es auch zu mir
und ich will es wiederum teilen mit dir.
Leben, Leben brause
und fülle meine Lippen,
allem widrigen Sturm zum Trotz,
mit einem fröhlichen Loblied.
Es gibt einen, der dich und mich liebt!

Sommermut im November
17.11.2007

Blau wölbt sich wieder der Horizont,
Novembersonne erwärmt die frostige Luft,
gehe hinterm Ofen hervor,
stehe draußen,
schaue auf,
Lebenslust kitzeln die Strahlen hervor,
tief einatmen.

Sich sehnen, den Horizont zu durchbrechen
und darum Schritte zu wagen,
die man sonst so nicht setzen würde.

Sommermut mitten im November,
das wünsche ich dir und mir.
Das Leben birgt noch manche Überraschungen,
darum lasst uns den Horizont ausloten,
trotz Frost- und Nebeltage, die gewiss kommen.
Weg-Träume
Gedanken
18.11.2007

Wer Träume nicht nur träumt,
sondern sich von ihnen bewegen lässt,
beschreitet einen Hoffnungs-Weg.
Träume deine Träume nicht weg,
ohne Weg-Träume wird es kalt und starr,
heilen kann nur die Wärme der Fantasie.

Träume machen erfinderisch,
Träume suchen nach Lösungen und Wegen,
Träume lassen sich nicht entmutigen.

Diese traum- und hoffnungslose Welt,
braucht Menschen die den Hoffnungsort kennen
und die Weg-Weiser sind zu dieser lebendige Quelle.
Beschenkt
Dank-Gedanken
18.11.2007

Stille und kreative Augenblicke sind ein Geschenk,
auf einmal ist da etwas anderes als der Alltagstrott,
ich sehe wieder den Reichtum meines Lebens,
Dankbarkeit macht sich breit,
„DU“ hast mich reich beschenkt,
d a n k e!
Des Dichters Los
23.10.2007

Des Dichters Los,
gefällts oder nicht?
Oder sollte man sagen,
hab ich Brot oder knurrt mir der Magen?
Honig ums Maul schmieren,
gefallen um jeden Preis,
so dass man Honig auf’m Brot hat?
Zum Glück muss ich nicht
mit Gedichten mein Geld verdienen.
So bin ich frei und kann schreiben was ich will.
Dem einen gefällts - dem anderen nicht.
Das Gedicht – oder / und - dass ich frei bin.
Egal,
ich nehme mir die Freiheit, frei zu sein.
Was ist Hoffnung?
Gedanken
22.11.2007

Hoffnungslosigkeit ist tief traurig,
man sitzt einfach nur da,
kostbare Zeit rinnt einem einfach so durch dir Finger,
Leben verliert sich.
Dagegen ist Hoffnung eine fröhliche Kraft,
die uns ermutigt,
aufzustehen,
zu gehen,
Ziele zu erreichen.
Das Leben fühlt sich an,
wie wenn Sonne den Nebel durchbricht.
Das ist für mich Hoffnung.
Dem Morgen entgegen
29.11.2007

Auf, auf,
durch die Nacht,
dem Morgen entgegen,
nicht seinen Traum verraten
und das Leben wagen.
Doch wir vergessen so schnell,
das Leben, den Traum,
und eng wird der Raum,
müde und matt
gehen wir nicht weiter.
Verfallen in unseren Alltagstrott,
da sitzt jeder Handgriff blind,
gewohnte Gewohnheit,
scheinbar nur leichter,
aber die Sehnsucht schreit nach mehr.
Auf, auf,
durch die Nacht,
dem Morgen entgegen,
nicht seinen Traum verraten
und das Leben wagen.
Adventnebel
11.12.2007

Nebelmorgen unwirklich,
doch diesmal ist Nebel nicht angsteinflößend,
diesmal macht er mich neugierig,
mit seiner geheimnisvollen, verhüllenden Art.
In seinem verschleiernden Wesen
macht er mich darauf aufmerksam,
dass es vielleicht doch mehr gibt,
zwischen Himmel und Erde.
Adventnebel,
es muss nicht immer ein Stern sein,
der uns aufmerksam macht,
auf das, was wirklich zählt.
Der Ausschnitt
Gedanken
4.12.2007

Manchmal macht‘s der Ausschnitt,
dass ganz gewöhnliches
zu etwas besonderem wird.
Nicht nur bei Fotos und Bildern,
auch bei unserem Leben.

Lasst uns das Besondere darum nicht übersehen,
es hilft uns fröhlich unseren Alltag zu bewältigen.
Sternenpracht gegen Nebelmacht
Lyrische Gedanken
16.12.2007

Sterne in klarer Nacht,
die Sehnsucht ist in mir entfacht,
nach Weite, nach Unendlichkeit,
meine Seele schreit und ist bereit.
Doch wenn wieder der Nebel einfällt,
und verschleiert die ganze Welt,
muss meine Seele kämpfen,
damit die grauen Tage sie nicht dämpfen.
Wenn Nebelschwaden sich aber lichten,
beginnt die Hoffnung sich wieder aufzurichten
Sehnsucht nach Weite, Unendlichkeit,
vielleicht ist der Weg ja gar nicht weit.
Der eine, ganz besondere Stern,
ist uns vielleicht auch heute nicht so fern,
als Hoffnungsträger verhüllt oder verklärt,
hat er sich durch alle Nacht und Nebel bewährt.
Sternenpracht gegen Nebelmacht,
gibt es einen der über uns wacht?
Lehre mich zu nehmen Geheimnisse in Geduld,
und dabei zu erkennen des Schöpfers Huld.
Weihnacht 72
(3.12.1996)
Fassung 17.12.2002Ein kalter Frosttag hat
alles erstarren lassen.
Die Felder und Wiesen
sind hart gefroren.
So setzte ich meine Schritte
quer über die harten Schollen.
Es knirscht der Boden unter mir,
ein wunderbares Gefühl.
Dazu die kalte Luft,
wie sie gut tut in den Lungen.
Einmal wieder durchschnaufen.
Dahinschreitend sauge ich
diese Stimmung in mir ein.
Heute ist Heiliger Abend,
Heiliger Abend!
Davon scheint alles verklärt zu sein.
Was war nicht alles geschehen.
Wieder gesund.
Das erste Mal wieder draußen.
Ich kann es noch kaum fassen.
Kaure nieder an einem Bach.
Schaue dem gurgelnden Wasser zu.
Es lässt sich nicht aufhalten,
auch wenn die Ränder erstarrt sind.
Ist es zu fassen,
Gott ist Mensch geworden,
ist hineingekrochen in meine Armseligkeit.
Helfen will er.
Eigentlich müsste er mich abschreiben.
Aber nein, er liebt!
Verdient hätte ich das Gegenteil.
Wie einer der Hirten auf dem Felde,
so komme ich mir vor.
Verspieltes Leben, ohne große Perspektive.
Bis Dein Engel etwas anders sagt.
Erfüllt von dieser Weihnachtserfahrung
nehme ich den Heimweg unter die Füße.
Ich bin Weihnachten begegnet!
So erscheint nun alle Tradition
in einem neuen Licht.
Über allem liegt ein stiller Glanz.
Es ist Weihnacht!
Du, das Leben
schenkst dein Leben,
ausgetauscht,
deins für meins,
Du bist Weihnachten,
schenkst Weihnachten,
du Kind in der Krippe,
du Mann am Kreuz.
Kamst ins Elend,
mein Elend,
damit ich wieder Schritte wagen kann.
Vertrauen will ich
und gehen,
so wie damals die Hirten.
Gehen, stehen, sehen!
Herz voll Dank,
Mund voll Lob,
ja, es ist Weihnachten,
freut euch mit!
Lebenskreise
Lyrische Gedanken
27.12.2007

Lebenskreise,
mal wie Seifenblasen,
leicht und unbeschwert,
Sonnenlicht spiegelt sich,
beflügelt unser Sein.
Doch dann, im nächsten Augenblick,
geplatzt, durchkreuzt,
aus ist der Traum.
Wer reicht mir da noch die Hand,
hat ein offenes Ohr in diesem Land?
Nur Einer der mir begegnet,
mir wieder die Wege ebnet,
trotz dem Geplatzt-Durchkreuzten.
Lebenskreise brauchen Lebensmut,
sie sollen doch wieder schweben können.
Der Eine sagt zu mir:
Du sollst leben!
Mut kehrt wieder,
wage neue Schritte,
schwebe trotz Durchkreuzten wieder.
Prosit Neujahr
1.1.2008

Näher rückende Truppen,
Flagg, Gewehrsalven,
hilflose Angst steigt empor.
Es knallt draußen wie im Krieg,
kalt, laut, unbedacht,
dabei ist nur Silvester.
Warum mache ich mir
trotzdem Sorgen,
warum?
Friede, Freiheit, Freundschaft,
muss geachtet und bewahrt werden,
aber tu und kann ich das?
Kyrie eleison,
so gehe ich ins Neue Jahr,
getrost!
Will meine kleine Kraft einbringen, beten und vertrauen,
führ du, Kyrie eleison
und gebrauche mich als Werkzeug deines Friedens.
Wünsche
1.1.2008

Viel wünschen wir uns vom Neuen Jahr,
überfrachten das Neue Jahr mit Forderungen,
überfordern den Andern mit unsern Erwartungen,
sind wir wirklich an der richtigen Adresse
mit unsern Wünschen?
Sollten wir
nicht wieder mit uns selbst ins Gespräch kommen,
danach mit dem Anderen und auch mit Gott.
Gespräch ist offen, ohne Zwang und Forderung,
wie auch der Wunsch,
frei, einfach frei,
gespannt was daraus werden wird.
So können Wünsche zur Kraftquelle werden
und uns Flügel durch das Neue Jahr verleihen.
Frühling in der Luft
5.2.2008

Gestern noch Schneefocken gesichtet,
trotzdem liegt heute irgendwie schon Frühling in der Luft.
Frühlingsboten habe ich keine entdeckt,
obwohl es sie schon geben soll.
Eine besondere Stimmung,
eine besondere Luft
oder ist das nur in mir?
Ja, irgendwie liegt schon Frühling in der Luft.
Noch liegt alles braun-grau am Boden,
und trotzdem lässt sich schon etwas erahnen.
Selbst die Sonne fand immer wieder Lücken
und verstärkt so den Eindruck des Erwachens.
Es tut gut, wenn Leben ins Leben bricht,
so wie Krokusse in unwirklicher Umgebung,
lila-blau sich behaupten
und ihr Lebenslied anstimmen.
Dazu Schneeglöckchen die Hoffnung erwecken,
wir sind am Beginn und nicht am Ende,
will ich den letzten Wintertagen trotzen,
nass kalt grau ist bald vorbei.
Grauer Spätwintertag
6.2.2008

Spätwintertag,
tief hängt der Nebel,
drückt auf die Stimmung,
düster nass und grau,
als gäbe es nichts anders.
Bald wird aber wieder die Sonne hervor blitzen
und der Frühling sich bei uns einnisten,
mit seinem freundlichen Gesicht,
Leben und Mut sprießen empor,
schaffen sich Raum und singen im Chor.
Aber so ist das Leben,
mal grau, mal licht,
mal leicht, mal schwer und erpicht,
wäre sonst zu gleich tonig
und wir würden das Licht weniger schätzen.
Ich singe
21.2.2008
Die Musik ist die beste Gottesgabe.
Durch sie werden viele und große Anfechtungen verjagt.
Musik ist der beste Trost für einen verstörten Menschen,
auch wenn er nur ein wenig zu singen vermag.
Sie ist eine Lehrmeisterin,
die die Leute gelinder,
sanftmütiger und vernünftiger macht.
Martin Luther
Wann hab ich das letzte Lied gesungen,
es von meiner Seele abgerungen?
Wann ließ ich mich von Tönen tragen
und hatte Mut zu stellen Lebensfragen?
Wann war mein Herz überwältigt von Jubel,
so dass mir nichts mehr ausmachte aller Trubel?
Wann war kein Damm mehr gegen das Lob,
so dass Freude und Lachen mein Herz verbog?
Doch nur da, wo du mir ganz nahe kamst,
ich so sehr spürte, das Wunder deiner Liebe,
so du mir alle meine kleinen und großen Ängste nahmst,
erlöst, befreit, gerettet aus allem Getriebe!
Halleluja, ich, ich singe
und mein Leben beginne!